Für Netz-Applikationen und -Services ab 2020

Orange testet die Ecomp von AT&T für mehr SDN

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die AT&T-Plattform für das Managment und die Orchestrierung von SDN sowie NFV "Ecomp" wird Open Source und Orange Kunde sowie Untertützer.
Die AT&T-Plattform für das Managment und die Orchestrierung von SDN sowie NFV "Ecomp" wird Open Source und Orange Kunde sowie Untertützer. (Bild: AT&T)

„Cloud-Entwickler“ und Netzwerk-Operatoren sollen es mit der Plattform „Ecomp“ von AT&T künftig einfacher haben, zumal das Produkt in Zusammenarbeit mit der Linux Foundation nunmehr Open Source wird. Partner Orange testet die Software, mit der sich Software Defined Networks erstellen und managen lassen und wird Entwicklungspartner.

Chris Rice, Senior Vice President und zuständig für die Domain-2.0-Architektur und –Design bei AT&T, wird pathetisch: „Ecomp ist ein Grundpfeiler, eine Deklaration die dafür steht, dass die Netze der Zukunft Software-zentriert sein werden, dass sie schneller und stärker auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sein werden und zudem effizienter“. Die Entscheidung von Orange, eines der international führenden Carrier, ist eine großartige Bestätigung dieses Anspruchs.“

Alain Maloberti, Senior Vice President Orange Labs Network bei Orange, lobt, dass die Plattform höchst agil und leicht zu verstehen sei. Darüber hinaus aber bestätigt er, dass die Partner daran glauben, dass eine Plattform wie Ecomp eine starke Open-Source-Gemeinschaft brauche, um die Adaption in der Branche voranzutreiben. „Wir werden zusammen mit AT&T daran arbeiten, eine solche Community ins Leben zu rufen, die eine Referenzsoftwareplattform entwickelt für eine Netztwerk-Orchestrierung und ein Management, die mehr Automatisierung zulassen“, sagt er und setzt hinzu: „Wir planen zunächst Ecomp-Experimente unter Labor-Bedingungen, denen jedoch schon bald Feldversuche als Teil unseres ´On-Demand-Netzwerk`-Programms folgen sollen.“

Damit Orange das erste Telekommunikations-Unternehmen, dass sich der Ecomp-Initiative von AT&T anschließt. Die Ankündigung ergänzt der gemeinsamen Ankündigung zusammenzuarbeiten, und zwar in Bezug auf Open Source und der Standardisierung von Techniken für SDN- und Network Function Virtualization (NFV).

Seit 2014 in der Mache

Auf der Seite von AT&T handelt es sich bei Ecomp um keine Neuheit. Das Akronym steht für Enhanced Control, Orchestration, Management und Policy. Der Telco-Riese arbeitet schon seit 2014 an der Umsetzung seiner Software-zentrierten Vision als Antwort auf die immer neuen Rekorde bei der Nachfrage nach Netzwerk-Kapazität.

Zwischen 2007 und 2015 ist der Datenverkehr in den Funknetzen von AT&T um sage und schreibe 150.000 Prozent gestiegen. Doch nicht nur das: Die Anwender, Consumer wie Unternehmen erwarten zudem mehr und bessere Services als jemals zuvor. Ein Ende ist nicht abzusehen: 4K-Videos, Virtal Reality und das Internet der Dinge stehen quasi bereits vor der Tür.

Mithilfe von Ecomp sollen Service-Provider schneller als bisher neue Features umsetzen können. Zugleich sollen die Betriebskosten durch die Virtualisierung und einfache Orchestrierung sinken. Doch auch die Anwender können profitieren, so At&T. Denn die Netzübergänge könnten noch transparenter werden und die Angebote trotzdem stärker auf die Ansprüche zugeschnitten sein.

Doch noch ist Ecomp nicht fertig. Bei AT&T geht man davon aus, dass man im 2020 von einer „Software-zentrierten Welt“ sprechen kann. Aber es heißt zudem: „Wir wissen aber auch, dass Innovationen in einer offenen Welt und in Zusammenarbeit mit anderen schneller geschehen. Darum überführen wir Ecomp in ein Open-Source-Modell.“

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