Suchen

CeBIT 2018 Rittal macht sich am Edge stark

| Autor: Ludger Schmitz

In der Datacenter-Halle 12 auf der CeBIT ist ein Thema stark präsent, dass räumlich gesehen nichts mit dem Rechenzentrum zu tun hat: Edge Computing. Großes Gewicht auf dieses Thema legt beispielsweise Rittal.

Firmen zum Thema

Rittal stellt sich mit einem Angebot verschieden großer und unterschiedlich konfigurierbarer Edge-Systeme auf ein Zukunftsthema der IT ein.
Rittal stellt sich mit einem Angebot verschieden großer und unterschiedlich konfigurierbarer Edge-Systeme auf ein Zukunftsthema der IT ein.
(Bild: Rittal )

In IT-Szenarien schon der nahen Zukunft wird es unverzichtbar sein, viele Daten möglichst nah an ihrem Entstehungsort zumindest zwischen zu verarbeiten. Denn nur so lassen sich die enormen Datenmengen bewältigen, zwischenspeichern, sicher und ohne Bandbreitenüberlastung an Rechenzentren übermitteln und Antwortzeiten kurz halten. Die Lösung für diese Anforderungen heißt Edge Computing.

Zusammen mit IBM ein breites Angebot aufgebaut

Auf das Thema zeigt sich Rittal auf seinem Stand in der Halle 12 der CeBIT vorbereitet. Der Anbieter präsentiert hier schlüsselfertig ausgestattete Systeme für verschiedene Anwendungsfälle. Dazu zeigt Rittal in Zusammenarbeit mit IBM das „Scalable Modular Data Center (SMDC), das mit zwei bis sechs Racks schlüsselfertig geliefert wird.

Der Rittal-Stand auf der CeBIT
Der Rittal-Stand auf der CeBIT
(Bild: Rittal )

Besonders viel Potenzial hat Edge Computing beispielsweise in der produzierenden Industrie. In ihr werden Sensoren, Roboter und andere Produktionsanlagen für gewaltigen Datenströme sorgen, von denen sich ein erheblicher Teil vorab teilweise verarbeiten lässt. Rittal zeigt dazu mehrere Anwendungsbeispiele, in denen es insbesondere auf Ausfallsicherheit in rauen Umgebungen ankommt. Andere Beispiele für Edge Computing zeigt Rittal für das Transportwesen. Logistik-Hubs, Häfen, und Flughäfen müssen große Datenmengen in möglichst kurzer Zeit bewältigen. Es kommt also darauf an, die Latenzzeiten so kurz zu halten, dass es der Echtzeitkommunikation sehr nahe kommt.

Wichtige Edge-Szenarien im Beispiel

Zunehmende bargeldlose Transaktionen, Blockchain und – trotzt Ende des Hypes – auch Kryptowährungen machen ebenfalls Edge Datacenter nahe liegend. In der Nähe von Finanzdienstleistern platziert, sorgen sie für kürzere Antwortzeiten und sichere Automatisierung der Transaktionen. Ziemlich ähnlich sind die Anforderungen im High Performance Computing in wissenschaftlichen Forschungsprojekten, die örtlich über die unmittelbare Nähe zum Rechenzentrum hinausgehen.

Ein besonderer Fall im Edge Computing ist das Gesundheitswesen, wo es in Zukunft um mehr gehen wird als die bisherige Vernetzung von Apotheken, Krankenhäusern, Versicherungen und Gesundheitsdienstleistern. Patientendaten erfordern hohe Verfügbarkeit und höchsten Schutz durch Verschlüsselung. In Operationssälen nimmt diagnostische Bildgebung zu, wofür es notwendig ist, größte Datenmengen schnell und vertraulich zu bewegen. Zu diesem Anwendungsbereich zeigt Rittal das Micro Data Center Level E.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45349022)

Über den Autor

 Ludger Schmitz

Ludger Schmitz

Freiberuflicher Journalist