USV-Geräte schützen vor Datenverlust Powervar verhindert Stromausfälle in Datacenter bis zu 8 Stunden

Redakteur: Jürgen Sprenzinger

Die steigende Computerisierung bringt auch einen Nachteil: Kommt es zum Blackout, dann stehen oft ganze Betriebe still – und das wiederum verursacht unter Umständen hohe Kosten. Eine Umfrage der IHK Hannover ergab, dass allein in Niedersachsen im Jahr 2013 bei mehr als einem Fünftel der Industrieunternehmen „das Licht ausging“.

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Die Powervar Sinergy III liefert je nach Konfiguration bis zu acht Stunden Überbrückungsstrom in echter Sinuswellen-Form.
Die Powervar Sinergy III liefert je nach Konfiguration bis zu acht Stunden Überbrückungsstrom in echter Sinuswellen-Form.
(Bild: Flickr/Powervar)

Die Hälfte der betroffenen Unternehmen war dadurch gezwungen, Einbußen von 100.000 Euro oder sogar darüber hinzunehmen. In solchen Fällen kommen Geräte zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) ins Spiel – doch nur allzu oft sind die gängigen Modelle überdimensioniert oder umfassen Anlagen, die im konkreten Fall gar nicht benötigt würden.

Genau aus diesem Grund hat der Stromqualitätsspezialist Powervar die „Sinergy“-Serie entwickelt – nicht zuletzt auch deshalb, um Kosten zu sparen und einen besser auf den jeweiligen Einsatzort zugeschnittenen Schutz zu bieten. Die aktuelle Sinergy-Serie wurde dafür entwickelt, je nach Konfiguration bis zu acht Stunden Überbrückungsstrom in echter Sinuswellen-Form zu liefern – mit dem Vorteil, dass das Ganze bequem in ein Server-Rack passt. Zudem wurde mit der aktuellen dritten Generation die Effizienz der Geräte erhöht und ein benutzerfreundliches Display integriert.

Laut einer Umfrage von Pricewaterhouse-Coopers im November 2013 halten 48 Prozent der Manager von Unternehmen, die über 50 Mitarbeiterbeschäftigen, ihre Firma für nicht ausreichend gegen Stromausfälle gesichert. In 54 Prozent der Betriebe existiert noch nicht einmal ein Notfallplan. Dabei spielt das Ausbleiben des Stroms oft gar nicht die primäre Rolle, sondern es sind die Datenverluste, die dadurch entstehen – von Auftragsinformationen bis hin zu Produktionsanweisungen. Sie führen zu den hohen Schäden und Kosten. denn die Daten sind oft nicht reproduzierbar, auch wenn die Energieversorgung wieder intakt sein sollte.

Flexibler Schutz: automatisiert und unterbrechungsfrei

Eine Kernaufgabe einer USV ist die nahtlose Fortführung der Energiezufuhr im Ernstfall und zwar ohne jede Verzögerung, die in empfindlichen Systemen zu Störungen führen könnte.

Die Akkus werden nach der Gleichrichtung des Wechselstroms geladen, der Wechselrichter wandelt zurück in eine natürliche Sinuswelle.
Die Akkus werden nach der Gleichrichtung des Wechselstroms geladen, der Wechselrichter wandelt zurück in eine natürliche Sinuswelle.
(Bild: Powervar)
Das Modell „Sinergy III“ ist daher als Online-Doppelwandler-Lösung konzipiert und wird direkt in die Versorgungsleitung integriert. Der eingehende Wechselstrom wird dabei zunächst gleichgerichtet, so dass er nebenbei zum Laden der Akkus verwendet werden kann, bevor ein zweiter Wechselrichter die Gleichspannung wieder in die zum Betrieb benötigte Stromform umwandelt.

Auf diese Weise beziehen die zu schützenden Geräte in jeder Situation ihre Energie aus der USV-Anlage, ein Umstellen von Standard- auf Notschaltung und damit eine Unterbrechung ist nicht erforderlich. Gleichzeitig ist damit sichergestellt, dass Strom in der natürlichen Sinuswellen-Form ausgegeben wird und keine Spannungsstörungen in das System überträgt.

Intelligente Bypass-Schaltung garantiert sichere Stromversorgung

Bei Überlastung oder im Fehlerfall überbrückt eine intelligente Bypass-Schaltung die USV-Anlage, so dass die betriebene Last in jeder Situation sicher versorgt wird. Zur Abschirmung gegen weitere Störfaktoren im Strom, wie etwa Gleichtaktstörspannungen, die häufig die Ursache plötzlicher Systemausfälle darstellen, kann die Sinergy III flexibel mit entsprechenden Stromkonditionierern kombiniert werden.

Welche Schutzebene in welcher Größenordnung benötigt wird, lässt sich dabei je nach Einsatzgebiet individuell entscheiden. Investitionskosten für eine möglicherweise unnötige, allumfassende Lösung können so vermieden werden.

Bis zu acht Stunden Überbrückungsdauer

Das Backup-System ist mit internen Akkus ausgestattet, die bei einem Stromausfall ein verlängertes Zeitfenster schaffen, in dem die IT und andere Geräte kontrolliert heruntergefahren werden können. Die Batterien sind hot-swappable, das heißt: Sie lassen sich bei Bedarf auch während des Betriebs austauschen. Darüber hinaus lässt sich die Anlage durch passende externe Akku-Packs auf eine Überbrückungszeit von bis zu acht Stunden erweitern, etwa um einen vollständigen Produktionsstillstand zu verhindern oder sicherheitskritische Anwendungen aufrechtzuerhalten.

Der Ladungszustand der Akkus wird auf einem integrierten LCD-Display ebenso wie der Anlagenstatus, Spannungsein- und -ausgang sowie eventuelle Warnmeldungen teils als Klartext, teils über leicht verständliche Symbole dargestellt. Zusätzlich lässt sich das System auch mittels der Powervar-Software umfassend überwachen und steuern, wahlweise von einem PC vor Ort aus oder über das Netzwerk. Da die Stromkonditionierer des Anbieters ebenfalls über diese Plattform verwaltet werden können, ermöglicht das eine zentrale Organisation verschiedener Schutzebenen, was Aufwand und Kosten reduziert sowie die Sicherheit insgesamt erhöht.

USV im Blade-Format

Mit ihrer kompakten Form soll Sinergy III bequem in ein gängiges 19 Zoll-Server-Rack passen. Mit dem enthaltenen Standfuß kann sie aber genauso einzeln aufgestellt werden, etwa zum Schutz einer bestimmten Maschine.

Die Reihe entspricht den internationalen Sicherheitsbestimmungen UL, cUL und CE und umfasst Lösungen für 700 bis 6.000 Voltampere, so dass ein breites Feld an Leistungsanforderungen abgedeckt wird. Die Effizienz wurde dabei in der jüngsten Generation noch weiter erhöht, speziell der Power-Faktor liegt jetzt bei 0,9.

Das bedeutet, dass eine eingehende Scheinleistung von beispielsweise 2.000 Voltampere wird in 1.800 Watt Leistung umgesetzt wird. Die Verluste, die sonst bei Nutzung einer USV meist auftreten, werden so weitestgehend vermieden.

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Zu Powervar:

Powervar wurde 1986 in Kalifornien gegründet und hat heute seinen Hauptsitz einschließlich der Fertigung und Entwicklung in Illinois. Deutschland sowie der mitteleuropäische Markt werden durch die Powervar Deutschland GmbH mit Sitz in Paderborn betreut.

Das Unternehmen ist spezialisiert auf Geräte, die die Einhaltung von Grenzwerten elektrischer Eigenschaften sicherstellen und so den Betrieb von elektronischen Systemen in vorgesehener Weise ermöglichen. Die Haltbarkeit und Stabilität der geschützten Anlagen wird dadurch deutlich erhöht und die Leistung insgesamt verbessert.

Grundlage dieser Power-Conditioner ist das „Powervar ABC-Prinzip“, nach dem die möglichen Schutzeinrichtungen modular zusammengestellt werden.

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