Schnellzugriff für die internationale Hilfsorganisation Schweizerisches Rotes Kreuz nutzt Load Balancing

Redakteur: Ulrich Roderer

Das Schweizerische Rote Kreuz betreibt zwei Rechenzentren, in denen stündlich Zehntausende von Transaktionen abgewickelt werden. Es liegt in der Natur der Sache, dass bei einer Hilfsorganisation hinter den eingehenden Anfragen und Algorithmen oft genug drängende menschliche Schicksale stehen. Und ein immenser logistischer Aufwand.

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Das Schweizerische Rote Kreuz betreibt zwei Rechenzentren, in denen stündlich zehntausende von Transaktionen abgewickelt werden.
Das Schweizerische Rote Kreuz betreibt zwei Rechenzentren, in denen stündlich zehntausende von Transaktionen abgewickelt werden.
(Bild: SRK)

„Der Fokus beim Schweizerischen Roten Kreuz liegt auf sehr unterschiedlichen Hilfsaufgaben regional und weltweit. Zum einen müssen wir wie jedes derart verzweigte Unternehmen einen hohen logistischen Aufwand betreiben zum anderen müssen wir unsere Ressourcen besonders gezielt einsetzen. Das gilt 1:1 für unsere IT-Services“, sagt Benno Stucki, CIO ICT Services beim SRK.

Lasten klug verteilt

Deshalb plant das Rote Kreuz, die Lasten intelligent auf mehrere Microsoft Exchange- und Sharepoint Server an beiden Standorten zu verteilen sowie die beiden Web-Schnittstellen für den Citrix-Zugang auf eine bereits bestehende Terminal-Server-Farm einzubinden. Benno Stucki und der CTO ICT Services, Gilbert Talos, gehen dazu gemeinsam verschiedene Lösungsalternativen für die internen und externen TCP/IP-basierten Netzwerkanwendungen durch. Darunter auch eine Citrix-Lösung, da das SRK schon einige Komponenten des Herstellers einsetzt. Das entscheidende Kriterium: eine wirtschaftliche Lösung finden und gleichzeitig die Potenziale zu nutzen, die Load Balancer der zweiten und dritten Generation mitbringen.

Erschwingliches Load Balancing

Die Anforderungen einer NGO, also einer Nicht-Regierungsorganisation, sind prinzipiell die gleichen wie bei einem Großunternehmen. Vor nicht allzu langer Zeit waren die Kosten selbst für vergleichsweise einfache Load Balancing-Techniken noch immens. Heute sind Application Delivery Controller und intelligente Load Balancer nicht nur erschwinglich, sondern bieten auch fertig konfigurierte Infrastrukturen. Dazu gehören Funktionen wie eine Lastverteilung von Layer 4 bis Layer 7, SSL, Web-Caching und Komprimierung, welche die Server zusätzlich entlasten.

Das SRK hat sich letztlich für die "Load Master LM-2200" Appliances von Kemp Technologies als Hochverfügbarkeitslösung für Microsoft Exchange entschieden. Mit Hilfe von verschiedenen Algorithmen verteilt der LoadMaster die Anfragen jeweils auf die Server mit der größten verfügbaren Leistung. Dies passiert auf Basis der aktuellen Antwortzeit oder mit Hilfe von kombinierten Server-Parametern wie der aktuellen CPU- und Speicherauslastung.

Da der Load Balancer die SSL-Beschleunigung direkt integriert, entlastet er gleichzeitig die angebundenen Server vom SSL (Secure Socket Layers)-Verbindungsaufbau und der Ver- und Entschlüsselung. „Die einzelnen Server sind dadurch leistungsfähiger für ihre eigentlichen Aufgaben, während der Administrator viel weniger Zeit braucht, um die SSL-Zertifikate zu verwalten“, so Thomas Wiesmann vom Beratungspartner smart outcome GmbH.

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