SaaS wird zum Sargnagel für klassische WANs QoS kann Perfomance-Killer nicht stoppen

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Silver Peak brandmarkt klassische WAN-Architekturen als Performance-Killer und spricht von einem „fatalen Zentralismus“. Statt mit Quality of Service (QoS) herumzuhantieren, sollten Administratoren auf alternative Weitverkehrstechniken setzen.

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Selbst Anbieter für SD-WAN, verspricht Silver Peak Unternehmenskunden performante und kostengünstige Verbindungen zu Clouddiensten.
Selbst Anbieter für SD-WAN, verspricht Silver Peak Unternehmenskunden performante und kostengünstige Verbindungen zu Clouddiensten.
(Bild: Silver Peak)

Software as a Service hätte vielen Unternehmen die Limitierungen klassischer WAN-Architekturen schmerzhaft bewusst gemacht – sagt Silver Peak und verweist konkret auf Angebote wie „Microsoft Office 365“ oder „Salesforce.com“. Die liefen mittlerweile im Home Office performanter als im Firmen-Büro.

Der Grund: Während Anwendern daheim exklusive Internet-Bandbreiten mit mehreren zig Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen, konkurrierten im Unternehmen etliche Nutzer und Anwendungen um MPLS-Links (MPLS = Multiprotocol Label Switching) mit gerade einmal zwei bis zehn Megabit pro Sekunde.

Überholt sei auch die klassische „Nabe und Speiche“-Architektur zahlreicherer MPLS-WANs. Über diese greifen externe Anwender eben nicht direkt auf das Internet zu, sondern werden über limitierte MPLS-Verbindungen zum Firmenzentrum (Nabe) geleitet, um die dort bereitgestellten Internet-Links zu nutzen. Limitierte Bandbreite, große Übertragungsdistanzen und zentralistische Netzstruktur seien „Performance-Killer“, die auch mit QoS-Mechanismen nicht in den Griff bekommen zu seien.

Geforderte Änderungen im Unternehmens-Weitverkehrsnetz

Unternehmen benötigten daher ein Corporate WAN, das auf unterschiedliche Verkehrsarten ausgelegt ist sowie bestehende und neue Applikationen unterstützt. Von MPLS direkt auf Breitband-Internet umzuschwenken sei dabei allerdings keine Lösung. Silver Peak begründet: In der Praxis habe es sich als diffizil erwiesen, parallel mehrere WAN-Links zu managen; VoIP, Video und Desktop-Virtualisierung (VDI) benötigten zudem hochwertige Verbindungen mit geringen Latenzen und Paketverlustraten.

Als Alternative rät der Anbieter zu Software-Defined WANs – also orchestrierbaren und automatisierbaren Infrastrukturen die alle gängigen Übertragungstechnologien unterstützen, von Festnetz-Internet über Mobilfunk bis zu MPLS. Der Ansatz könne in Minuten geplant sowie implementiert werden, sei dank IPsec-Verschlüsselung sicher und garantiere auch für anspruchsvolle Applikationen eine zu reinem MPLS ebenbürtige Dienstgüte.

Nick Applegarth ist Vice President of Sales EMEA bei Silver Peak und kommentiert: „IT-Abteilungen haben somit keinen Grund, länger an veralteten Weitverkehrstechniken festzuhalten. Denn es ist absehbar, dass der Anteil des Internet-basierten Datenverkehrs in Corporate WANs rapide ansteigen wird.“

Damit verbunden sei eine massive Zunahme des Bandbreiten-Bedarfs. Warum also warten und weiterhin auf WAN-Technologien setzen, die ihre guten Zeiten hinter sich haben? Denn eines stehe fest: „Das Weitverkehrsnetz alter Prägung ist tot; mit dem Software-Defined WAN steht jedoch ein würdiger Nachfolger bereit.“

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