Update für die Red Hat OpenStack Platform

Red Hat baut Grundlage für Kubernetes und virtuelle Maschinen

| Redakteur: Ulrike Ostler

Red Hat kombiniert Virtualisierung via OpenStack mit Bare-Metal-Unterstützung und Kubernetes.
Red Hat kombiniert Virtualisierung via OpenStack mit Bare-Metal-Unterstützung und Kubernetes. (Bild: Ulrike Ostler/ Vogel IT-Medien GmbH)

„Red Hat OpenStack Platform 14“ soll nicht nur Grundlage einer Open-Source-Virtualisierung sein, sondern auch eine vereinfachte Nutzung von Gloud-nativen Anwendungen und Containern auf Bare-Metal-Servern bieten. Das könne dazu beitragen, Agilität sowie Innovation in den Anwenderunternehmen zu steigern und gleichzeitig die Komplexität der Infrastruktur zu reduzieren, so der Anbieter.

Die aktuelle Version des massiv skalierbaren, für Cloud-native Applikationen geeigneten Infrastructure-as-a-Service-Angebots von Red Hat basiert auf dem OpenStack-Community-Release „Rocky“. Laut Anbieter ist sie enger als bisher die in „OpenShift Container Platform“, die Kubernetes-Plattform für Unternehmen, integriert. OpenStack der Enterprise-Klasse biete so eine umfangreiche Unterstützung von Kubernetes.

Zudem addiert Red Hat Funktionen für die Nutzung von Bare-Metal-Ressourcen sowie Automatisierungs-Features für das Deployment. Letztlich positioniert der Anbieter seine Plattform als ein einheitliches Infrastrukturangebot, das die Grundlage für herkömmliche, virtualisierte und Cloud-native Workloads bilden könne.

Gedacht ist das Angebot für eine „Cloud-Landschaft aus Hybrid- und Multi-Clouds“, wie etwa Gartner-Analysten sie beschreiben. Ihren Analysen zufolge werden 2020 rund 75 Prozent der Unternehmen ein Multi-Cloud- oder Hybrid-Cloud-Modell implementiert haben“. Die OpenStack Platform von Red Hat basiert auf der Enterprise-Linux-Plattform (RHEL).

Da der Einsatz von Containern und Cloud-nativen Anwendungen zu einem wichtigen Bestandteil der Digitalen Transformation von Unternehmen wird, kann es für IT-Teams notwendig sein, Kubernetes auf OpenStack effektiv einzusetzen und zu skalieren. Deshalb, so der Anbieter, könne die OpenStack Platform 14 nicht nur die „Red Hat OpenShift Container Platform“ hosten, sondern auch kritische Bereitstellungs- und Skalierungsanforderungen für die Enterprise-Kubernetes-Plattform von Red Hat automatisieren. Zu den wichtigsten Funktionen gehören:

  • Die automatisierte Bereitstellung von Bare-Metal- und virtuellen Infrastrukturressourcen für Red Hat OpenShift Container Platform auf Red Hat Enterprise Linux Nodes unterstützt Unternehmen beim Aufbau einer einheitlichen Cloud-Implementierung für Container- und virtualisierte Workloads und dem Einsatz von Cloud-nativen Workloads auf Bare-Metal-Servern.
  • Die automatisierte Implementierung produktionsreifer, hochverfügbarer Red Hat OpenShift Container Platform Cluster eröffnet einen Migrationspfad in Richtung eines kontinuierlichen Betriebs ohne Single Point of Failure.
  • Die integrierte Vernetzung ermöglicht es, Container-basierte OpenShift- und virtualisierte OpenStack-Workloads eines Benutzers mit demselben virtuellen Netzwerk („Kuryr“) zu verbinden und damit die Leistung der Architektur zu steigern.
  • Die integrierten OpenStack Load Balancer Services stehen automatisch für Front-End-Container-basierte Workloads zur Verfügung.
  • Der Einsatz des eingebauten OpenStack-Objektspeichers ermöglicht ein effizientes Hosten von Container Registries.

Mit den durch „Red Hat OpenStack Platform Director“ bereitgestellten Scale-Out und Scale-In OpenShift Nodes können Unternehmen bei veränderten Workload-Anforderungen zusätzliche Ressourcen bereitstellen oder vorhandene deaktivieren. Dies kann dazu beitragen, die Ressourceneffizienz zu steigern, ohne die Möglichkeiten eines Unternehmens einzuschränken, neue Serviceangebote zu testen oder Geschäftsfelder zu erschließen.

Die Verwaltung von Bare Metal Nodes

Der Einsatz von Workloads auf Bare-Metal-Servern bietet Unternehmen die Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit Cloud-nativer Technologien mit moderner Hardware „auszuschöpfen. Um diesen Anforderungen besser gerecht zu werden, ermöglicht Red Hat eine konsistentere Verwaltungserfahrung als bisher über virtualisierte und Bare-Metal-Server hinweg.

IT-Teams können jetzt Cloud-native Workloads, wie sie auf Red Hat OpenShift Container Platform ausgeführt werden, auf Bare-Metal-Servern in einer verwalteten, konsistenten Weise bereitstellen und ermöglichen eine höhere Geschwindigkeit und Agilität, ohne die Kontrolle oder Stabilität des Betriebs zu beeinträchtigen. In diesem Zusammenhang automatisiert die Integration von „Ansible“ Networking mit Bare Metal Provisioning die Rekonfiguration von Netzwerk-Switches, um eine ordnungsgemäße Mandantenisolierung zu ermöglichen.

Darüber hinaus bildet Red Hat OpenStack Platform auf Bare Metal in Kombination mit einem entsprechenden Hardware-Zertifizierungsprogramm eine vereinfachte, kostengünstigere Option und sichert Unternehmen gleichzeitig zu, dass die Hardware für den „problemlosen Betrieb“ zertifiziert ist.

OpenStack Platform mit Red Hat Ansible Automation

Red Hat OpenStack Platform 14 verbessert die Integration mit Red Hat Ansible Automation und vereinfacht den Bereitstellungsprozess im Vergleich zu früheren Versionen. IT-Betriebs-Teams können nun eine Vorschau von Red Hat OpenStack Platform ansehen, bevor sie in Betrieb geht, um Probleme schneller identifizieren und beheben zu können.

Zusätzliche Transparenz wird während des Bereitstellungsprozesses selbst geschaffen. Damit lassen sich Schwachstellen und Abhilfemaßnahmen schneller identifizieren, einschließlich der Möglichkeit, bei Bedarf einzelne Schritte bei der Bereitstellung zu wiederholen und erneut anzuwenden. Die aktuelle Version der IaaS-Plattform von Red Hat bietet unter anderem:

  • Eine Beta-Version der „Nvidia-Grid"-Virtual-PC (vPC)-Funktionen bietet Prozessor-Skalierbarkeit für neu entstehende Workloads wie Künstliche Intelligenz und Grafik-Rendering. Dies ermöglicht die gemeinsame Nutzung von Nvidia-Grafikprozessoren (GPUs) über virtuelle Maschinen und Anwendungen hinweg und vereinfacht die Skalierung von Ressourcen für anspruchsvolle Anwendungen.
  • Die Integration mit „Red Hat Ceph Storage“ ermöglicht eine bessere Speicherverfügbarkeit und Sicherheit sowie eine vereinfachte Verwaltung und Migration, einschließlich der Möglichkeit, das gleiche „Cinder“-Speichervolumen mit mehreren virtuellen Maschinen zu teilen.
  • Die Betaversion des neuen Layer-unabhängigen Netzwerkanalyse-Tool „Skydive“ vereinfacht die Validierung, Dokumentation und Fehlersuche in komplexen, virtuellen Netzwerktopologien.

Unterstützung von x86 und IBM Power

Es gibt keine Einheitsgröße für IT-Lösungen – jedes Unternehmen muss einen individuellen Mix aus Hardware, Infrastruktursoftware und Anwendungen für Endbenutzer auswählen, der den individuellen Anforderungen am besten entspricht. Zur Unterstützung des Kundenwunsches nach einer erweiterten Auswahl ist Red Hat OpenStack Platform 14 nicht nur auf x86-Hardware, sondern auch auf „IBM-Power“-Systemen verfügbar.

Red Hat OpenStack Platform 14 wird in den kommenden Wochen über das Red Hat Customer Portal und als Komponente der Red Hat Cloud Infrastructure und der Red Hat Cloud Suite verfügbar sein.

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