Zwei-Faktor-Authentisierung und verbesserte Workflow Engine

Owncloud Enterprise kommt in Version 9.1

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

Außer Wissen (Passwort) braucht man für Zwei-Faktor-Authentisierung einen zweiten Schlüssel
Außer Wissen (Passwort) braucht man für Zwei-Faktor-Authentisierung einen zweiten Schlüssel (Bild: Tim Reckmann / Pixelio.de)

Owncloud sendet wichtige Lebenszeichen: Nach OwnCloud Server hat das Nürnberger Unternehmen jetzt auch die für das Business wichtige Enterprise Edition in die Version 9.1 gehoben. Für Nordamerika ist ein neuer Supportpartner gefunden.

Der Fork Nextcloud und die Abwanderung wichtiger Entwickler haben Befürchtungen Vorschub geleistet, Owncloud könnte den Bach runtergehen. Doch die Nürnberger hatten schnell mit einer neuen Version 9.1 von Owncloud Server reagiert. Jetzt haben sie die Enterprise Edition auf das gleiche Release-Niveau gehoben. Mit ihr will Owncloud anscheinend den zahlenden Business-Kunden zeigen, dass es weitergeht. Interessenten können die neue Version 30 Tage lang kostenlos testen.

Ein zweiter Faktor für mehr Sicherheit

Die wichtigste Neuerung bei Owncloud Enterprise ist die Zwei-Faktor-Authentisierung. Das heißt, ein Anwender braucht außer seinem Passwort für den Zugriff auf Dateien einen zweiten Sicherheitsschlüssel. Das kann ein Hardware-Dongle sein oder eine einmalig vergebene Zeichenkombination. Eine im Open-Source-Bereich dafür verbreitete Technik ist SAML. Owncloud unterstützt jetzt auch andere Techniken und Tokens. Administratoren können einzelnen Tokens die Rechte blockieren.

Die Zwei-Faktor-Authentisierung können auch Hersteller von Apps für Owncloud in ihre Produkte einbauen. Damit lässt sich auch bei diesen Erweiterungen Brute-Force-Attacken auf Passwörter vorbeugen, und Einzelanwendungen oder -bereiche einer Owncloud lassen sich gezielt mehr oder weniger hart schützen.

Komfortablere Business-Prozesse

Überarbeitet hat Owncloud ferner die Workflow-Engine. Ab sofort lassen sich neue oder modifizierte Dateien mit Triggern ausstatten. So lassen sich per Scripts automatisch verschiedene Vorgänge bei diesen Files auslösen, beispielsweise eine Konvertierung von Textdokumenten in das PDF-Format. Das Verfahren kann natürlich auch dazu dienen, vordefinierte Businesss-Prozesse auszulösen.

Bisher müssen in periodischen Abständen Scans über Shares laufen, weil der Server Änderungsangaben nicht automatisch verarbeitete. Das führte bei großen Volumes dazu, dass laufende Änderungen einen Scan obsolet machten. Die neue Version 9.1 von Owncloud Enterprise übernimmt die Notifications von Laufwerken in Windows-Netzen, so dass hier die umfangreichen Scans überflüssig werden.

Neuer Supportpartner für Nordamerika

Nach der Abspaltung hatte Owncloud die US-amerikanische Niederlassung schließen müssen. In der Folge konnte das Unternehmen seinen nordamerikanischen Kunden nur Support über die Nürnberger Zentrale anbieten. Dieses Defizit ist jetzt behoben. Ab sofort wird Xtivia Inc. aus Colorado Springs direkter Ansprechpartner für Bestandskunden und interessierte Unternehmen in den USA und Kanada sein und Support leisten.

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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