Neue Features und Beta-Tools für die Cloud-Plattform

Pivotal Cloud Foundry 2.5 veröffentlicht

| Autor / Redakteur: Mirco Lang / Florian Karlstetter

Multi-Cloud-Management mit Pivotal Cloud Foundry, jetzt in Version 2.5.
Multi-Cloud-Management mit Pivotal Cloud Foundry, jetzt in Version 2.5. (Bild: © Natascha - stock.adobe.com)

Pivotal hat just seine Version 2.5 der Open-Source-Multi-Cloud-Plattform „Cloud Foundry“ vorgestellt und verspricht eine ganze Reihe größerer wie kleinerer Neuerungen, beispielsweise die flexiblere Einbindung des Open-Source-Container-Orchestrierungs-Tool „Kubernetes“.

Die umfangreiche Meldung von Pivotal preist neben regulären neuen Features auch einige Funktionen im Beta-Stadium an und präsentiert einige Vorschauen auf künftige Erweiterungen.

Pivotal gibt an, sich seit einiger Zeit in den Open-Source-Projekten „Istio“, einer OpenStack-Mangagement-Plattform für Micro-Services, und „Envoy“, einem Proxy-Server für Cloud-Anwendungen, zu engagieren. Beide Technologien finden sich bereits in PCF, ab Version 2.5 jedoch mit mehr und einfacher zu nutzenden Features.

Über „Weighted Routing“ soll die Traffic-Auslastung beim Blue-Green-Deployment ganz einfach gesteuert werden können. So soll es beispielsweise möglich sein, einer noch laufenden Version 1 einer App 80 Prozent und einer gerade in der Auslieferung befindlichen Version 2 etwa 10 Prozent des Verkehrs zuzuordnen. Weighted Routing befindet sich noch in der Beta-Phase.

In der Beta-Phase

Ebenfalls als Beta wird die „Platform Automation for PCF“ angegeben: Über eine Sammlung wiederverwendbarer Bausteine sollen sich automatisierbare Upgrade-Routinen für die Plattform über menschenlesbare „Yaml“-Dateien realisieren lassen.

Als reine Vorschau teasert Pivotal die Nutzung der Neuerungen in „Windows Server 2019“ an, das deutlich Container-freundlicher als seine Vorgänger sein und Container-Apps somit wesentlich schneller, stabiler und sicherer machen soll.

Bereits fertig ist hingegen die flexiblere Nutzung der Container-Verwaltung Kubernetes. Der bisherige Pivotal Container Service (PKS) läuft nun unter der bezeichnung „Enterprise PKS“. Hinzu gesellen sich Essential PKS und Cloud PKS.

Essential PKS wird für die Nutzer empfohlen, die eine eigene Infrastruktur auf Kubernetes aufbauen wollen und basiert auf den Kubernetes-Services von Heptio. Cloud PKS wird von VMware in der öffentlichen Cloud betrieben, ermöglicht den schnellen Einsatz und wird per Pay-as-you-go finanziert – ist derzeit aber noch Beta-Software.

Im Kontext

Ab sofort soll die Nutzung von Metadaten bei API-Ressourcen für Context sorgen: Apps unter „Pivotal Application Service“ (PAS) können bei Aufrufen nun mit kontextspezifischen Inhalten ergänzt werden, beispielsweise um Release-Informationen mitzugeben, Hashes zu verfolgen oder Organisationseinheiten zu übergeben.

Eine interessante Vorschau aus ganz anderer Richtung: Über den Pivotal Apps Manager soll die Verwaltung vieler Apps auf unterschiedlichen Foundations deutlich erleichtert werden, unter anderem über entsprechende Such- und Filterfunktionen.

Zu den weiteren Neuigkeiten gehören etwa stabilere Micro-Services und einfachere „MongoDB“-Verbindungen dank „Steeltoe 2.2“, einfacherer Vergleich von Manifesten im Stil der Github-Diffs, Support für „Azure AZs“, CLI-Unterstützung für App-to-App-Network-Policies und vollständige Verwendung der Automatisierungsfähigkeiten des „Ops Manager“ im Betrieb unter SAML/LDAP. Weitere Kleinigkeiten finden Sie in den Release Notes.

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