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Kommentar von Yann Spydevold, Atos SAP HANA – Full-Service-Paket für Mittelständler

| Autor / Redakteur: Yann Spydevold / Nico Litzel

Die schnelle Analyse von Daten wird im internationalen Wettbewerb immer wichtiger, um Trends frühzeitig zu erkennen und schnelle Entscheidungen zu fällen. Zusammen mit Serverplattformen wie „Bullion“ verarbeitet die In-Memory-Plattform „SAP HANA“ riesige Datenmengen innerhalb kürzester Zeit und ermöglicht Analysen in Echtzeit. Skalierbare Full-Service-Pakete machen HANA auch für den Mittelstand interessant.

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Der Autor: Yann Spydevold ist Head of Business Development, Big Data bei Atos
Der Autor: Yann Spydevold ist Head of Business Development, Big Data bei Atos
(Bild: Atos )

Das Datenvolumen wächst durch Innovationssprünge wie Cloud, Mobility und dem Internet of Things (IoT) in allen Branchen rasant. Prognosen des Analystenhauses IDC zufolge wird das digitale Universum durch das IoT bis 2020 auf über 50.000 Exabyte anwachsen. Das sind rein rechnerisch über 5.200 Gigabyte pro Erdbewohner.

Big Data ist längst auch im Mittelstand angekommen, wird zur Grundlage neuer Geschäftsprozesse und treibt die digitale Transformation voran. Um ihre Marktposition zu festigen oder auszubauen, benötigen Unternehmen – möglichst in Echtzeit – detaillierte Informationen, Analysen auch komplexer Daten und eine bessere und individuellere Pflege ihrer Kundenbeziehungen.

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Das gilt für den Bankenbereich mit seinen zahlreichen Produkten und schier unendlichen Massen an zeitkritischen Handelsdaten ebenso wie für Energie-, Logistik- oder Produktionsunternehmen. Im Handel werden etwa aus Kassensystemen und dem Online-Handel enorme Datenmengen generiert, die für die Entwicklung eines Unternehmens entscheidend sind.

Ein noch junger Markt ist der Bereich Smart Home, wo HANA beispielsweise bei der Abrechnung über Smart Metering sehr differenzierte Abbildungsoptionen, wie eine flexible Vor- und Nachkalkulation von Tarifen anhand von Hochrechnungen, dynamische Wartungsplanung, tagesaktuelle Verbrauchswerte oder eine flexible Anpassung der Tarif- und Vertragsdaten bereitstellt.

Business One – das schlanke ERP-System auf HANA-Basis

Der Markt verlangt eine hohe Anpassungsfähigkeit. Nicht immer eignet sich die bestehende Unternehmensinfrastruktur dafür. Oft ist die Hardware nicht mehr auf dem aktuellen Stand und ein Geflecht unterschiedlicher Systeme und Softwarelösungen, die nicht miteinander kompatibel sind, erschweren Abfragen und Auswertungen.

Vor allem im Datenbankbereich haben sich in den einzelnen Geschäftsbereichen einige Datensilos etabliert. In den meisten Fällen liegen deswegen Informationen und Daten redundant vor – aber in verschiedenen Versionen und unterschiedlichen Zuständen. Das erschwert naturgemäß Auswertungen, die dann zu nicht immer verlässlichen Ergebnissen führen. Damit bremsen sich Unternehmen selbst aus. Kundenwünsche werden nicht schnell genug erkannt und die geforderten Produkte oder Dienstleistungen zu spät bereitgestellt.

Wesentlich schnellerer Zugriff

Die In-Memory-Plattform SAP HANA verarbeitet riesige Datenmengen innerhalb kürzester Zeit. Im Gegensatz zu herkömmlichen Datenbanklösungen hält das System die Daten für Business Intelligence und Business Analytics komplett im Arbeitsspeicher, auf den wesentlich schneller zugegriffen werden kann. Dadurch lassen sich Daten bis zu 100.000-mal schneller bereitstellen. Durch diese Methodik werden Informationen in Echtzeit verfügbar und Analysen, Geschäftsprozesse und Prognosen wesentlich beschleunigt.

Das ERP-System „Business One“ wurde als erstes komplett für den Betrieb auf der HANA-Plattform konzipiert. Die Einsteigerlösung deckt dabei alle Anforderungen mittelständischer Unternehmen ab. Da die SAP-HANA-Infrastruktur auch als Cloud-Service angeboten wird, bleibt sie hoch skalierbar. Sie dient damit als strategische Plattform, auf der sich unternehmens- und branchenübergreifende Wertschöpfungsketten errichten lassen, mit denen Unternehmen ihre Niederlassungen und Partner schnell und flexibel einbinden können.

Business One eignet sich besonders für Unternehmen, die ein leicht zu bedienendes, übersichtliches System suchen, das auf einer modernen Plattform läuft. Die Abläufe und das Datenbankdesign sind vollständig auf HANA ausgerichtet. Das beschleunigt die Bearbeitung und Bereitstellung der Informationen, selbst wenn größere Datenmengen zusammengeführt und verarbeitet werden müssen. Anders als in herkömmlichen ERP-Lösungen sind die Prozesse in Business One deutlich schlanker, weshalb der Aufbau von entsprechendem Know-how für die Anwender einfacher wird.

Skalierbarkeit garantiert günstigen Einstieg

Für ihren HANA-Einsatz erhalten mittelständische Unternehmen tatkräftige Unterstützung durch spezialisierte Dienstleister. Anstatt die Big-Data-Herausforderungen mit einem Flickenteppich an Einzellösungen anzugehen, empfiehlt es sich, ein Gesamtsystem aus einer Hand zu nutzen. SAP-Partner Atos beispielsweise bietet ein Full-Service-Paket, das aus SAP HANA als Appliance, Business One sowie den zertifizierten Bullion-Servern als Hardware-Basis besteht. Im Vorfeld einer Implementierung der sogenannten „Bullion HANA Appliance“ berät der Dienstleister Unternehmen umfassend, damit die Lösung alle Anforderungen passgenau abdeckt.

Insbesondere die IT-Abteilungen in mittelständischen Betrieben haben oft nicht genügend Personal oder die richtigen Experten, um alle Aspekte der digitalen Transformation im Blick zu behalten. Die Bullion HANA Appliance bietet sich als Alternative an, da sich das System und dessen Betrieb komplett auslagern lassen. Eigene Ressourcen müssen nicht zwangsläufig aufgebaut werden. Dadurch wird HANA auch für mittelständische Unternehmen zu einer erschwinglichen Plattform.

Das Lösungspaket aus Business One und Bullion erlaubt einen günstigen Basiseinstieg und kann bei Bedarf skaliert werden. So lässt sich die Lösung zunächst in Teilbereichen einführen, um zu testen, ob HANA den Anforderungen des Unternehmens entspricht und die Erwartungen erfüllt. Selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, halten sich mögliche Investitionen in überschaubaren Grenzen – im Gegensatz zu Lösungen mit großen Serverplattformen.

Das bietet einen kostengünstigen Einstieg in SAP HANA und gleichzeitig ausreichende Optionen für ein späteres Wachstum. Die In-Memory-Applikation benötigt extrem viel Hauptspeicher und somit eine starke Rechner-Plattform. Die Bullion-Server gehören zu den wenigen, die bis zu 24 Terabyte Hauptspeicher unterstützen. In deren Entwicklung sind viele Mechanismen aus der Mainframe- und Unix-Welt eingeflossen, wodurch die Systeme hochverfügbar sind und eine sehr hohe Performance bieten. Sie sind auf eine hohe Auslastung ausgerichtet, was sie für den Einsatz mit kritischen Applikationen prädestiniert. Das wirkt sich auch positiv auf die Kosten aus, denn eine gute Auslastung der Systemressourcen reduziert die Zahl der benötigten Server und damit der Infrastrukturkomponenten.

Nächste Station: Bullion HANA Appliance in der Cloud

Die digitale Transformation ist im vollen Gange und die nächste Generation Entscheider wächst bereits mit einer IT-Umgebung auf, die schnell, flexibel und offen für eine Vielzahl unterschiedlicher Lösungen ist. Informationen stehen rund um die Uhr auf jedem Gerät zur Verfügung. Technologien wie die Bullion HANA Appliance, bieten die Möglichkeit, heute bereits die dafür notwendigen Lösungen zu kreieren und anzubieten.

Flexibilität wird in Zukunft eine entscheidende Rolle spielen. Anbieter müssen sich von dem Gedanken verabschieden, dass ein Kunde ein ERP-System für die nächsten 30 Jahre kauft und betreiben wird. Stattdessen wird er nur noch einzelne Komponenten erwerben und sie an seine individuellen Bedürfnisse anpassen.

Ein wesentlicher Treiber für diese Entwicklung sind eher die Fachbereiche und weniger die IT-Abteilungen. Die von den Anwendern geforderte Flexibilität erzielen Unternehmen dadurch, dass solche Lösungen in die Cloud verlagert werden. Damit ist sichergestellt, dass auf Business One und HANA basierende Anwendungen auf jedem beliebigen Endgerät einfach abgerufen und bedient werden können. Das unterstreicht, dass die Entwicklung zu flexiblen Anwendungen, die sich am Bedarf der Kunden orientieren, nachhaltig unterstützt werden muss.

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