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Community-Projekt JBoss Application Server: neuer Name gesucht Red Hat präsentiert neue Application-Server-Strategie

| Redakteur: Ulrich Roderer

Red Hat richtet seine Application-Server-Strategie neu aus auf das Zeitalter des Cloud Computing. Durch eine engere Zusammenarbeit mit 10gen will der Linux-Hersteller die NoSQL-Datenbank MongoDB in seinen Application Server integrieren.

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Red Hat plant einen möglichst einfachen Zugang zu seiner JBoss Enterprise Application Platform und sucht in einem öffentlichen Abstimmungsprozess einen neuen Namen für das Community-Projekt JBoss Application Server.
Red Hat plant einen möglichst einfachen Zugang zu seiner JBoss Enterprise Application Platform und sucht in einem öffentlichen Abstimmungsprozess einen neuen Namen für das Community-Projekt JBoss Application Server.

Red Hats neuen Application-Plattform-Strategie enthält die zentralen Komponenten Dynamic Service Fabric, Cloud Computing, NoSQL, Mobile Computing und die Möglichkeit, unterschiedlichste Programmiersprachen zu nutzen. Red Hat legt dabei besonderen Wert darauf, dass Unternehmen ihre vorhandenen Applikationen weiter verwenden können. Red Hat plant einen möglichst einfachen Zugang zu seiner JBoss Enterprise Application Platform und sucht in einem öffentlichen Abstimmungsprozess einen neuen Namen für das Community-Projekt JBoss Application Server.

Um diese Pläne optimal umsetzen zu können, lädt Red Hat die Community ein, einen neuen Namen für das Community-Projekt JBoss Application Server zu finden. Vorschläge dafür können vom 1. bis 14. Oktober 2012 unterhttp://www.jboss.org/vote eingereicht werden. Eine Jury, bestehend aus Mitarbeitern von Red Hat, wird eine Vorauswahl treffen und diese der Community für eine Abstimmung in der Zeit vom 21. Oktober bis 1. November 2012 vorschlagen. Der Name mit den meisten Stimmen wird auf der Devoxx-Entwicklerkonferenz am 12. November 2012 im belgischen Antwerpen bekanntgegeben

Ziel der neuen Strategie ist eine engere Zusammenarbeit mit den weltweit tätigen Programmierern, die Produkte von Red Hat nutzen, den Mitarbeitern am Community-Projekt sowie Kunden und Partnern. Damit soll es möglich sein, dass sich die Basistechnologie schneller weiterentwickelt und optimal auf die Anforderungen der Entwickler und Betreiber unternehmenskritischer Applikationen vor Ort, in der Cloud und in hybriden Umgebungen ausgerichtet ist.

Dynamic Service Fabric und hybride Clouds

Red Hat will von proprietären, monolithischen Application-Server-Achitekturen zu einer dynamischen, cloudfähigen Service Fabric voranschreiten, die öffentliche, private und hybride Cloud-Umgebungen unterstützt. Zusätzlich zu den Funktionen für eine automatische Skalierung und Bereitstellung, wie sie die OpenShift-Platform-as-a-Service (PaaS)-Lösung bietet, stellt Red Hat Funktionen für hybride Clouds bereit. Unternehmen werden deutlich flexibler, können Anwendungen einfach portieren und vermeiden die Abhängigkeit von herstellerspezifischen Plattformen.

Kooperation bei der NoSQL-Entwickung mit 10gen und der MongoDB

Red Hat und 10gen haben beim Projekt Hibernate OGM (Object Grid Mapping) erfolgreich kooperiert und daraus entstand ein konsistentes, einfach einsetzbares Framework, mit dem Java-Entwickler die NoSQL-Möglichkeiten von 10gens Open-Source-Datenbank MongoDB sehr einfach nutzen können.

Aufgrund der immer weiteren Verbreitung des Hibernate-Projekts arbeitet Red Hat mit 10gen zusammen, dem Unternehmen hinter der Open-Source-Datenbank MongoDB. Dabei geht es um datengesteuerte Applikationen und den Aufbau konsistenter Frameworks, die für eine höhere Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit leistungsfähiger mobiler und Cloud-Applikationen sorgen. Seit Mai 2011 kooperieren Red Hat und 10gen bereits bei Red Hats OpenShift PaaS.

Nicht-relationale Datenbankmanagement-Systeme (DBMS) wie NoSQL werden als effiziente Alternative zu herkömmlichen DBMS immer beliebter, denn erstere bieten eine bessere Skalierbarkeit und ermöglichen eine höhere Produktivität der Entwickler.

Mobilität

Die JBoss Enterprise Application Platform unterstützt bekannte Frameworks und Technologien zur Erstellung mobiler Applikationen und bietet eine leistungsfähige Plattform für native und HTML5-Anwendungen. Dies ermöglicht Entwicklern, mit ihren Applikationen eine immer größere Zahl mobiler Endgeräte und Formfaktoren jenseits traditioneller PCs zu unterstützen – und dies auf Basis von Community-Projekten wie Aerogear (http://www.jboss.org/aerogear).

Open Choice und mehrsprachige Plattformen

Entwickler können mit der JBoss Enterprise Application Platform sowie Programmiersprachen und Frameworks wie Ruby, Clojure, Ceylon, Scala und Spring auch die Vorteile einer cloudfähigen Service Fabric nutzen. Sie sind damit in der Lage, die für eine bestimmte neue Applikation am besten geeignete Programmiersprache oder ein Framework auszuwählen und profitieren dabei von der Leistungsfähigkeit, der einfachen Verwaltung und der Skalierbarkeit der Java Virtual Machine. Red Hat wird sich auch künftig als Community Leader für die Verbreitung der Java-Standards in den Unternehmen und diese Art mehrsprachiger Programmierung engagieren.

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