Studie zu Cloud-Computing bestätigt PaaS- und Hybrid-Modelle

Oracle Engineered Systems übertreffen die Erwartungen bei RWE

| Redakteur: Ulrike Ostler

Das ist mit Smart Meter möglich: der Stromzähler auf dem Smartphone.
Das ist mit Smart Meter möglich: der Stromzähler auf dem Smartphone. (Bild: RWE AG)

Die Landschaft für Cloud Computing wird im Jahr 2017 zunehmend von Plattform- und Datenbank-Services dominiert werden, die hybride Infrastrukturen unterstützen. Außerdem versprechen Private Clouds eine schnelle Einsatzfähigkeit. Der Energiekonzern RWE setzt jedoch erst einmal klassisch auf Engineered Systems von Oracle.

Die Mehrheit der Organisationen, die die Marktforscher von IDC im Auftrag von Oracle befragt haben, entscheidet sich für die hybride Cloud, wenn sie die nächsten Schritte im Cloud Computing bedenkt. Befragt wurden 300 Führungskräfte aus Deutschland, Großbritannien, Russland, Frankreich, Südafrika und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

  • Demnach wählen 36 Prozent der Befragten hybride Modelle, vor Private Cloud (32 Prozent) und Public Cloud Services (17 Prozent).
  • Private Cloud-Modelle zeichnen sich vor allem durch ihre kurzen Einführungszeiten aus. Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen (60 Prozent) berichten von einer sofortigen oder zumindest schnellen Einsatzfähigkeit von Private Cloud. Für das Jahr 2017 steigt diese Zahl auf 82 Prozent.
  • Aber es gibt auch Bedenken rund um das Thema Private Cloud: Immerhin 55 Prozent der Befragten sehen die Datensicherheit als Problem, weitere Bedenken kreisen um die Themen Integration mit bestehenden Anwendungen (47 Prozent), vorhandene Kompetenzen (45 Prozent) und Hardware-Kosten (44 Prozent).

Die Zahlen zeigen, dass Unternehmen inzwischen wissen, wie sie Cloud-Projekte erfolgreich umsetzen. Der wichtigste Baustein einer erfolgreichen Private Cloud-Infrastruktur sind effektive Kontrollmechanismen für die Governance. Das glauben 34 Prozent der Befragten. Standardisierung der IT halten 27 Prozent für das wichtigste Element, gefolgt von Unterstützung der wichtigsten Entscheidungsträger (25 Prozent) und der Gewährleistung eines starken IT Change Managements (17 Prozent).

Aussage im Report: "In The Fast Lane to Cloud Dominance"
Aussage im Report: "In The Fast Lane to Cloud Dominance" (Bild: Oracle/ IDG)

Innerhalb der Rubrik Private Cloud wird Software-as-a-Service (SaaS) von 68 Prozent der Teilnehmer als das wichtigste Thema erachtet und liegt damit vor Database-as-a-Service (DaaS) (61 Prozent) und Platform-as-a-Service (PaaS) (57 Prozent). Das wird sich jedoch in den nächsten zwei Jahren ändern. Dann soll DaaS (29 Prozent) das wichtigste Thema sein vor Private Cloud, vor PaaS (26 Prozent) und SaaS (23 Prozent).

RWE-Messdaten landen auf Exadata-Maschinen

Dennoch entscheiden sich Unternehmen, selbst bei zukunftsweisenden Anwendungen für Hard- und Software im eigenen Haus. Im Beispiel von RWE geht es um das Messdaten-Management, für das der Konzern eines der Engineered Systems von Oracle sowie ein branchenspezifisches Datenbank-Management-System verwendet: Die „Exadata“-Maschinen sollen die Smart-Metering-Anwendung des Konzerns beheimaten.

Oracle Exadata Database Machine X4-2
Oracle Exadata Database Machine X4-2 (Bild: Oracle)

Dahinter steckt die Einführung intelligente Stromzähler, so genannter Smart Meter. Damit können schon jetzt in vielen Unternehmen und privaten Haushalten Verbrauchswerte sammeln und speichern sowie diese digital an Versorgungsunternehmen übermitteln.

Die so gewonnen Daten liefern nicht nur einen transparenten Überblick über den jeweiligen Energieverbrauch oder die erzeugte Energie. Sie ermöglichen auch die Analyse des zu erwartenden Strombedarfs. Auf Basis der Analyse sowie aufwändiger Auswertungsverfahren können Stromspitzen vermieden werden und somit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten.

Die Aufgabe: Smart Metering

RWE, einer der fünf führenden Strom- und Gasanbieter in Europa, will Vorreiter in der Verarbeitung digitaler Messdaten sein. Der stetig wachsenden Bedeutung digitalen Messdaten-Managements und dem damit verbundenen explodierenden Datenaufkommen in der Versorgungsbranche begegnet RWE mit der Einführung von Oracle Exadata Maschinen.

Für das digitale Messdaten-Management im Großkundenbereich bei der RWE Metering GmbH und der Westnetz GmbH setzt RWE auf die Energiemarkt-Suite des Oracle Partners Robotron Datenbank-Software GmbH. Die Robotron-Energiemarkt-Suite dient RWE als zentrale Datendrehscheibe zur Datenerfassung, -verwaltung und -aufbereitung der generierten Massendaten.

Das durch umfassende Messdaten, beispielsweise durch digitale Stromzähler, zukünftig generierte Datenaufkommen stellt dabei hohe Ansprüche an die zur Datenverarbeitung verwendete Hardware. Die Vorbereitung des Smart-Meter-Rollouts machte deshalb eine Modernisierung der bisher für diese Zwecke genutzten Server-Infrastruktur von RWE notwendig.

Einmal installiert, machen Smart Meter das Ablesen des Zählerstands überfflüssig.
Einmal installiert, machen Smart Meter das Ablesen des Zählerstands überfflüssig. (Bild: RWE AG)

Kernziele dabei waren:

  • Hohe Verfügbarkeit der unternehmenskritischen Smart-Metering-Applikation, auch bei einem stark steigenden Abfrageniveau;
  • Reduzieren der Downtime durch Prozessausfälle aufgrund von Ressourcen-Engpässen;
  • einfache Skalierbarkeit bei wachsendem Datenaufkommen in der Zukunft.

Die IT-Kerne der Anwendung

Nach einem aufwändigen Evaluationsprozess entschied sich RWE im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014 für die Einführung einer Lösung basierend auf Oracle Exadata Database Machine in Verbindung mit einer „Oracle ZFS Storage Appliance“ als Hybrid-Speichersystem.

Die Engineered Systems ermöglichen dank Performance-Reserven und Erweiterbarkeit die Verfügbarkeit der Smart-Metering-Anwendung auch bei zunehmender Abfrage-Intensität. Die speziell aufeinander abgestimmte Hardware und Software von Oracle übertraf in Kombination mit der Robotron-Energiemarkt-Suite die Vorgaben von RWE im Auswahlprozess um ein Vielfaches.

Die Perfomance-Tests aufgrund von Annahmen des zu erwartenden Smart-Meter-Rollouts zeigen die Zukunftssicherheit des ausgewählten Systems für die kommenden Aufgaben, aber auch für aktuell anstehende Anforderungen eines modernen Meter-Data-Management-Systems.

Glanzleistung bei der Performance

So reduzierte sich die Durchlaufzeit beim Datenimport während eines Massendatentests um den Faktor 9,5. Die detaillierte Datenauswertung von einer Millionen Stromzählern konnte dabei in nur 2,5 Stunden anstatt der geforderten 24 Stunden abgeschlossen werden. In einem zweiten Test analysierte das System 2,3 Milliarden Zählerstände innerhalb von nur 24 Stunden.

Jan-Wilm Buschkamp, Leiter des System-Management Meter-to-Cash bei der Westnetz GmbH, äußert sich zufrieden: „Dank der Oracle Engineered Systems Lösung im Zusammenhang mit der Robotron-Energiemarkt-Suite konnten wir die Performance im Energiedaten-Management deutlich steigern. Mit der hohen Skalierbarkeit sind wir nun auch auf die Herausforderungen des Smart-Meter-Rollouts vorbereitet.“

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