Die verschiedenen Plattform-Optionen in der Cloud

Schlüsselfaktoren bei der Cloud-Auswahl

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Option 1: Die öffentliche Cloud

Die großen Akteure hier sind AWS und RackSpace, aber es gibt noch andere Mitbewerber wie DigitalOcean und Linode. Sie weisen die niedrigste Eintrittsbarriere auf (man benötigt lediglich Netzzugang und eine Kreditkarte), bieten aber auch die geringste Kontrolle und die größten Kostensteigerungen, sobald hochskaliert wird.

Die Preisgestaltung der öffentlichen Cloud entspricht der eines Dienstprogrammes, das die Möglichkeit bietet, nach Bedarf hoch bzw. herunter zu skalieren. Sie eignet sich gut für die Bearbeitung eines hochelastischen Bedarfs, aber es ist wichtig, darauf zu achten, was man alles hochgeladen hat. Bei einer öffentlichen Cloud bekommt man eingeschränkten Zugriff auf die zugrundeliegende Hardware und keine Sichtbarkeit auf das, was sich unter der Cloud verbirgt – allerdings erhält man etwas Flexibilität bei der Konfiguration und der zeitnahen Einführung des Dienstes, ohne dass wirkliche Fachleute eingespannt werden müssen.

Im Allgemeinen werden Unternehmen jedoch eine relativ niedrige Leistung vorfinden und eine Cloud mit höherer Leistung ist mit erheblich höheren Kosten verbunden. Man muss auch davon ausgehen, dass im Gegenzug dafür, dass man nicht an einen Vertrag gebunden sind, im Minutentakt abgerechnet wird. Viele Provider bieten Rabatte bei irgendeiner Art von Bindung, aber dann geben Anwender die Möglichkeit auf, Ressourcen abzustoßen, wenn sie diese nicht mehr brauchen. Darüber hinaus ist der Übergang von einem Cloud-Dienstanbieter zu einer eigenen Cloud mit einem höheren Mehrkostenaufwand verbunden, als der Aufbau einer eigenen Cloud von Beginn an gekostet hätte.

Option 2: Hosted Private Cloud (HPC)

Auf diesem Gebiet gibt es viele bekannte Anbieter, die Optionen von kompletten schlüsselfertigen Umgebungen bis zu kundenspezifischen Ansätzen bieten. Sie stellen die Hardware auf kurzfristiger Mietbasis zur Verfügung und stellen die Verwaltung dieser Hardware in Rechnung. Unternehmen wie RackSpace arbeiten bei der Gestaltung der Umgebung mit dem Interessenten zusammen und bieten Unterstützung bei der Einführung - die bis zu sechs Wochen dauern könnte. Man benötigt mäßiges bis extremes Knowhow und die eigenen durchschnittlichen Nachwuchs-Systemadministratoren werden mit der Nutzung eines solchen Dienstes überfordert sein.

Die Kontrollebenen variieren von hoch bis minimal, je nachdem, wie viel man von der Plattform verwaltet und einsetzt. Der Grad der Bindung variiert ebenso, aber je länger man sich bindet, desto wahrscheinlicher ist es, dass eine alternative Plattform Sinn macht. HPC ist für elastischen Bedarf und das Hochskalieren innerhalb von sechs Wochen nicht besonders geeignet - und im Allgemeinen gibt es keine „Scale-Down“-Option.

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