Video-optimiertes KVM

Ruckelfrei mit dem G&D-Kompressionsverfahren

| Redakteur: Ulrike Ostler

G&D vertraut auf das eigene Kompressionsverfahren für Video-Übertragungen.
G&D vertraut auf das eigene Kompressionsverfahren für Video-Übertragungen. (Bild: © pro motion pic - Fotolia)

Nahezu in jeder IT-Umgebung gibt es die Devices für Keyboard-Video-Mouse, KVM. Die Guntermann & Drunck GmbH (G&D) legt jetzt das Augenmerk auf das „V“ für Video und bietet ein eigenes Kompressionsverfahren an, für ruckelfreie Übertragungen.

Video ist die sichtbarste der KVM-Komponenten bei der Übertragung und Umschaltung. Mit dem Fortschritt von analogen zu digitalen Bildsignalen sind große Herausforderungen auf KVM zugekommen: Hohe Bildauflösungen bedingen hohes Datenaufkommen. Dabei sind die Bandbreiten der Kabelinfrastruktur gerade bei CAT-Kabeln enorm begrenzt. Ohne Kompression ist eine Übertragung unmöglich. G&D vertraut dabei auf die eigene Kompressiontechnik – zum Wohle seiner Kunden.

Warum spielt das „V“ im KVM die Hauptrolle?

Das Hauptaugenmerk beim Einsatz von KVM-Technik liegt auf der „kritischen“ Komponente, dem Video. Mit ihr steht und fällt die KVM-Übertragung, denn hohe Auflösungen sowie klare, ruckel- und verlustfreie Bilder sind ein Muss. Faszinierend hohe Auflösungen bringen allerdings auch große Herausforderungen mit sich. Zweifelsfrei zählt das hohe Datenaufkommen der 4K-Auflösung mit mehr als 10 Gigabit pro Sekunde hierzu, was wiederum enorme Ansprüche an die Kabelinfrastruktur stellt.

Keyboard- und Mouse-Signale sind hinsichtlich des Datenaufkommens zu vernachlässigen, selbst wenn sie zwei Drittel des Begriffs KVM für sich in Anspruch nehmen. Das liegt daran, dass die Übertragung dieser beiden Signale sehr stabil und störungsunempfindlich zu lösen ist. Sie benötigen nur eine äußerst geringe Bandbreite im „Übertragungscocktail“ der Signale.

Der Einbau von KVM-Matrix Control-Center-Digital
Der Einbau von KVM-Matrix Control-Center-Digital (Bild: G&D)

KVM plus Kompression aus einer Hand

Obwohl die Guntermann & Drunck GmbH in der Vergangenheit von externen Entwicklungsinstituten hinsichtlich einer Kompressionsentwicklung angesprochen wurde, entschied sie sich, eigene Kompressionsalgorithmen zu entwickeln, um sowohl ihre Unabhängigkeit als auch die Schnelligkeit in der eigenen Hand zu behalten. G&D hat eine externe Kompressionsentwicklung abgelehnt, da das Unternehmen diese als originären Part der Entwicklungsarbeit beurteilt. G&D betrachtet es nach eigenen Angaben „als Verpflichtung gegenüber seinen Kunden“, bei marktseitigen Veränderungen hinsichtlich Grafikkarten und Monitoren die bestmögliche Bildqualität zu liefern – auch wenn das bedeutet, Mannjahre an Entwicklungszeit zu investieren.

Stichwort Bandbreite

Die Bandbreite der KVM-Matrixsysteme muss aus Kostengründen auf niedrigem Level gehalten werden – auch bei hohen Bildauflösungen. Durch die begrenzte Bandbreite bei CAT-Übertragung bleibt nur, das Video-Signal zu komprimieren, um das hohe Datenaufkommen in den Griff zu bekommen und gleichzeitig ein sehr gutes Bildqualitätsniveau zu garantieren.

Nur mit einer entsprechenden Kompression wird das Übertragen hochauflösender Bildinhalte möglich. Die G&D-eigene Kompressionslogik basiert daher auf einem mehrstufigen Verfahren bei dennoch voller Bildschärfe und Farbtiefe von 24 Bit.

Komprimiert oder nicht?

Bei G&D muss sich der Kunde nicht zwangsläufig für eine einzige Lösung entscheiden. Der deutsche Hersteller bietet sowohl KVM-Lösungen, die das Video zur Übertragung komprimieren und somit kostengünstige Kabelinfrastrukturen unterstützen als auch Extendervarianten, die die volle Bandbreite abdecken, um Video-Auflösungen bis 4K „unangetastet“ zu übertragen.

Der 4K-KVM-Extender DL-Vision von der Guntermann & Drunck GmbH
Der 4K-KVM-Extender DL-Vision von der Guntermann & Drunck GmbH (Bild: G&D)

Das „DL-Vision“-System beispielsweise überträgt die volle Bandbreite unkomprimiert über zwei Faserpaare, verlustfrei bei 24 Bit Farbtiefe sogar über mehrere Kilometer Distanz – Voraussetzung, Lichtwelle steht zur Verfügung, das leistungsfähigere Kabelmedium bei der Übertragung digitaler Video-Informationen.

Für die Zukunft

KVM passt sich an. Kommt es zu Veränderungen in einer Kundeninstallation oder wandelt sich das Angebot im Bereich der Grafikkarten (Ausgangssignal) oder Bildschirme (Eingangssignal), ist G&D in der Lage, ohne Einbezug eines externen Dienstleisters schnell und umsichtig zu handeln. Erfahrungsgemäß gelingt eine interne Entwicklung zügiger als die in Zusammenarbeit mit Dritten. Zudem kann so die zukünftige Generation von KVM-Komponenten wesentliche Vorteile beim Zusammenspiel von Hard- und Software hervorbringen. In solch einem abgerundeten System profitieren Kunden von G&D-Standards, wie

  • einem Plus an Bildqualität
  • On-Screen-Display
  • schnellen Umschaltzeiten durch speziell harmonisierte Matrixendgeräte – auch bei unterschiedlichen Video-Formaten auf der Ein- und Ausgangsseite
  • Cross-Display-Switching zum Umschalten durch Mouse-Bewegung
  • positive Hand-Auge-Koordination
  • die im Broadcast wichtige Lippensynchronität.

In vielerlei Hinsicht ist die eigene Kompression der Schlüssel zu bestehenden und zukünftigen KVM-Produkten, denn eine eigene Kompression bedeutet für G&D-Kunden auch ein Stück weit Investitionsschutz; einerseits in der Pflege bereits existierender Installationen, andererseits in Bezug auf die Kompatibilität zukünftiger Investitionen.

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