Ein weiteres GaiaX-Förderprojekt Projektbeginn für das europäische KI-Sprachmodell Open GPT-X

Quelle: Pressemitteilung

Zehn deutsche Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und der Medienbranche wollen die europäische Antwort auf „GPT-3“ – einem Textgenerator auf Basis von Künstlicher Intelligenz entwickeln.Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert das Projekt „Open GPT-X“ mit rund 15 Millionen Euro im Rahmen des GaiaX-Förderwettbewerbs.

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GPT-3 ist das KI-Sprachmodell, aber es gehört dem amerikanischen Unternehmens OpenAI. Nutzer ahaben deshalb keinen freien Zugang, sondern lediglich eine Schnittstelle. Das Projekt „Open GPT-X“ ist der GaiaX-Gegenentwurf.
GPT-3 ist das KI-Sprachmodell, aber es gehört dem amerikanischen Unternehmens OpenAI. Nutzer ahaben deshalb keinen freien Zugang, sondern lediglich eine Schnittstelle. Das Projekt „Open GPT-X“ ist der GaiaX-Gegenentwurf.
(Bild: gemeinfrei: Willi Heidelbach auf Pixabay / Pixabay )

Unter der Leitung der Fraunhofer-Institute für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) und für Integrierte Schaltungen (IIS) startet jetzt das Projekt Open GPT-X mit dem Ziel, ein großes KI-Sprachmodell für Europa zu entwickeln. Besonderer Wert wird dabei auf den Datenschutz sowie die europäische Sprachenvielfalt gelegt.

Nicolas Flores-Herr, Leiter des Projekts am Fraunhofer IAIS, erläutert: „Für Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft ist das disruptive Potenzial von KI-Sprachtechnologien enorm. Das hat die internationale Konkurrenz bereits erkannt. Ein europäisches KI-Sprachmodell wie Open GPT-X ist daher zwingend notwendig, um die digitale Souveränität und marktwirtschaftliche Unabhängigkeit Europas zu gewährleisten.

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Der Hintergrund

Das amerikanische Unternehmen OpenAI revolutionierte vor rund zwei Jahren mit dem Sprachmodell GPT-3 den Markt für Künstliche Intelligenz. Das Modell wurde mit über 175 Milliarden Parametern trainiert und übertrifft damit vorhergegangene Modelle um das zehnfache. Mehr als 300 Anwendungen benutzen das Sprachmodell bereits. Dabei haben diese Anwendungen keinen freien Zugang auf das Modell, sondern können lediglich auf eine Schnittstelle zugreifen.

Zudem lassen sich aufgrund der hohen technischen Anforderungen, wie der Rechenleistung, derart leistungsstarke Sprachmodelle bisher nur von Großunternehmen oder Konsortien umsetzen. So nutzen Sprachmodelle wie GPT-3 des amerikanischen Unternehmens OpenAI, das vor rund zwei Jahren den Markt revolutionierte, oder das chinesische Modell „Wu Dao 2.0„“ gewaltige Datenmengen, um vielfältige KI-Modelle zu erstellen. Diese Modelle schreiben beispielsweise journalistische Texte, unterstützen in der Kundenbetreuung oder helfen komplexe Texte zu verstehen. Das Problem: Datenschutz und eine Einbindung europäischer Sprachen ist dabei nicht gewährleistet

Das jetzt angelaufene Projekt besteht aus vielen namhaften Partner.

  • So stellen das ZIH der TU Dresden und das Forschungszentrum Jülich ihre HPC-Kapazitäten zur Verfügung und arbeiten an Leistungsverbesserungen von Modellen und Hardwarenutzung,
  • während Fraunhofer IAIS gemeinsam mit dem DFKI sowie den Unternehmen Aleph Alpha und Alexander Thamm GmbH die KI-Modelle entwickeln werden.
  • Die 1&1 IONOS SE wird die Integration in die GaiaX Struktur betreuen.
  • Domänenspezifische Daten für die Entwicklung der Modelle erhält das Projekt unter anderem von Controlexpert und dem WDR. Beide Partner entwickeln im Projekt einen Anwendungsfall.
  • Die Kommunikation des Projektes liegt beim KI-Bundesverband.

* Claudia Kallmeier arbeitet in der Pressestelle der Technische Universität Dresden.

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