Alles Humbug! HPC ist teuer, kompliziert und eingeschränkt nutzbar

Sechs Mythen rund um High Performance Computing

| Autor / Redakteur: Wim Slagter * / Kristin Rinortner

Mythos Nr. 4: Ohne internen IT-Support ist die Einführung eines HPC-Clusters nicht möglich

Das Einrichten und Managen eines HPC-Clusters ist nicht einfach, aber zweifellos machbar. Es stimmt, dass Dimensionierung, Aufbau, Integration, Bereitstellung und Unterstützung einer Cluster-Infrastruktur hochspezialisiertes IT-Knowhow erfordert, das den Anwendern technischer Simulationssoftware oft nicht zur Verfügung steht.

In der bei Mythos Nr. 3 erwähnten Umfrage gab zirka ein Drittel der Befragten an, dass der Mangel an Zeit und Knowhow zum Spezifizieren von Hardware-Konfigurationen eine große Hürde für die Einführung oder den Ausbau neuer HPC-Ressourcen darstellt. Deswegen arbeitet zum Beispiel Ansys mit strategischen HPC-Partnern wie Intel, Nvidia, HP, IBM und Fujitsu zusammen, um Spezifikation und Einsatz von HPC für die Anwender zu erleichtern.

Mythos Nr. 5: Parallele Skalierbarkeit ist immer mehr oder weniger gleich

Manche Entwickler glauben, dass sich alle HPC-Lösungen mehr oder weniger gleichen und dass für die verschiedenen technischen Simulationsprodukte in etwa die gleiche Skalierbarkeit gilt. Dies entspricht jedoch nicht den Tatsachen. Für jede Softwareversion sind umfangreiche und nachhaltige HPC-Softwareentwicklungen erforderlich, so dass die parallele Performance, das heißt: parallele Skalierbarkeit, Robustheit und Konvergenzrate, ein Alleinstellungsmerkmal bleibt.

Mythos Nr. 6: HPC-Software und -Hardware sind relativ teuer

Während die Kosten für HPC-Hardware aufgrund sinkender Fertigungskosten eines Massenmarktes zurückgegangen sind, gelten die Kostenvorteile dieses Massenmarktes nicht für technische Simulationssoftware. Stattdessen erfordert besonders HPC hohe Investitionen in die Softwareentwicklung. Diese entstehen durch die Notwendigkeit, mit der sich ständig verändernden Computing-Landschaft Schritt zu halten – neue Prozessoren, Beschleuniger, Compiler und Interconnect-Technologien.

Der Schlüssel liegt letztlich darin, dass die Kosten von HPC der Wertschöpfung angepasst werden – und HPC bietet die größtmögliche Kapitalrendite.

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