Red Hat aktualisiert den 6´ er Zweig seines Enterprise Linux

RHEL 6.6 und RHEL 6 Platform Image sind verfügbar

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Ulrike Ostler

Red Hat aktualisiert den 6´ er Zweig seines Enterprise Linux auf Version 6.6 und kündigt Verfügbarkeit von RHEL 6 Platform Image an.
Red Hat aktualisiert den 6´ er Zweig seines Enterprise Linux auf Version 6.6 und kündigt Verfügbarkeit von RHEL 6 Platform Image an. (Bild: Red Hat)

Red Hat hat knapp ein Jahr nach der Version 6.5 und rund vier Jahre nach „RHEL 6.0“ den 6´ er Zweig seiner Linux-Distribution aktualisiert. Da Red Hat für Red Hat Enterprise Linux (RHEL) Support und eine Update-Versorgung für mindestens sieben Jahre (optional 10 Jahre) garantiert, pflegt das Unternehmen mit RHEL 5,6, und 7 derzeit drei Produkt-Linien parallel.

Die aktuelle Version „RHEL 7.0“ ist seit Juni dieses Jahres verfügbar. Im Vergleich zu RHEL 6.5 punktet das neue https://access.redhat.com/documentation/en-US/Red_Hat_Enterprise_Linux/6/html/6.6_Release_Notes/index.html Red Hat Enterprise Linux 6.6 mit deutlich höherer Systemperformance und verfügt über umfangreichere, bzw. vereinfachte Verwaltungsfunktionen.

Red Hat Enterprise Linux 6.6 steht ab sofort im Red Hat Network (RHN) wahlweise in Form eines DVD-ISOs oder eines Boot-ISO zur Verfügung, das ein Installieren über das Netzwerk vorsieht. Abonnenten der Vorgängerversion können einfach mit „yum“ auf RHEL 6 aktualisieren.

Kernel Patches

RHEL 6.6 verwendet erwartungsgemäß weiterhin einen von Red Hat mit aktuellen Patches versehenen Kernel 2.6.32. Dieser verfügt dank der Anpassungen von Red Hat über zahlreiche zusätzliche Features. So unterstützt die neue Version des Red-Hat-Kernels unter anderem Remote Direct Memory Access (RDMA) über Ethernet und zudem viele weitere 40-Gigabit-Ethernet-Karten.

Ferner haben die Entwickler die Sperren im Kernel verbessert. Darüber bringt Red Hat Enterprise Linux 6.6 jetzt das „Open vSwitch“-Kernel-Modul mit. Ebenfalls neu ist die Socket-Polling-Implementation im Netzwerkstack. Erwähnenswert ist auch, dass die „libhugetlbfs“ jetzt auch „IBM System Z“ unterstützt. Darüber hinaus haben die Entwickler einige Anpassungen am „Device-Mapper“ vorgenommen und für eine bessere Unterstützung von „Active Directory“ gesorgt.

Neue Pakete

Darüber hinaus haben die Entwickler zahlreiche Softwarepakete turnusmäßig aktualisiert, sowie neue Pakete hinzugefügt. So ist unter anderem das Pakte „hyperv-daemons“ hinzugekommen. Dieses enthält den Hyper-V KVP-Daemons und den bei der Vorgängerversion im Paket „hypervkvpd“ steckenden Hyper-V VSS-Daemon. RHEL 6.6 lässt sich damit problemlos als Gast unter Microsoft Hyper-V Server 2012 R2 verwenden.

Die Funktion ist allerdings in RHEL 6.6 und RHEL 7 noch als Technologievorschau eingestuft. Völlig neu ist der ebenfalls als Technologievorschau eingestufte Performance Co-Pilot (PCP), der ein Framework und Dienste zum Überwachen und Verwalten von System-Level-Performance-Einstellungen bereitstellt.

Red Hat Enterprise Linux 6 Platform Image

Ergänzend zu RHEL 6.6 stellt Red Hat registrierten Kunden ab sofort sein „Red Hat Enterprise Linux 6 Platform Image“ zur Verfügung. Mit Red Hat Enterprise Linux 6 Platform“ können Nutzer vorhandene und neue, unter Red Hat Enterprise Linux 6 laufende Applikationen, in Container verpacken und ohne Änderungen am Quellcode oder dem expliziten Portieren unter Red Hat Enterprise Linux 7, sowie im Rahmen der Kooperation mit Docker dem noch im Betastadium befindlichen Red Hat Enterprise Linux Atomic Host, einsetzen.

Die Verfügbarkeit von Red Hat Enterprise Linux 6 Platform Image stellt für Red Hat einen wichtigen Meilenstein in Bezug auf Entwicklung, Test und Integration von Applikations-Containern dar. Laut Red Hat ist es dabei völlig unerheblich ob solche Container in physischen oder virtualisierten Umgebungen beziehungsweise in privaten Clouds, Certified Public Cloud oder Open Hybid Clouds verwendet werden.

Eine detaillierte Anleitung, wie man mit Red Hat Enterprise Linux 6 erstellte Applikations-Container unter Red Hat Enterprise Linux 7 einsetzen, findet sich im im Red-Hat-Blog.

*Thomas Drilling ist tätig als freier Autor; auf DataCenter-Insider hat er seinen einen Blog: Drillings Open-Source-Eck.

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