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ECOC 2008 – die European Conference on Optical Communications im Überblick Optische Kommunikation von heute und morgen: schneller, weiter, zuverlässiger

| Autor / Redakteur: Dr. Franz-Joachim Kauffels / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Die jährliche European Conference on Optical Communications, kurz ECOC, ist die größte Konferenz für optische Kommunikationstechnik in Europa und fand dieses Jahr vom 21. bis 25.9. zum 34. Mal statt, dieses Mal in Brüssel. Sie ist einer der meist beachteten Events für dieses Thema weltweit. Und wie immer gab es auch dieses Jahr Neues zu bestaunen sowie konkrete Hinweise zur Weiterentwicklung von Netzen.

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Die ECOC 2008 – die European Conference on Optical Communications – fand dieses Jahr in Brüssel statt
Die ECOC 2008 – die European Conference on Optical Communications – fand dieses Jahr in Brüssel statt
( Archiv: Vogel Business Media )

Eine ECOC besteht immer aus zwei wesentlichen Teilen: einem Kongress mit wissenschaftlichem Charakter und Sprechern und Zuhörern aus der ganzen Welt sowie einer begleitenden Ausstellung. Hier zeigen vor allem die Komponentenhersteller ihr Können in den Bereichen Transceiver, Kabel, Messgeräte und dergleichen.

Sehr positiv an der Ausstellung der ECOC fällt auf, dass man an den Ständen der Aussteller neben dem üblichen Marketingpersonal meist auch auf die Entwickler selbst trifft. Zudem können an nahezu jedem Stand Gespräche in vollkommen entspannter Atmosphäre geführt werden, denn das Verhältnis von Ausstellern zu Besuchern ist 1:10 oder besser.

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In den Jahren zwischen 1992 und 2000 erlebte die Branche ein enormes Wachstum und auch einen gewissen Hype. Dies hat sich dann jedoch wieder abgekühlt. Doch in diesem Jahr war erneut eine starke Aufbruchstimmung zu spüren. Dies ist auch kaum verwunderlich und heute auch gewiss kein Hype mehr, denn schließlich ist die optische Übertragungstechnik der einzige Weg, den immer stärkeren Bandbreitehunger von Firmen, Organisationen und Abermillionen Einzelpersonen zu stillen.

Die Carrier haben zwar um das Jahr 2000 herum die DWDM-Technik flächig eingeführt und damit die Grundlage für ein 10-Terabit-Netz geschaffen, aber an der darüber liegenden Infrastruktur und den Kundenschnittstellen haperte es gewaltig.

Mittlerweile ist jedoch klar, dass alle verkäuflichen Dienste IP-basierend sein müssen. Damit wird aber ebenso klar, dass die Zeit von SONET abgelaufen ist. Neue Carrier-Netze werden damit vornehmlich über Ethernet-Systeme betreiben werden, wenn es gelingt, die Qualitäten von SONET (Zuverlässigkeit, ultraschnelle Reaktion auf Fehler, Selbstheilung, leichte Verwaltbarkeit, …) auf Ethernet zu übertragen.

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