Einblick in und Steuerung von VMs und Storage

Pernix Data beschleunigt Speicher und VMs Server-seitig

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die FVP-Version 3.0

Die FVP-Software verwendet zu Clustern zusammengefasste, schnelle Server-Medien, um Schreib- und Lesezugriffe mit kurzen Latenzzeiten für praktisch jede virtualisierte Applikationen zu realisieren. Dies gewährleistet Applikations-Performance mit lückenlosem VM-Betrieb und Fehlertoleranz. Gleichzeitig kann die Speicherkapazität aller gemeinsam genutzten Speichersysteme ausgeschöpft werden, so dass ein kompletter Austausch (Rip-and-replace) nicht nötig ist. Speicher-Performance lässt sich also von der Kapazität entkoppeln.

Die Pernix-Data-Software FVP, inzwischen in der Version 3.0 verfügbar, beschleunigt durch die Entkopplung von Storage-Management und Speicherkapazität.
Die Pernix-Data-Software FVP, inzwischen in der Version 3.0 verfügbar, beschleunigt durch die Entkopplung von Storage-Management und Speicherkapazität. (Bild: Pernix Data)

Die Software FVP lässt sich vielleicht am ehesten mit „Atlantis USX“ vergleichen. Auch hier wird aus freier RAM-Kapazität ein Pool gebildet, um das Speicher-Management zu beschleunigen, unabhängig von einem zweiten Storage-Pool, der letztlich die Daten aufnimmt. Pernix-Data-Manager Süßmuth wird allerdings nicht müde drei Vorteile der eigenen Software zu betonen:

  • 1. Pernix Data integriert sich in ESX und ist damit Hardware-agnostisch; es brauche keine Hardware-Kompatibilitätstest und der Einbau funktioniere praktisch, ohne dass eine Unterbrechung des Betriebs notwendig sei.
  • 2. Während Atlantis Computing USX in rein Flash-basierten Umgebungen sähe, könne FVP nahezu jede Memory-Komponente im und außerhalb von Servern verwenden.
  • 3. Während Atlantis USX hauptsächlich die Lesefunktionen beschleunige, erlaube FVP auch die Beschleunigung von Schreibfunktionen.

FVP im Universitätsklinikum Leipzig

System-Manager Pfuhl von Leipziger Uni-Klinikum bestätigt, dass der Performace-Gewinn bei ihm tatsächlich gut funktioniere. 2008 bis 2010 habe die Klinik zwei neue Rechenzentren gebaut, und dezentrale Anwendungen zentralisiert. Zugleich habe das Krankenhaus seine Anwendungen stark virtualisiert.

Die FVP-Software verwendet zu Clustern zusammengefasste, schnelle Server-Medien, um Schreib- und Lesezugriffe mit kurzen Latenzzeiten für praktisch jede virtualisierte Applikationen zu realisieren.
Die FVP-Software verwendet zu Clustern zusammengefasste, schnelle Server-Medien, um Schreib- und Lesezugriffe mit kurzen Latenzzeiten für praktisch jede virtualisierte Applikationen zu realisieren. (Bild: Pernix Data)

Von der Virtualisierung ausgenommen waren insbesondere zwei Systeme, die zum Teil aus Performance und zum Teil aus Gründen der RAID-Level auf eigenen physischen Servern verblieben. Dazu gehörten auch die SAP-Systeme – „FI“, „CO“, „MM“, „ISH“ und „ISHmed“ unter „Solaris“, die rund 2.000 Anwender parallel nutzen. Als ein Release-Wechsel anstand, der mit einer Migration auf VMware einhergehen sollte, mussten die Systemtechniker feststellen, dass die Storage-Systeme „schon gut gefüllt waren“, wie Pfuhl es ausdrückt.

An eine Beschaffung weiterer Storage-Systeme war nicht zu denken. Alle fünf Jahre macht das Klinikum einen siebenstelligen Betrag frei für IT-Anschaffungen. Zudem musste das Pfuhl-Team Performance sicherstellen; insbesondere für die Anwendungen, auf die Pflegepersonal und Ärzte zeitnah zugreifen müssen. „Ohne den Einsatz von FVP wäre die Masse der IOPS nicht zu schaffen gewesen“, sagt Pfuhl.

Die Entkopplung von Performance und Kapazität

Das Leipziger Problem sei ein generelles, erläutert Pernix-Data-Manager Süßmuth. Denn in vielen Firmen wachse das Storage-Aufkommen schneller als die Investitionsmittel vorsähen. Und ohne eine Entkopplung der Performance von den eigenetlichen Speichermedien, versuchten die Anwender Leistungsgrenzen durch mehr oder größere Storage-Maschinen zu kompensieren. Beispielsweise habe FVP bei einem Anwender mit 50 Oracle-Datenbanken etwa 8 Millionen IOPS sparen können.

Beschleunigung verschiedener Speicheraufgaben durch den Einsatz von FVP.
Beschleunigung verschiedener Speicheraufgaben durch den Einsatz von FVP. (Bild: Pernix Data)

Die aktuelle Version 3.0 von FVP erhöht noch einmal die Performance und den Bedienkomfort, addiert eine neue proaktive Analyse- und Optimierungs-Funktion sowie die Möglichkeit, die Software in „vSphere 6.0“-Umgebungen einzusetzen. Zusätzlich bietet das Unternehmen nun mit „FVP Freedom“, einer kostenlose Version an, die allen interessierten Anwendern ohne zeitliche Beschränkung zur Verfügung steht. FVP Freedom macht es so leicht wie nie zuvor, die Leistungsvorteile der serverseitigen Speicherbeschleunigung zu realisieren. Darüber hinaus können Unternehmen ihre Speicherkosten erheblich verringern, indem sie unnötige Investitionen in Caching-Lösungen für Speicherarrays vermeiden.

Die FVP-3.0-Merkmale im Überblick:

Unterstützung von vSphere 6.0. FVP ermöglicht Kunden die Realisierung von erstklassiger Speicher-Performance in jeder modernen vSphere-Umgebung (5.x und 6.0).

Neue HTML5-basierte Benutzeroberfläche. FVP zeichnete durch eine „elegante Darstellung der Leistungskenndaten und seine intuitive Oberfläche“ aus, sie der Hersteller. Die jüngste Version bietet weitere Verbesserungen.

Pernix Plus. Die proaktive Analyse- und Optimierungs-Funktion von FVP ermöglicht die Erfassung relevanter Bereitstellungsdaten von Pernix-Data-Kunden. Dies erleichtert die Erkennung möglicher Störungen noch vor ihrem Auftreten und erlaubt schnelle Problemlösungen durch das Support-Team von Pernix-Data.

FVP Version 3.0 ist ab sofort allgemein verfügbar. Die Preise basieren primär auf Host-Lizenzen. Die Einstiegsvariante, limitierte auf drei 2-Sockel-Hosts und 100 VMs, kostet 7.500 Dollar. In der Enterprise-Variante zahlen Kunden rund 7.000 Dollar pro Host. Hier sind Anzahl der Sockel und der VMs unbegrenzt.

FVP Freedom – der softwaredefinierte Quertreiber

FVP Freedom umfasst mehrere grundlegende Elemente von FVP, zum Beispiel Lesebeschleunigung und Distributed Fault Tolerant Memory (DFTM), und macht diese für alle Anwender verfügbar, die ihre Speichersysteme beschleunigen wollen. Die kostenlose Software ist ohne zeitliche Beschränkung und für alle interessierten Nutzer verfügbar.

Mit FVP Freedom können Anwender die Leistungsvorteile der Server-seitigen Speicherbeschleunigung testen, indem sie die Software einfach herunterladen und einen Speicherbereich von vorhandenen Servern nutzen. Darüber hinaus ist es nicht mehr erforderlich, eine zusätzliche Lese-Caching-Software innerhalb des SAN einzusetzen, wodurch die Kunden Kosten in fünfstelliger Höhe pro Speicher-Array einsparen können.

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