Rennen um die Marktanteile bei der Desktop-Virtualisierung geht in die heiße Phase

Rollenwechsel für Citrix bei der Client-Virtualisierung

08.01.2010 | Redakteur: Regina Böckle

Citrix XenDesktop 4 verspricht jedem User den passenden Client.
Citrix XenDesktop 4 verspricht jedem User den passenden Client.

Das XenApp-Kapital

Im Ringen um die Marktanteile führt Citrix vor allem seine breite Kundenbasis im Bereich Applikations-Virtualisierung (XenApp, früher Presentation Server) ins Feld – ein Markt, den das Unternehmen seit mehr als 20 Jahren intensiv beackert. Rund 32.000 Kunden allein in der DACH-Region haben derzeit XenApp im Einsatz – ein beachtliches Startkapital, das Citrix in die Waagschale werfen kann, um von hier ausgehend die Mitte November gelaunchte XenDesktop-Version 4 zu vermarkten.

Auch umgekehrt wird ein Schuh draus: Denn XenApp hatte in all den Jahren mit einer besonderen Hürde zu kämpfen: Nicht alle Applikationen ließen sich nämlich über XenApp zentral bereitstellen. XenDesktop hat diese Barriere aus dem Weg geräumt.

Trade-Up-Programm

Hinzu kommt das Trade-Up-Programm, mit dem Anwender ihre XenApp-, Presentation-Server- oder MetaFrame-XP-Umgebung (Enterprise- und Platinum-Edition) preisgünstig zu einer vollen XenDestkop-Lösung aufrüsten können. Das Programm läuft noch bis zum 30. Juni 2010.

Schulterschluss mit Microsoft

Die Beziehung von Citrix und Microsoft war und ist eine besondere, aus der Citrix durchaus Kapital schlagen könnte. Bereits seit 20 Jahren arbeiten beide Unternehmen zusammen. Familiär ist das Verhältnis, und damit wie in den besten Familien üblich, nie nur ganz harmonisch.

Denn bei allem Charme dieser Verbindung bleiben beide Partner in einigen Segmenten harte Konkurrenten. Bei der Virtualisierung sind die Grenzen mittlerweile jedoch klar abgesteckt: XenServer soll bevorzugt in Umgebungen mit gemischten Betriebssystemen und High-Performance-Anforderungen Einsatz finden, während sich Hyper-V für Umgebungen mit überwiegendem Windows-Anteil empfiehlt.

Auch in puncto Management arbeiten beide Hersteller eng zusammen: So brachte Citrix im April 2009 die Produktfamilie Citrix Essentials auf den Markt, mit der sich die Server-Virtualisierungs-Plattform XenServer ebenso managen lässt wie Microsofts Windows Server 2008 Hyper-V.

Umgekehrt unterstützt Microsofts System Center Virtual Machine Manager (SCVMM) sowohl Citrix Essentials – als auch VMware. Citrix Essentials ergänzt obendrein SCVMM um viele zusätzliche Funktionen, wie beispielsweise Lab Automation, dynamische Workload-Bereitstellung, Management von Storage-Arrays sowie die Integration mit dem Citrix Workflow Studio.

Wie eng Citrix und Microsoft bei der Desktop-Virtualisierung kooperieren, und was XenDesktop 4 im Detail bietet, lesen Sie auf der nächsten Seite.

 

Highlights von XenDesktop 4 und Lizenzierung

 

Vorläufige Bilanz 2009 für die DACH-Region

 

Einsatz-Szenarien für XenDesktop 4

 

Ergänzendes Portfolio zu XenDesktop und XenServer

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