OpenStack Summit 2015

Red Hat präsentiert Cloud Forms 3.2

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Ulrike Ostler

OpenStack Summit: Red Hat CloudForms 3.2 automatisiert OpenStack-Deployment
OpenStack Summit: Red Hat CloudForms 3.2 automatisiert OpenStack-Deployment (Bild: Red Hat)

Red Hat hat auf dem derzeit im kanadischen Vancouver stattfindenden „OpenStack Summit“ eine neue Version 3.2 von „Cloud Forms“, seiner Software zum Verwalten privater und hybrider Clouds gezeigt. Die neue Version beschleunigt unter anderem das Ausrollen verteilter OpenStack-Umgebungen.

Red Hat Cloud Forms ist (in Version 3.0) Ende 2012 aus der Akquisition des Cloud-Management-Spezialisten ManageIQ hervorgegangen und von Red Hat kontinuierlich weiterentwickelt worden. Auch heute noch basiert CloudForms auf dem ManageIQ-Open-Source-Projekt. Die ehemals unter der Bezeichnung EVM-Suite, mehrfach ausgezeichnete Cloud-Orchestrierungssoftware hat sich im Kontext von OpenStack und der auf OpenStack basierenden Red-Hat-Produkte zu einer der strategisch wichtigsten Komponenten im Cloud- und Virtualisierungs-Portfolio des Herstellers entwickelt.

Cloud Forms und OpenStack

Cloud Forms 3.2 unterstützt Anwender bei einer schnelleren Implementierung ihrer OpenStack-Umgebungen. Denen steht mit den neuen Möglichkeiten von Cloud Forms 3.2 ein effizientes und skalierbares Migrations-Framework zur Verfügung, das herkömmliche virtualisierte Plattformen und Private-OpenStack-basierte Clouds einschließt. Unternehmen können so ihre IT auf zwei Arten aufsetzen, wobei eine neue, Agilitäts-optimierte Infrastruktur mit den vorhandenen, mehr Effizienz-optimierten Rechenzentren koexistiert und Workloads durch eine gemeinsame Management-Plattform verwaltet werden.

Cloud Forms, OpenStack und RHEV

Während Red Hat Enterprise Virtualization allein, etwa als quelloffene Alternative zu „VMware vSphere“ und “Microsoft Hyper-V“, laut Red Hat nur langsam, wenn auch im zufriedenstellenden Maße Marktanteile gewinnt, entwickelt sich Red Hat Virtualisierungsplattform als Bestandteil von Red Hat Cloud Infrastructure laut Aussage von Red Hat hervorragend.

Trotz der Fähigkeit von OpenStack Kilo, mit der neuen „Ironic“-Komponente auch physische Hosts als Fundament verwenden zu können, basieren OpenStack-IaaS-Clouds heute noch hauptsächlich auf virtuellen Maschinen und zumindest bei Red Hats OpenStack-Distribution gewinnt RHEV damit zunehmend an Bedeutung. Das gilt im gleichen Maße auch für CloudForms als zentrale Verwaltungsplattform für Cloud – und Virtualisierungs-Technologien verschiedenster Hersteller.

Neuerungen in Cloud Forms 3.2

Herausragend an Cloud Forms 3.2 sind Verwaltungsfunktionen zum automatischen Ausrollen, Konfigurieren und Verwalten OpenStack-Installationen, welche auf Red Hat Enterprise Linux OpenStack Platform 7, die auf dem Release „OpenStack Kilo“ basiert, aufsetzen. Darüber hinaus bietet die neue Version zusätzliche Möglichkeiten für das Workload-Management bei OpenStack, wie zum Beispiel Automated Discovery, die Unterstützung Web-basierter Konsolen und das Service Catalog Publishing.

Ferner kann CloudForms 3.2 Anwenderdialoge zum Generieren von „Heat“-Templates für die OpenStack-Orchestrierung erzeugen. Zudem erlaubt die Integration des OpenStack Image Service („Glance“) eine eingehende Prüfung von Images, sowie die Integration von OpenStack Compute (Nova) eine Inspektion von Workloads. Darüber hinaus haben die Red-Hat-Entwickler OpenStack Telemetry („Ceilometer“) integriert, was ein in verbessertes Verwalten von Kapazitäten und deren Auslastung ermöglicht.

Weiteren Verbesserungen in CloudForms 3.2 betreffen den Support des AWS-Config-Dienstes. Er überwacht annähernd in Echtzeit Veränderungen in Workloads, die bei AWS eingerichtet wurden. Zudem unterstützt Cloud Forms 3.2 IPv6 und verbessert das Bare-Metal Provisioning und dessen Verwaltung durch die Integration mit „Red Hat Satellite 6“.

Cloud Forms und Virtualisierung

Ferner bringt Cloud Forms OpenStack-basierte Private Clouds, Public Clouds und eine Reihe von Virtualisierungs-Plattformen zusammen. So unterstützt die Version 3.2 nicht nur RHEV, sondern auch VMware vSphere, Amazon Web Services und den Microsoft System Center Virtual Machine Manager. IT-Administratoren können damit eine Reihe fortschrittlicher Funktionen hybrider Cloud-Umgebungen effektiver verwalten. Dazu gehören ein Self-Service-Portal und die Policy-basierte Kontrolle, aber auch Funktionen zu Governance, Chargeback, Showback, Orchestrierung sowie zum Planen von Kapazitätsauslastungen, Optimierung, Analyse von Engpässen und zum Anlegen von Berichten.

Die Rolle von CloudForms "on top" von Red Hats Cloud-Infrastructure-Stack
Die Rolle von CloudForms "on top" von Red Hats Cloud-Infrastructure-Stack (Bild: Red Hat)

Verfügbarkeit

Cloud Forms 3.2 ist für bestehende Nutzer ab Juni 2015 verfügbar. Die Funktionen zum Verwalten von OpenStack-Infrastrukturen in Cloud Forms 3.2 setzen die Untersttzung des OpenStack-Release „Juno“ voraus. Diese werden mit dem nächsten Release der Red Hat Enterprise Linux OpenStack Platform 7 zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen zu CloudForms 3.2.

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