Benchmark gut, alles gut Schneller und energieschonender - die jüngsten Primergy-Modelle

Redakteur: Ulrike Ostler

Über 80 Prozent der IT-Kosten im Rechenzentrum entfallen auf den Infrastrukturbetrieb und die Einführung neuer Produkte. Die jüngsten „Primergy“-Server von Fujitsu, sollen – Energie-effizienter und schneller denn je, ausgestattet mit einem großen Portfolio an Services und Tools – helfen, diesen Aufwand zu reduzieren.

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Das weltweite in Computernetzen transportierte Datenvolumen wird sich bis 2016 auf 1,3 Zettabyte Daten vervierfachen. Das Fujitsu-Werk in Augsburg produziert Server, die damit, der Komplexität von IT, einem hohen Grad an Zentralisierung, weniger Energiezufuhr und Kühlung fertig werden sollen.
Das weltweite in Computernetzen transportierte Datenvolumen wird sich bis 2016 auf 1,3 Zettabyte Daten vervierfachen. Das Fujitsu-Werk in Augsburg produziert Server, die damit, der Komplexität von IT, einem hohen Grad an Zentralisierung, weniger Energiezufuhr und Kühlung fertig werden sollen.
(Bild: Fujitsu)

Server sollen helfen, Projektlaufzeiten zu verkürzen und die Verfügbarkeit von Anwendungen und Services zu erhöhen? Zunächst einmal stellen die jetzt eingeführten Primergy-Server nach Herstellerangaben und Benchmark-Tests in den Bereichen Anwendungs-Performance und Energie-Effizienz vier neue Weltrekorde und Best-in-class auf.

Damit setzen sie eine lange Reihe von Fujitsu Server-Systemen mit Bestleistungen fort. Die neuen Bestmarken, die den Benchmark-Ergebnissen der „Standard Performance Evaluation Corporation“ entsprechen, die am 10. September 2013 veröffentlicht wurden, hat Fujitsu in den folgenden Bereichen erzielt:

Daumenschrauben für die Energieverschwendung

Somit bietet die jüngste Generation eine Leistungsverbesserung von bis zu 50 Prozent pro Watt – und das sogar im Vergleich zu den Rekordhaltern der Vorgängergeneration. Somit ermöglichten die neuen Maschinen laut Fujitsu einen schnellen Return-on-Investment (RoI) und seien bereits heute für eine Vielzahl von künftigen Systemanforderungen gewappnet.

Auch wenn das Hauptaugenmerk bei den Unternehmen auf dem Thema Kostenkontrolle liegt, steigen die Energiekosten im Rechenzentrum weiter. Dem Gartner-Bericht „Hype Cycle for Data Center Power and Cooling Technologies“ , von Mike Chuba und Jay Pultz vom Juli dieses Jahres zufolge stoßen viele Rechenzentren bei ihren Strom- und Kühlkapazitäten zunehmend an ihre Grenzen, müssen aber gleichzeitig ihre Rechenkapazitäten erhöhen. Damit einher gehe die Notwendigkeit, den prozentualen Stromanteil, der für die Kühlung aufzuwenden ist – etwa 50 Prozent des gesamten Stromverbrauchs im Rechenzentrum – weiter zu reduzieren.

Hart im Nehmen

„Unternehmen stecken dadurch in einer Zwangslage: Einerseits müssen sie ihre Rechenzentrumsinfrastruktur dringend erweitern, andererseits müssen sie hohe Kapitalkosten verhindern, die mit der Erweiterung oder dem Neubau eines Rechenzentrums verbunden wären. Deshalb benötigen sie neue Technologien, die die Effizienz der Stromversorgung und Kühlung deutlich verbessern“, heißt es in dem Report.

Primergy-Modelle sind nachweislich Energie-effizient und lassen von ASHARE-empfohlene Temperaturen im Rechenzentrum zu.
Primergy-Modelle sind nachweislich Energie-effizient und lassen von ASHARE-empfohlene Temperaturen im Rechenzentrum zu.
(Bild: Fujitsu)
In den Primergy-Servern steckt nun das „Fujitsu Cool-safe Advanced Thermal Design“, nach Herstellerangaben „eine Verbesserug des bewährten Cool-safe-Konzepts. Dieses sorgte dafür, dass ausgewählte Rack-Server auch bei einer höheren Umgebungstemperatur betrieben werden können. Außerdem sorgen die neuen Netzteile mit 80Plus Titanium (96 Prozent) für mehr Energie-Effizienz.

Bereits jetzt können Primergy-Systeme bei Zulufttemperaturen von 35 Grad Celsius arbeiten. Die jüngsten Modelle allerdings kommen mit Umgebungstemperaturen von bis zu 40 Grad Celsius zurecht.

Das sorgt für Einsparungen: Fujitsu schätzt, dass jedes zusätzliche Grad in Bezug auf die Server-Umgebungstemperatur zu etwa fünf bis sechs Prozent an Einsparungen bei den Energiekosten für die Rechenzentrumsklimatisierung beiträgt.

Die Performance steigt

Trotz eines höheren Effizienzgrades können die Zwei-Sockel-Primergy-Modelle die Anwendungs-Performance steigern, und zwar aufgrund der optimierten Interaktion zwischen Speicher, Server sowie In- und Output-Operationen (I/O). Darüber hinaus arbeiten sie mit Prozessoren der neuen Intel-Prozessor-Familie „Xeon E5-2600 v2“.

Übersicht über die neuen Primergy-Modelle von Fujitsu.
Übersicht über die neuen Primergy-Modelle von Fujitsu.
(Bild: Fujitsu)
Die interne Überprüfung erfolgte mit Hilfe von "LINPACK": Der Server „RX350 S7“ mit E5-2690 erreicht hier 363 GFLOPS. Das Modell „RX350 S8“ mit Intel Xeon Prozessor E5-2690 v2 indes erreicht 546 GFLOPS.

  • Dazu kommt ein 22-Nanometer-Fertigungsprozess, bis zu zwölf Kerne je Sockel und ein größerer Cache-Speicher (30 Megabyte LLC).
  • Der Hauptspeicher kann auf bis zu 1536 Gigabyte erweitert werden. Ebenso können höhere Geschwindigkeiten (bis zu 1.866 Megahertz) erreicht werden. Dadurch lassen sich Anforderungen von Anwendungen, die mit In-Memory-Technik arbeiten, wie SAP HANA, leichter erfüllen.
  • 12 Gb/s Solid State Drives und 12 Gb/s RAID Controller mit einem Cache von 2 GB sorgen für einen Performance-Schub bei Datenbanken und Business Intelligence.

Co-Prozessoren beschleunigen weiter

Die Grafik-Prozessoren von Nvidia und die Phi-Co-Prozessoren von Intel erweiteren den Einsatzbereich von Primergy-Servern.
Die Grafik-Prozessoren von Nvidia und die Phi-Co-Prozessoren von Intel erweiteren den Einsatzbereich von Primergy-Servern.
(Bild: Nvidia)
Insbesondere für den Einsatz in High-Performance Computing-Umgebungen werden zwei neue Arten von Beschleunigern verfügbar sein: die General Purpose Graphical Processor Units (GPGPU) von Nvidia „Tesla K“-Serie (K20, K20X) und die Intel- Co-Prozessoren der Serie „Xeon Phi 5100/7100“, Diese Erweiterungen ermöglichen insbesondere Leistungssteigerungen in seismischen Berechnungen, Simulationen in der Biochemie, Wetter- und Klimavorhersagen, Signalverarbeitung, Finanzberechnungen, Computer-unterstütztes Engineering, Strömungsberechnungen (Computational Fluid Dynamics) und Datenanalysen). Sie sind überdies komplett mit der Fujitsu Software HPCCluster Suite integriert, die über HPC Gateway Application-Workflows benutzt werden kann.

Das Management

Heutige IT-Infrastrukturen erfordern aufeinander abgestimmte Pakete aus Server-, Storage- und Netzwerkleistung, sagt Fujitsu.
Heutige IT-Infrastrukturen erfordern aufeinander abgestimmte Pakete aus Server-, Storage- und Netzwerkleistung, sagt Fujitsu.
(Bild: Fujitsu)
Doch zur Ausstattung gehört heutzutage auch eine holistisches Server Lifecycle Management. Denn die Primergy-Server sollen, so der Hersteller, insgesamt für einen effizienteren Betrieb der Informations- und Kommunikationtechnologie sorgen.

Unter anderem verwaltet die Suite „Server View“, die den Intel Node Manager unterstützt, virtuelle und physikalische Server, optimiert den Energieverbrauch und sorgt so letzten Endes für den schnellen Einsatz der Server. So zeigen Befragungen von Fujitsu-Kunden, dass die Anwendung von „Fujitsu Server View“ in virtualiserten und realen Server-Installationen zu Einsparungen in Höhe von bis zu 55 Prozent bei den laufenden Kosten führt. Das wiederum erlaubt den Unternehmen die kostbaren IT-Ressourcen für andere, wertschöpfende Aufgaben einzusetzen.

Zu den weiteren „Produktivitäts-Tools“ gehört etwa ein vereinfachtes Remote-Management. Die Verbesserung wird mithilfe eines neuen CIM-konformen, integrierten Remote Management Controller (iRMC S4) erreicht. der iRMC S4-Controller basiert auf dem Vorgänger iRMC S3 und bietet aber zusätzliche Funktionalitäten wie HDD und RAID-Monitoring, Video Capturing und virtuelle Media-Unterstützung für zahlreiche CD/DVD, HDD oder FDD Images oder physikalische Laufwerke.

Untertsützung per Service

Fujitsu unterzieht seine Primergy-Server einem Belastungstest mit 5.000 Boot-Zyklen.
Fujitsu unterzieht seine Primergy-Server einem Belastungstest mit 5.000 Boot-Zyklen.
(Bild: Fujitsu)
Zu dem Fujitsu-Ökosystem gehören neben Server und Tools auch Beratungsleistungen, Logistikunterstützung, Software Pre-Deployment, Anpassung der Hardware auf die Kundenbedürfnisse. Diese können dazu führen, dass die Roll-out-Kosten in der Implementierungsphase um bis zu 45 Prozent sinken.

Bis zu 35 Prozent an Kosteneinsparungen können über eine Server-Administration dank Managed Services erreicht werden.

Verfügbarkeit

Die jüngsten Primergy-Server sind über Fujitsu und die Fujitsu-Vertriebspartner ab Oktober 2013 erhältlich. In diese Generation gehören „TX“-Tower-Server für den Betrieb in Unternehmensniederlassungen, „RX“- Rack-Server, „BX“-Blade-Systeme, sowie „CX“-Cloud-Server für den Aufbau von Rechenzentrumsinfrastrukturen, die mehr Rechenleistung auf weniger Platz bieten.

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