Deduplizierung auf globale Depots und Staging in die Cloud sorgen für niedrige Backup-Kosten

Praxistest: Acronis Backup & Recovery 11 Advanced Server, Teil 2

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Tape und DVD zum Depot erklären

Im Prinzip erlaubt ABR neben CD/DVD-Medien sogar Bandspeicher und Libraries als physikalische Zielorte der Depots, allerdings muss dann die Tape-Library direkt an einem Storage-Node angeschlossen sein und von Windows Removable Storage Manager unterstützt werden.

SCSI- und SAS-Laufwerke werden direkt unterstützt, ATAPI-, SATA- als auch USB-Bandgeräte sind möglich, wenn das Betriebssystem über passende Treiber verfügt. Der Einsatz von sequentiellen Speichersystemen ist allerdings in Anbetracht des Zielbereichs einer Image-Backup-Lösung eher als Sicherheitskopie zu sehen.

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Auf jeden Fall sind durch die Unterstützung von Dual-Backups, also der Sicherung auf zwei Zielmedien gleichzeitig, und der Aufteilung von Archiven in Blöcke mit festgelegten Größen, die Voraussetzungen für eine solche Nutzung gegeben.

Staging in die Cloud

Hier hat Acronis die Version 11 deutlich erweitert und an die Cloud-Technologie angepasst. Zum einen erlaubt Staging, Daten nach ihrer Wichtigkeit und Zugriffshäufigkeit auf immer langsamere und dafür günstigere Medien wie Bandspeicher auszulagern.

Zum anderen können Anwendern über Multi-Destination-Backups gleichzeitig redundant sichern, auf Disk, Tape oder auf einen entsprechenden Account in der Cloud. Glaubt man einer Umfrage, die Acronis unter 3000 IT-Managern durchgeführt hat, sind 76 Prozent aller Befragten der Ansicht, dass eine zentralisierte Backup-Lösung für physikalische, virtuelle und Cloud-Daten die Datensicherung am nachhaltigsten verbessern würde.

Acronis bietet selbst passenden Online-Speicherplatz an, die Kapazität wird dabei pro Server berechnet und ist im Prinzip eine Flatrate: bis zu 500 GByte pro Workstation und bis zu 1,5 TByte pro Server.

Eine weitere Besonderheit von ABR ist die Acronis Secure Zone. Sie stellt einen abgetrennten Bereich auf der lokalen Festplatte dar, der als Ziel für Backups von anderen Partitionen der gleichen Platte dienen kann. Der Zugriff ist nur über die Konsolentools von Acronis möglich.

Direktzugriff

Geht etwas in einer der Partitionen verloren, kann man direkt auf die gesicherten Daten zugreifen, auch ohne Netzwerkverbindung oder möglicherweise nicht angeschlossenes externes Speichermedium. Das funktioniert natürlich nur bei logischen Dateifehlern oder irrtümlichem Löschen.

Wenn die Festplatte Hardwaredefekte entwickelt, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Daten in der Secure Zone betroffen. Die Backups selbst lassen sich als Einmal-Full-Backup mit folgenden inkrementellen oder differenziellen Follow-Ups auslegen oder mit einem der verschiedenen Rotationssysteme kombinieren.

ABR unterstützt Backup-Konzepte wie „Türme von Hanoi“ und „Großvater-Vater-Sohn“. Übrigens kann man auch einen USB-Stift als Quellmedium angeben und sichern. Das kann in Fällen, wo ein USB-Stift als mobiler Datenträger dient und an unterschiedlichen PCs zum Einsatz kommt, ganz sinnvoll sein.

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