Weltweiter Virtualisierungsmarkt wächst weiter

Potenziale längst nicht ausgeschöpft

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

(Bild: Gaby Stein, pixelio.de)

Server-Virtualisierung ist auf den To-do-Listen vieler Anwender alles andere als abgehakt. Weitere, spezifische Virtualisierungstechniken halten weltweit den Markt für entsprechende Tools in Bewegung.

Der weltweite Virtualisierungsmarkt kam 2013 auf ein Volumen von 13,9 Milliarden US-Dollar. Das hat das britische Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Kable ICT ausgerechnet. Und das war nach einer Prognose der Analysten längst nicht das Ende der Fahnenstange. Denn zum Jahr 2018 sagen sie für entsprechende Tools einen Umsatz von 21,5 Milliarden Dollar voraus. Das entspräche einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum des Markts um 9,2 Prozent.

Es gibt weltweit noch Nachholbedarf

Die größten Märkte für Virtualisierungslösungen sind Westeuropa mit 6,4 und Nordamerika mit 5,6 Milliarden Dollar Umsatz. Aber es ist auch zu erkennen, wo der größte Nachholbedarf besteht. Denn in Lateinamerika sowie dem Nahen Osten und Afrika rechnen die Analysten bis 2018 mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 16,2 beziehungsweise 14,4 Prozent.

Als gewichtigsten Anbieter im Jahr 2013 haben die Analysten erwartungsgemäß VMware mit einem Marktanteil von 25,3 Prozent ausgemacht. Auf Platz zwei rangiert Citrix mit 9,7 Prozent. Microsoft folgt mit 5,8 Prozent. Das sind zusammen 40,8 Prozent. Der Markt bietet also weiteren Anbietern Raum. Kable nennt den Virtualisierungsmarkt einen „gesunden Mix aus etablierten, Nischen und spezialisierten Anbietern“.

Kostendruck treibt speziellere Virtualisierung

Hintergrund dieser Entwicklung ist der Kostendruck auf der IT. Um dem zu begegnen, investieren Unternehmen in Virtualisierung. Zwar ist Server-Virtualisierung bereits die am weitesten verbreitete Technik. Bei einer Anwenderumfrage gaben 65 Prozent an, diese einzusetzen. Gleichwohl erklärten 62 Prozent, in den nächsten zwei Jahren weiter dafür Ausgaben eingeplant zu haben.

Jüngere Virtualisierungstechnik ist zwar weniger verbreitet, aber keineswegs unterrepräsentiert. Jeweils etwa 55 Prozent haben in Network- und Storage-Virtualisierung investiert, in die Desktop-Virtualisierung gut 50 Prozent. Zu allen drei Bereichen planen aber zwei bis drei Prozent mehr Anwender, ihre Ausgaben zu steigern.

Anwender entdecken erst die Kostenfaktoren Klimatisierung und Energie

Der Kampf gegen die Druck- und Papierkosten verliert an Bedeutung. Während aktuell 62 Prozent der Anwender hierin investiert haben, sollen es im Verlauf der nächsten zwei Jahren etwa zehn Prozent weniger sein. Das Energie-Management bleibt bei 55 Prozent ein Thema. Die deutlichsten Zuwächse gibt es bei der RZ-Klimatisierung, in deren Modernisierung die Hälfte der Anwender bereits investiert haben und noch fünf Prozent mehr Anwender (weitere) Maßnahmen vorgesehen haben.

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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