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Software Defined Networking, Teil 1 Paradigmenwechsel im LAN

| Autor / Redakteur: Andreas Hausmann / Peter Schmitz

Das Netzwerk, wie wir es kennen, hält mit den Entwicklungen bei Servern und Storage-Produkten nicht mehr mit. Zeit für neue Modelle! Software Defined Networking kann einen Paradigmenwechsel im LAN einleiten und das Netzwerk, wie wir es kennen, komplett verändern.

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Unsere Netzwerke werden zwar schneller und billiger, aber auch statischer und komplizierter. Etwas völlig Neues muss her. Es ist Zeit für den viel beschworenen Paradigmenwechsel!
Unsere Netzwerke werden zwar schneller und billiger, aber auch statischer und komplizierter. Etwas völlig Neues muss her. Es ist Zeit für den viel beschworenen Paradigmenwechsel!
(Fotolia)

Seit nun mehr als 15 Jahren gibt es keine neuen Technologien im Netzwerkbereich. Nur vage Verbesserungen hinsichtlich Redundanz, Services und rudimentärer Virtualisierung hat die Netzwerktechnik in der zurückliegenden Dekade erfahren.

Gut, das Netz ist schneller und billiger geworden – zugleich aber auch statischer und komplizierter. Dies ist in einer Zeit der Virtualisierung aber nicht mehr ausreichend (siehe Bildergalerie, Bild 1). Etwas völlig Neues muss her; es ist Zeit für den viel beschworenen Paradigmenwechsel.

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Software Defined Networking kann diesen Paradigmenwechsel einleiten und das Netzwerk, wie wir es kennen, komplett verändern.

Das kann SDN

SDN steht für Software Defined Network und beschreibt ein Modell der Paketsteuerung in einem Netzwerk. Mit SDN entsteht ein Policy Based Network.

Ein neues Modell wie SDN ist nötig, weil das klassische Netzwerk für die neuen Anforderungen zu statisch und unflexibel ist. Anforderungen der Virtualisierung und Automatisierung können nicht erfüllt werden, da sich die alte Infrastruktur in ständigen Konflikten befindet: implementierte Sicherheitsregeln werden ohne weitere Maßnahmen von den Routingprotokollen ausgehebelt; Netzwerk Policies werden an unterschiedlichen Stellen im Netzwerk wiederholt – manuell und durch Templates. All dies macht es sehr schwer, physikalische Maschinen umzuziehen oder hinzuzufügen, und das Netzwerk muss an vielen Stellen immer wieder auf den neusten Stand gebracht werden.

Im Alltag erleben wir in der Infrastruktur absichtliche limitierte Redundanzen, „Engpässe“, um Security Policies sicher zu stellen und wir machen Kompromisse zwischen dem Admin und der Verfügbarkeit – denn Routing Policies sind beispielsweise schnell verfügbar, der Admin jedoch nicht.

Auf dynamische Ereignisse gibt es deshalb nur langsame Reaktionen. Eine Maschine umzuziehen dauert Stunden, wenn nicht gar Tage. Und da die Skalierbarkeit in einem Netzwerk durch die operationale Komplexität und durch die begrenzte Fähigkeit, den aktuellen Status zu verwalten, limitiert ist, muss für die Anforderungen von heute und der Zukunft ein neues Modell her.

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