Paessler Network Monitor mit Remote Probes

PRTG-Tool zur Überwachung von verteilter IT-Infrastruktur

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Ulrike Ostler

Weitere Server anbinden und entferne Rechenzentren überwachen

Außerdem lassen sich weitere Server anbinden. Dadurch können auch verteilte Umgebungen effizient überwacht werden. Durch die „Remote-Probes“ können Administratoren PRTG-Server aus anderen Rechenzentren anbinden und deren Daten in die zentrale Überwachungslösung integrieren (siehe: Abbildung 4). Der Anschluss kann auch über Firewalls und das Internet hinweg erfolgen.

Während der „Local Probe“ auf dem ersten PRTG-Server das lokale Netzwerk überwacht, können Remote-Probes die Server und Geräte am anderen Standort überwachen. Die Datenübertragung findet verschlüsselt statt. Die gesammelten Daten werden anschließend an den zuerst installierten Server übertragen, dort analysiert und entsprechend aufbereitet.

Es lassen sich aber nicht nur Remote-Probes anbinden. Unternehmen haben auch die Möglichkeit, zahlreiche Niederlassungen, Standorte oder Rechenzentren über verschiedene Firewalls und das Internet hinweg an einen zentralen PRTG-Server anzuschließen. Die Entwickler zeigen diese Funktion in einem Online-Video.

Die Verbindung der verschiedenen Bestandteile erfolgt über den SSL-Port. Admins müssen also nicht zahlreiche verschiedene Ports auf ihren Firewalls öffnen, sondern nur eine SSL-Verbindung herstellen. Standardmäßig erlaubt die Funktion nur die Verbindung zwischen Windows-Servern.

Die Entwickler stellen aber auch so genannte Mini-Probes zur Verfügung, mit denen Unternehmen eigene Probes entwickeln und zur Verfügung stellen können. Zur Verbindung der verschiedenen Remote-Probes mit dem zentralen Server, kann auch ein Proxy-Server verwendet werden.

Über das Kontextmenü eines Servers fügen Administratoren neue Sensoren hinzu, zum Beispiel um spezielle Bereiche wie Exchange, SharePoint, VMware vSphere oder Microsoft Hyper-V zu überwachen. Sobald Geräte angebunden sind, werden über Sensoren spezielle Bereiche überwacht, zum Beispiel der Postfachspeicher von Exchange-Servern oder der Datenspeicher von vSphere-Hosts.

Sobald ein spezieller Server ausgewählt wird, sind im unteren Bereich verschiedene Sensoren zu sehen, die mit dem Server verbunden werden und ihn überwachen können. Auf weiteren Fenstern können Administratoren dann auch Leistungsindikatoren einbinden und das Intervall der Überwachung festlegen. Das ist zum Beispiel bei der WMI-Überwachung interessant.

Im Anschluss werden die Sensoren hinzugefügt und unterhalb des Servers angezeigt. Nach einiger Zeit sehen Administratoren im Fenster auch den Status der Monitore. Auch die Websites von Client-Zugriff-Servern können Administratoren überwachen, zum Beispiel „OWA“ und das „Exchange Admin Center“.

Mit Sensoren das Netzwerk im Griff behalten

Sobald Administratoren die verschiedenen Geräte und unter Umständen auch entfernte Standorte angeboten haben, lassen sich in der Enterprise-Konsole alle angebundenen Geräte überwachen. In der Konsole auf den Menüpunkt „Geräte“ geklickt, sind alle gefundenen Geräte zu sehen.

Wird wiederum auf ein einzelnes Gerät geklickt, zeigt PRTG alle Informationen zu dem jeweiligen Gerät an. Reichen die angezeigten Informationen der standardmäßig vorhandenen Sensoren nicht aus, lassen sich über die Schaltfläche „Sensor hinzufügen“ weitere Sensoren, speziell für dieses System anbinden.

Auf einer neuen Seite des Einrichtungsassistenten, wählen Administratoren zunächst aus, was überwacht werden soll, um welches Zielsystem es sich handelt und welche Technologie auf dem Server installiert ist. Anschließend werden im unteren Bereich die passenden Sensoren angezeigt.

Nachdem ein Sensor ausgewählt wurde, versucht PRTG aus den gesammelten Daten Informationen zu dem Sensor anzuzeigen. Gelingt das, lässt sich über einen Assistenten die Verwendung des Sensors weiter einrichten. Anschließend wird der neue Sensor in der Standard-Ansicht angezeigt (siehe: Abbildung 5).

PRTG kann aber noch mehr Informationen anzeigen. Klickt ein Administrator auf einen einzelnen Sensor eines Servers, öffnet sich ein weiteres Fenster, das detaillierte Informationen zu diesem Sensor anzeigt. Hier ist zu sehen, warum Sensoren sinnvoll sind, da hier zahlreiche wichtige Informationen, zum Beispiel für den Datenverkehr angezeigt werden können. Sobald andere Probes angebunden sind, können Admins über diesen Weg – also zentral im Netzwerk – über alle Standorte verteilte Informationen anzeigen (siehe: Abbildung 6).

*Thomas Joos ist Fachautor und bloggt auf DataCenter-Insider unter: Toms Sdmin-Blog

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posted am 09.03.2016 um 06:08 von Unregistriert


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