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Energie-Effizienz im Rechenzentrum durch optimierte Steuerung Rittal RiZone integriert IBM Meß- und Steuersoftware MMT

| Redakteur: Ulrich Roderer

Rittal hat jetzt in seine Management-Plattform „RiZone“ die ergänzende IBM-Software „Management and Measurement Tool“ (MMT) integriert. Damit lässt sich der Energieverbrauch eines Rechenzentrums kontrollieren und aktiv steuern. Rittal verspricht eine Senkung um mehr als zehn Prozent.

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Durch die Nutzung von IBM MMT und Rittal RiZone ließ sich der Energiebedarf im IBM-eigenen Rechenzentrum für die Kühlung von 24,1 auf 17,8 kWh senken.
Durch die Nutzung von IBM MMT und Rittal RiZone ließ sich der Energiebedarf im IBM-eigenen Rechenzentrum für die Kühlung von 24,1 auf 17,8 kWh senken.
( Archiv: Vogel Business Media )

Gemäß den Anforderungen von Applikationen optimiert Rittal RiZone in Zusammenarbeit mit IBM MMT die Zuordnung von Server- und Speichersystemen. Gleichzeitig wird die Kühlung an die Umgebungsparameter angepasst.

Bernd Hanstein, Hauptabteilungsleiter Produktmanagement System Solutions bei Rittal in Herborn sagt: „Nun steht erstmals eine umfassende Energie-Management-Lösung für alle Bereiche eines Rechenzentrums zur Verfügung.“ Denne bereits seit 2009 biete das hessische Unternehmen mit der Rittal Monitoring-Lösung „CMC“ und „IBM Systems Director Active Energy Manager“ eine Reporting-Funktion für Stromschienen und Sensorik im Rack.

Die Anbindung von Rittal RiZone an das IBM MMT ermöglicht die Anpassung der Kühlleistung. Die aktive und automatische Steuerung der Klimatisierung basiert auf Regeln und Regelkreisen. Über eine systematische Diagnose und Analyse aller Infrastruktur-Parameterwerte wie Temperatur, Feuchtigkeit oder CPU-Auslastung erfolgt die energieeffiziente Anordnung der dynamischen IT-Infrastruktur im laufenden Betrieb.

Niedriger Energieverbrauch

Nicht selten sind Rechenzentren für die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs eines Unternehmens verantwortlich. Von diesem Anteil werden wiederum im Durchschnitt 37 Prozent für die Kühlung verbraucht, so dass ein optimal angepasstes System viel Geld spart.

IBM setzt die MMT Lösung bereits weltweit bei mehr als 80 Kunden und IBM Rechenzentren ein und konnte den Energieverbrauch hier um mehr als zehn Prozent senken. Unter anderem ließen sich dadurch bislang in den IBM Rechenzentren über zwölf Millionen kWh einsparen und mehr als 150 Klimaanlageneinheiten abschalten.

Vor Einführung der um RiZone erweiterten Lösung hat IBM in einem Teil des eigenen Data Centers - mit 84 Servern, zwei Blade Centern, zehn TB SAN-Storage und vier Switches - das Verhalten der Systeme und die Steuerung umfassend getestet. Die Systeme waren bei konstanter Workload bis zu 70 Prozent ausgelastet.

Durch die Nutzung von IBM MMT und Rittal RiZone konnte der Energiebedarf für die Kühlung von 24,1 auf 17,8 Kilowattstunden gesenkt und anhand von Optimierungsalgorithmen der ideale Set Point für die Umgebungstemperatur von 20 Grad Celsius auf 24,63 Grad Celsius am Kühlsystem eingestellt werden. Durch diese höheren Vorlauftemperaturen ergeben sich bessere Einsparmöglichkeiten bei der Klimatisierung.

Aktive Prozessregelung

Rittal RiZone erkennt IBM MMT als SNMP-fähiges Endgerät. Während RiZone die Daten des Rechenzentrums überwacht, sorgt MMT für die Optimierung. Das Zusammenspiel beider Lösungen ermöglicht einen kompletten Blick auf die gesamte Infrastruktur und versetzt MMT in die Lage, aktiv Prozesse zu regeln und zu steuern wie die Server-Stand-by-Funktion über „IBM Systems Director Active Energy Manager“ oder die Kühlgeräte.

So können Betreiber von Rechenzentren ganzheitliche Trendanalysen und Auswertungen durchführen sowie die Auslastung ihrer Anlage aus energetischer Sicht optimieren und beispielsweise IT-Ressourcen zu noch verfügbaren Kühlkapazitäten in den verschiedenen Data Center Zonen zuordnen.

Mehr zu Rittal RiZone

Neben der Klimatisierung überwacht, regelt und verwaltet RiZone auch den Zugang, die Stromversorgung und die Sicherheit von Rechenzentren modular und skalierbar. So lässt sich die Lösung vom einzelnen Rack über ein Rechenzentrum bis zur kompletten IT eines Unternehmens einsetzen. Dabei kann es mit Management-Systemen wie IBM MMT kombiniert werden.

Mehr zu IBM MMT

MMT basiert auf Echtzeit-Sensornetzen und fasst die Daten der verschiedenen Messfühler wie Temperatur, Luftstrom, Luftdruck, Power und Korrosion zu einer Anwendung der physikalischen Analytik zusammen. Die Daten werden verwendet, um spezifische und umfassende Datenmodelle für die Analytik zu erstellen, die dann für die Optimierung eine wesentliche Grundlage darstellen. Die Integration von Software-Produkten wie Rittal RiZone ermöglicht MMT nun ein ganzheitliches Management im Data Center.

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