Einführung des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA) SEPA Lastschrift-Mandatsverwaltung aus der Cloud

Autor / Redakteur: Jörg Wiemer * / Florian Karlstetter

Im Zuge der SEPA-Einführung wird die Mandatsverwaltung für alle Unternehmen zur Pflicht. SEPA stellt dabei weitaus höhere Anforderungen als das bisherige Lastschriftverfahren. Der SAP-Partner Treasury Intelligence Solutions (TIS) hat hierfür die bestehende cloud-basierte Zahlungsverkehrsplattform mit einer Lösung für die Mandatsverwaltung ausgebaut.

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Spätestens zum 1. Februar 2014 müssen Unternehmen ihren Zahlungsverkehr auf SEPA umgestellt haben. Die TIS GmbH aus Walldorf stellt hierfür eine cloud-basierte Zahlungsverkehrsplattform mit Mandatsverwaltung zur Verfügung.
Spätestens zum 1. Februar 2014 müssen Unternehmen ihren Zahlungsverkehr auf SEPA umgestellt haben. Die TIS GmbH aus Walldorf stellt hierfür eine cloud-basierte Zahlungsverkehrsplattform mit Mandatsverwaltung zur Verfügung.
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Für Unternehmen mit hohem Aufkommen an Einzugsermächtigungen bedeutet SEPA eine große Herausforderung, da vorhandene und neue Einzugsermächtigungen spätetens zum 1. Februar 2014 um SEPA-spezifische Informationen erweitert werden. Dies kann einen aufwändigen und komplexen Neuaufbau der Mandatsverwaltung bedingen, vor allem dann, wenn sie in einer heterogenen ERP-Landschaft implementiert werden muss. So sind bestehende Mandate auf Gültigkeit unter SEPA zu prüfen, außerdem müssen künftige Verfahren zur Einholung neuer Mandate festgelegt werden.

Der SAP-Partner Treasury Intelligence Solutions (TIS) hat deshalb die bestehende cloud-basierte Zahlungsverkehrsplattform um eine Mandatsverwaltung erweitert. Diese wird damit komplett aus den ERP-Systemen herausgelöst und in einer Zahlungsverkehrslösung gebündelt, in der sie als zentraler Prozess abläuft. So ermöglicht es die TIS Cloud-Plattform Unternehmen, ihre Mandatsverwaltung revisionssicher und ERP-unabhängig zu zentralisieren.

Wie Treasurer und CFOs von der Cloud profitieren - ein Statement von Jörg Wiemer, CEO bei Treasury Intelligence Solutions (TIS)

Die Cloud ist auch im Zahlungsverkehr auf dem Vormarsch. Die Vorteile für das Treasury sind vielfältig – besonders international tätige Unternehmen profitieren. Cloud-Lösungen haben häufig ein wesentlich höheres Sicherheitsniveau als bestehende Zahlungsverkehrslösungen.

Auf Marktveränderungen schneller reagieren, dies können Unternehmen durch eine flexible Gestaltung ihrer IT. Cloud-Computing-Modelle sind das richtige Werkzeug dafür: Sie erleichtern ein an den unterschiedlichen Standorten des Unternehmens verteiltes Arbeiten und helfen, Kosten zu senken und damit Wettbewerbsvorteile zu generieren.

Auch für den Zahlungsverkehr gibt es mittlerweile leistungsfähige Cloud-Lösungen. Das Prinzip: Als zentrale Zahlungsverkehrs-, Kommunikations- und Dokumentationsplattform wird die Lösung bei einem Cloud-Computing-Provider gehostet. Sie verbindet alle Benutzer, die in die globalen Bankenverwaltungs- und Banktransferprozesse eines Unternehmens involviert sind: Treasury-Abteilung, Banken und einzelne Gesellschaften. Die Anwender können mithilfe der Lösung Informationen zu Konten, Dokumenten und Zahlungen zentral verwalten.

Die Vorteile einer Zahlungsverkehrslösung aus der Cloud

Immer mehr Treasury-Abteilungen und CFOs mittlerer bis großer Unternehmen entdecken nun die strategischen Vorteile einer rein Cloud-basierten Zahlungsverkehrslösung. Zum einen sind die Anfangskosten für die Einrichtung und Programmierung wesentlich niedriger als bei einem System auf eigenen Servern. Gerade bei international aufgestellten Unternehmen wäre der Aufwand, lokale ERP-Systeme zu konfigurieren und Clients auf den PCs aller Außenstellen zu installieren, viel zu hoch.

* Jörg Wiemer, CEO bei Treasury Intelligence Solutions (TIS)
* Jörg Wiemer, CEO bei Treasury Intelligence Solutions (TIS)
(Bild: TIS GmbH)
Webbasierte Anwendungen hingegen lassen sich schnell und einfach an verteilten Standorten einsetzen. Zum anderen erzielen Unternehmen auch nachhaltig Kosteneinsparungen, da sie Zahlungsprozesse standardisieren und automatisieren.

Darüber hinaus bleiben die Treasury-Abteilungen dank der Cloud-Technologie unabhängig von der internen IT-Abteilung. Diese kann häufig nicht die notwendigen Beratungs- und Implementierungskapazitäten zur Verfügung stellen, da sie den Aufbau und die Wartung von Zahlungsverkehrsprozessen nicht als ihre Kernkompetenz sieht.

Treasury-Abteilungen können mit Hilfe der Cloud alle Prozesse der Bankkommunikation in einer einzigen multibankfähigen Lösung bündeln und auf nur ein globales, standardisiertes System umstellen. Auch Herausforderungen wie die Sepa-Umstellung lassen sich deshalb mit der Cloud-Technologie besser bewältigen.

Auf Sicherheit kommt es an

Das wichtigste Kriterium bei der Auswahl eines Cloud-Computing-Anbieters ist für die Mehrheit der Unternehmen die Sicherheit. Dies gilt insbesondere für sensible Zahlungsverkehrsdaten. Professionelle Private-Cloud-Hoster, die darauf spezialisiert sind, Daten für ihre Kunden zu speichern, können häufig ein wesentlich höheres Sicherheitsniveau garantieren als die IT im eigenen Unternehmen. Denn automatisierte und in die ERP integrierte, Cloud-basierte Prozesse sind oft sicherer als bestehende heterogene, teils manuelle Zahlungsprozesse.

Wenn sich Unternehmen dazu entschließen, gehostete Technologien einzusetzen, sollten sie darauf achten, dass der ausgewählte Cloud-Anbieter Datensicherheit und Datenschutz als wichtiges Gut ansieht. Die „ISO 27001“-Zertifizierung als höchster Industriestandard ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, der Anbieter sollte diesen regelmäßig überprüfen lassen. Werden die Daten bei einem Private-Cloud-Anbieter gehostet, lässt sich zudem sicherstellen, dass dieser die Daten beispielsweise ausschließlich in Deutschland oder im EU-Raum speichert.

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