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Plesk als Administrationsumgebung auf Virtual Private Server Per VPS und Plesk spielend leicht zum versierten Webhoster

| Autor / Redakteur: Mathias Brasche* / Ulrike Ostler

Nicht nur leistungsfähige Virtual Private Server (VPS) haben aktuell Hochkonjunktur: Auch Konfigurations-Tools für das Webhosting wie „Plesk Onyx“ oder das neuere „Plesk Obsidian“ erfreuen sich großer Beliebtheit. Und das hat gute Gründe, die zusammenhängen: Denn viele Vorteile der flexiblen VPS gehen mit der Administrationsumgebung Hand in Hand.

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Mathias Brasche, Head of Cloud Hosting bei Host Europe, kommt zum Schluss, dass „Plesk“ insbesondere für Webhoster ein prima Konfigurationswerkzeug ist.
Mathias Brasche, Head of Cloud Hosting bei Host Europe, kommt zum Schluss, dass „Plesk“ insbesondere für Webhoster ein prima Konfigurationswerkzeug ist.
(Bild: Gerd Altmann auf Pixabay)

Wer heute im Online-Geschäft tätig ist, kommt um Anwendungen wie Plesk kaum noch herum. Diese Erfahrung mache nicht nur ich, sondern auch viele meiner Kollegen. Vor allem unerfahrene Webhoster, die zum ersten Mal eigenständig eine Webseite aufbauen, verwalten oder erweitern wollen, nutzen das hilfreiche Tool mit großer Begeisterung.

Das hat sich übrigens auch im Laufe der Corona-Pandemie noch einmal klar bestätigt. Denn viele Händler, aber auch kleinere oder mittelständische Unternehmen, haben die Zeit genutzt, um ihre Online-Angebote an die oftmals angestiegene Nachfrage mit neuen Funktionen oder ganzen Relaunches anzupassen.

Mathias Brasche, Head of Cloud Hosting bei Host Europe, ist unter Xing und LinkedIn zu finden.
Mathias Brasche, Head of Cloud Hosting bei Host Europe, ist unter Xing und LinkedIn zu finden.
(Bild: Host Euprope)

Zahlreiche Ladengeschäfte in den Städten mussten bekannterweise leider vorübergehend schließen. Um der Krisensituation besser Herr zu werden, waren daher bei vielen Webseitenbetreiber nicht nur leistungsstärkere Serverlösungen wie VPS äußerst gefragt. Für zusätzliche, überarbeitete und zielgerichtete Web-Angebote, Website-Features oder neu aufgesetzte Online-Shops braucht es nämlich häufig neben einer leistungsfähigen Basis auch entsprechend vielseitige, intuitiv bedienbare Administrationsoberflächen – schließlich ist nicht jeder IT-Beauftragter auch Web-Entwickler oder ausgewiesener Systemadministrations-Spezialist im Serverumfeld.

Kein Wunder also, dass besonders leistungsfähige und extrem benutzerfreundliche Verwaltungsoberflächen wie Plesk in diesen Zeiten regelrecht „Hochkonjunktur“ haben. Was Plesk alles kann – und was vielleicht auch nicht – möchte ich daher einmal etwas genauer beleuchten.

Welche Vorteile bietet Plesk in der Web-Entwicklung?

Mit Plesk können Webmaster sowohl eigenständig zur Tat schreiten als auch die Betreuung der Webseite einfach auslagern. Als Web-basierte Konfigurationsoberfläche erleichtert Plesk nämlich vielfach die Erweiterung und Einrichtung von Serverdiensten und macht die Administration von Postfächern, die Auswertung von Web-Statistiken, die Optimierung von Datenbanken und die Verwaltung der eigenen Domains zum Kinderspiel.

Auch in Sachen `Übersichtlichkeit´ kann Plesk punkten, da sich hier auch anspruchsvolle Administrationsaufgaben übersichtlich strukturieren und abarbeiten lassen – ohne, dass man dabei in den `Untiefen´ des eigenen Systems versinkt. Viele Klicks oder irrige Umwege mit der Maus sind nicht notwendig, das meiste ist schon auf den ersten Blick auffindbar. Mit dieser intuitiven Nutzererfahrung unterstützt die Anwendung auch technisch eher unerfahrene Webseite-Betreiber aktiv bei der professionellen Server- und Installations-Verwaltung.

Mathias Brasche. „Mit Plesk lässt sich die Komplexität bei der Einrichtung von Servern und Webseiten deutlich reduzieren.“
Mathias Brasche. „Mit Plesk lässt sich die Komplexität bei der Einrichtung von Servern und Webseiten deutlich reduzieren.“
(Bild: Host Europe)

Darüber hinaus bietet Plesk seinen Anwendern zahlreiche vorinstallierte Anwendungen an. Hier ist nicht nur der bereits (vor-)konfigurierte Mailserver zu nennen, sondern beispielsweise auch Dateiverwaltungsprogramme wie ein sofort einsetzbarer FTP-Server. Selbst das Content Management System (CMS) „Wordpress“, mit dem immerhin knapp 60 Prozent der heutigen Webseiten verwaltet werden - aber auch andere CMS wie „Drupal“ oder „Joomla!“ -, ist für die Webseitenerstellung schon vorkonfiguriert. Plesk macht somit „Hilfe zur Selbsthilfe“ möglich, da es die Komplexität bei der Einrichtung von Servern und Webseiten deutlich reduziert.

Die gleiche Stärke kann Plesk im Übrigen auch in größerem Umfang ausspielen: Das Programm beherrscht (in höheren Lizenzen) sogar eine vollständige Kunden- und Wiederverkäuferverwaltung. Betreut man mehrere Webprojekte für unterschiedliche Kunden, ist das ein erheblicher Pluspunkt.

Also: Plesk kann als Web-Admin oder -Master die Arbeit deutlich erleichtern, weil komplexe Prozesse einfache Lösung finden.

Eine typische Wordpress-Installation

Wie sehr Plesk die Planung, Umsetzung und Weiterentwicklung verschiedenster Web-Projekte unterstützt, zeigt eine typische „Wordpress“-Installation, die in nur wenigen Minuten gelingt. Über die Kommandozeilen-Benutzeroberfläche (WP-CLI) können zudem sogar Multisite-Installationen ohne die Nutzung eines externen Browsers konfiguriert werden.

Nimmt man nun das Debug-Management und die Indexierung hinzu, stellt man fest, dass man nicht nur schnellen Überblick über alle Websites bekommt – in der Not lassen sich auszutauschende Inhalte im Handumdrehen anpassen und Fehlermeldungen beheben. Dank der sich responsiv anpassenden Benutzeroberfläche gelingt dieser intervenierende Zugriff zudem von jedem Endgerät aus, ganz gleich ob hochauflösender Desktop-Monitor oder gerade griffbereites Smartphone.

Sollte sich ein Problem dennoch einmal nicht von selbst lösen lassen, bieten erfahrene Hosting- und Serverexperten wie Host Europe meist einen speziell geschulten 24/7-Kundenservice inklusive Sicherheitsprüfungen für alle Installationen an; ein teurer, zusätzlicher externer Sicherheitsexperte wird damit nahezu unnötig.

Plesk als Administrationsumgebung für VPS? Passt perfekt!

Wer zudem in der jüngeren Vergangenheit von einem klassischen Dedicated Server auf eine moderne Virtual Privat Server-Lösung umgestiegen ist oder dies vorhat, hat mit Plesk eine passende Möglichkeit, den eigenen Webaufritt kostengünstig noch weiter zu professionalisieren. Denn Plesk bietet Administratoren mehrere Funktionen, die mit den Vorteilen der leistungsfähigen Virtual Private Server (VPS) zusammenpassen.

„Optimiere Settings und bedarfsgerechte, passgenaue Skalierung", so beschreibt Autor Mathias Brasche den Umgang mit dem Tool „Plesk“.
„Optimiere Settings und bedarfsgerechte, passgenaue Skalierung", so beschreibt Autor Mathias Brasche den Umgang mit dem Tool „Plesk“.
(Bild: Host Europe)

Absprungraten schießen online häufig dann in die Höhe, wenn die besuchte Webpräsenz nicht schnell genug lädt. Zwar ist eine typische Wordpress-Installation in der Regel nicht übertrieben ressourcenintensiv. Dennoch kann die Performance der Webseite abfallen, wenn zu viele Webinstanzen auf ein und demselben Server laufen und einzelne davon recht gut besucht werden.

Mit den VPS wird das Problem bereits dadurch umgangen, dass es keinen dedizierten, physischen Server gibt, sondern die nötige Leistung einfach und schnell virtuell zur Verfügung gestellt werden kann. Dieser Effekt lässt sich mit Plesk noch einmal verstärken, denn das Administrationsprogramm optimiert durch automatische Updates regelmäßig relevante Einstellungen und unterstützt somit die einwandfreie Funktionalität Ihrer Webseite.

Gleichzeitig sorgt ein VPS für mehr Sicherheit auf Ihrer Website, indem er die Gefahr von Data Phishing durch die Exklusivität des virtuellen Server-Containers reduziert. Auch Plesk greift hier gerne unter die Arme: Das Administrationsprogramm schützt durch die Option, SSL/TLS-Zertifikate einzubinden und nimmt automatisch viele wichtige Einstellungen für den Betrieb Ihrer Wordpress-Website vor.

Erfahrenen Hosting Provider steigern die Sicherheit zudem durch die Installation von Antiviren-Kits wie „Imunifyav“ noch einmal zusätzlich. Hierdurch werden Updates ohne Server-Neustart installiert und Angriffe abgewehrt.

Arbeitsalltag einfacher gestalten: Hilfreiche Zusatz-Tools mit Plesk

Mittels Plesk finden weitere nützliche Tools Eingang auf der Kunden-Webseite. Das können beispielsweise das Plugin „Speed Kit“ sein – oder „Google Page Speed Insights“. Hierdurch steigern Administratoren nicht nur zusätzlich die Geschwindigkeit auf der Webseite, auch die Performance gewinnt noch einmal an Fahrt. Kunden und Besucher werden das sicherlich positiv honorieren.

Da Plugins, Themes und andere Erweiterungen jedoch auch `Unfrieden stiften´ und zu einem unerwünschten Verhalten führen können, haben sich die findigen Entwickler von Plesk hier ebenfalls etwas überlegt. Die Sicherheit einer Qualitätssteigerung durch Updates soll dadurch gewährleistet werden, dass durch die „Smart-Update“-Funktion – bei gleichzeitiger Verwendung einer Staging-Umgebung – Updates ausführlich getestet werden können, bevor sie auf der ausgewählten Webseite endgültig Anwendung finden. Das spart nicht nur Zeit, sondern standardisiert obligatorische Vorgänge und gibt auch den ungeübten Entwicklern erneut die zielgerichtete Möglichkeit, die Erweiterung ihres Webauftrittes möglichst fehlerfrei voranzutreiben.

Absolut erwähnenswert ist zudem das SEO-Toolkit von Plesk. Da Suchmaschinenoptimierung heute sicherlich zu den grundlegenden Anforderungen in der erfolgreichen Online-Positionierung ist, unterstützt Plesk auch hier. Die SEO-Arbeit wird erleichtert, indem Ihnen Plesk stets einen aktuellen Überblick über die Performance der von Ihnen verwalteten Webseiten liefert. Dazu können relevante Keywords überwacht und das Ranking der eigenen Webseite auf Basis dieser Daten verbessert werden.

Zusammengefasst: VPS und Plesk passen also gut zueinander: Denn beide ermöglichen durch Leistungsstärke die professionelle Verwaltung Ihrer (Kunden-)Webseiten und sorgen für mehr Sicherheit, Geschwindigkeit, Anwenderfreundlichkeit und Effektivität.

* Mathias Brasche ist bei Host Europe Head of Cloud Hosting.

(ID:46750310)