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Parallels Desktop 4.0 for Mac – Virtualisierung auf Apple-PCs

11.11.2008 | Autor / Redakteur: Peter Hempel / Florian Karlstetter

Virtualisierung auf dem Mac: Parallels Desktop 4.0.
Virtualisierung auf dem Mac: Parallels Desktop 4.0.

Parallels schlägt zurück: Nachdem VMware den Fehdehandschuh mit kleinen Spitzen in Fusion 2.0 hingeworfen hat, hebt Mac-Virtualisierungskonkurrent Parallels ihn nun auf und holt aus. Beide Virtualisierungslösungen können in den aktuellen Versionen die Maschinen des Konkurrenten mit wenigen Klicks importieren. Aber damit nicht genug, Parallels wollte bei Version 4.0 besonders das Handling verbessern.

Parallels Desktop virtualisiert auf Mac-Betriebssystemen Gäste wie Windows oder Linux. Das Haupteinsatzgebiet wird aber auch in Version 4.0 nach wie vor sein, Mac-Benutzer die letzten noch fehlenden Produktivanwendungen aus der Windows-Welt ausführen zu lassen. Dank DirectX-Unterstützung bis Version 9 kann aber auch das ein oder andere Spiel auf dem Mac zum Laufen gebracht werden.

Aber nicht nur an der Spielefront ist Parallels Desktop in Version 4.0 erwachsen geworden. Von der umfangreicheren Version „Server“ hat die kleine Virtualisierungslösung die Eckdaten geerbt: Bis zu acht Prozessorkernen, acht Gigabyte Hauptspeicher und bis zu 16 virtuelle Netzwerkkarten können vom Gastbetriebssystem genutzt werden.

Ebenso unterstützt die neue Parallels Desktop-Version auch Leopard Server und experimentell sogar Snow Leopard als Gastsysteme. Aus der Windows-Welt wird neben Vista und XP auch Server 2008 auf dem Mac gehostet.

Übersichtlich starten

In einer Übersicht werden beim Start der Virtualisierung sämtliche VMs plus Optionen angezeigt. Diesen Abstraktionslayer nennt Parallels Favoriten. Hier können bestehende Maschinen verwaltet, heruntergeladen, importiert oder neu angelegt werden. Außerdem sieht man anhand von Symbolen, wenn einzelne Dateianhänge übergreifend bestimmten Anwendungen zugeordnet sind – eine weitere Neuerung in Parallels Desktop 4.0.

So können beispielsweise PDFs immer mit der Mac-eigenen Vorschau geöffnet werden, auch wenn sie als Dateianhang im Outlook einer virtuellen Maschine empfangen wurden. Umgekehrt kann ein Doppelklick auf ein Excel-Sheet unter Mac OS X einen virtuellen Systemstart im Hintergrund plus Öffnen im Windows-Excel bewirken.

So gestartete Programme tauchen unter Mac OS X im Dock auf. Per Option kann man sie auch nach dem Schließen des Anwendungsfensters dort behalten. So lassen sich die Bedienkonzepte beider Welten miteinander vermischen. Das wird zusätzlich durch global definierbare Tastaturmappings erleichtert – wer viele E-Mails unter Windows und Mac OS X abwechselnd schreibt, weiß wie heikel ein kleines Symbol manchmal sein kann: Alt+q – Das „At“ der Windows-Welt, schließt bei OS X normalerweise Anwendungen.

Auch in anderen Punkten wachsen Mac- und Windowswelten immer mehr zusammen: Per Coherence-Modus werden neben den aktiven Fenstern auch Symbole aus dem Windows-System-Tray in der oberen Finder-Leiste des Hostsystem angezeigt. Im Modality-Mode wird der gesamte Desktop einer oder mehrerer VMs als halbdurchsichtige Miniatur im Vordergrund gehalten, um wichtige Vorgänge im Blick zu behalten, während man in einem anderen Betriebssystem arbeitet.

Einen groben Überblick kann man sich auch per iPhone verschaffen. Im AppStore soll heute Nachmittag eine Applikation erhältlich sein, die den Desktop der virtuellen Maschinen aufs iPhone bringt. Mehr als eine Übersicht ist aber momentan noch nicht möglich. Fernsteuern kann man die virtuellen Umgebungen leider noch nicht, so der Hersteller.

Seite 2: Leichtere Bedienung rund um die Virtualisierung

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