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Experten-Statement von Henning von Kielpinski, Consol Plädoyer für mehr Vertrauen in der Cloud

| Autor / Redakteur: Henning von Kielpinski * / Florian Karlstetter

Die Möglichkeiten, die sich für Unternehmen und Privatanwender gleichermaßen aus der Nutzung von Cloud-Diensten ergeben können, sind schon seit geraumer Zeit bekannt. Die Mehrheit der Nutzer beginnt jedoch erst jetzt, sich konkret mit den Anwendungsmöglichkeiten von Cloud-Technologien auseinander zu setzen.

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„Schritt für Schritt zu mehr Vertrauen in die Cloud“ - ein Experten-Kommentar von Henning von Kielpinski, Consol.
„Schritt für Schritt zu mehr Vertrauen in die Cloud“ - ein Experten-Kommentar von Henning von Kielpinski, Consol.
(© frank peters - Fotolia.com)

Da Cloud-Dienste auch in der Auslagerung von Daten inzwischen eine entscheidende Rolle spielen und somit Überschneidungen zu Big Data bestehen, ist die Sicherheit von Daten in der Cloud und das Vertrauen in den Anbieter ein viel diskutiertes Thema. Auch die mögliche Migration zu anderen Cloud-Anbietern sowie die Wahl der richtigen Cloud-Strategie werfen zunehmend Fragen auf. Wie kann und sollte der Markt diesen Anforderungen begegnen? Nachfolgend ein Kommentar von Henning von Kielpinski, Cloud-Experte bei Consol.

Datensicherheit

Da sich die Datenspeicherung innerhalb von Cloud Computing zunehmend etabliert, haben auch Angriffe auf Cloud-Computing-Dienste in den vergangenen zwölf Monaten stark zugenommen. Im Kontext der allgemeinen Akzeptanz von Cloud Computing als Diensterbringer oder Enabling Technology ist es also wichtig, dass Cloud-Dienste sowohl sicher als auch vertrauenswürdig sind.

Nachdem im Moment die End-to-End-Sicherheit, also die Verschlüsselung des gesamten Applikationskomplexes, als die sicherste Lösung präsentiert wird, muss über Vertrauensbildung auch noch ein nicht-technischer Weg gefunden werden. Denn während eine End-to-End-Sicherheit die optimale Lösung darstellt, ist dies häufig entweder aus technischen oder finanziellen Gründen nicht realisierbar. Hier ist es ratsam, Anwender und Anbieter über Vorteile und Risiken besser aufzuklären um die effizienteste Lösung bereitzustellen.

Neutrale Stellen sollten abseits von plakativen Schlagworten eine Vergleichbarkeit herstellen. Ansätze hierfür können in der Politik bereits beobachtet werden, aber auch in Organisationen wie EuroCloud oder aus dem Sicherheitsnetzwerk von BICC.net.

Überschaubarkeit und Qualifizierung des Angebots

Auch die hohe Anzahl an Cloud-Anbietern stärkt das Argument für eine objektive Vergleichsmatrix: Aufgrund der hohen Anzahl an Start-Ups besteht für den Cloud-Sourcing-Kunden das Risiko, sich an einen Anbieter zu binden, dessen Geschäftsmodell sich mittelfristig als nicht tragfähig erweisen könnte. Abhilfe könnte auch hier eine Vergleichbarkeitsmatrix von maximal einem Dutzend Parametern schaffen, die für verschiedene Anbieter gilt und eine unabhängige Gegenüberstellung ermöglicht.

Auf diese Weise können Kosten und Nutzen leichter abgewogen werden. Mittelfristig ist im Hinblick auf die Überschaubarkeit des Cloud-Marktes eine Metrik zu erwarten, mit der Performance und Verfügbarkeiten verschiedener Anbieter verglichen werden können. Da Cloud im Grunde standardisierte Pakete bedeutet - um skalierbar zu bleiben, muss die Unterstützung für solch eine Initiative auch von den Anbietern selbst kommen. Einzelverhandelte Lösungen werden aufgrund der Komplexität vermutlich die Ausnahme bleiben. Ergänzend sind auch verschiedene Verfügbarkeiten in Modulform von einem Anbieter vorstellbar, wie sie z.B. auch Amazon schon dargestellt hat.

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