IT-Dienstleister Comparex: „Ausfall ist keine Option“

Optimierung und Hochverfügbarkeit von IT-Systemen im Mittelstand

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Ulrike Ostler

Virtualisierung ist eine preisgünstige Alternative zu Hochverfügbarkeit, sagt Zoltan Marton, Sharepoint Architekt & Projektleiter beim IT-Dienstleister Comparex.
Virtualisierung ist eine preisgünstige Alternative zu Hochverfügbarkeit, sagt Zoltan Marton, Sharepoint Architekt & Projektleiter beim IT-Dienstleister Comparex. (Bild: Comparex)

Eine hochverfügbare IT ist essentiell, bedeutet ein Ausfall geschäftskritischer Infrastruktur doch fast immer immense Kosten. Gerade kleine und mittlere Betriebe gehen hier unnötige Risiken ein.

Primär stellt sich die Frage, von welchen IT-Systemen der Erfolg des Unternehmens abhängt und welche Anwendungen geschäftskritische Daten für zentrale operative Abläufe bereitstellen und verwalten. „Den Grundstein für hohe Ausfallsicherheit und Verfügbarkeit bilden redundant ausgelegte Server“, erläutert Zoltan Marton, Sharepoint-Architekt & Projektleiter des IT-Dienstleisters Comparex.

Sei beispielsweise Sharepoint als geschäftskritisches System einzustufen, müsse die Infrastruktur auf jeder Ebene, vom Web-Frontend über Anwendungen bis zu SQL-Datenbanken, über mindestens zwei Server verfügen. Das gelte auch für die restliche Infrastruktur, wie zum Beispiel Netzwerk-Switches.

Virtualisierung als Alternative

Eine kosteneffizientere Möglichkeit stelle laut Marton Virtualisierung dar, die im Ernstfall die Infrastruktur trotz verringerter Leistung vollständig funktionsfähig halte. „Damit sich die Virtualisierung nicht nachteilig auf die Leistung der gesamten IT auswirkt, sollten die Administratoren die vorgegebenen Standard-Einstellungen manuell je nach Anforderung anpassen. Unter anderem sollten sie genügend Kapazitäten für Arbeitsspeicher und CPU-Leistung der virtuellen Maschinen reservieren sowie Festplatten, zum Beispiel für den SQL-Server, vollständig anlegen“, erklärt Marton einige grundlegende Verfahren.

SLAs werden unterschätzt

In der Praxis häufig vernachlässigt werden dagegen Service Level Agreements (SLAs). Sie sehen konkrete Vereinbarungen zwischen dem Dienstanbieter und dem Unternehmen vor. Die individuellen Anforderungen und Faktoren sollten dabei immer genau besprochen und quantifizierbar festgelegt werden, um einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen. Allerdings steigt der Preis mit der garantierten Verfügbarkeit.

Hochverfügbarkeit ist wichtige Investition

Für ausfallsichere Systeme gelte grundsätzlich: Hochverfügbarkeit im klassischen Sinn ist teuer. Wie man sie erreicht, spiele laut Morton keine Rolle.

Dennoch seien Cluster-Lösungen oder Varianten mit zentralem Speicher mit überschaubaren Investitionen realisierbar. Insbesondere wegen der möglichen Folgen sollten kleine und mittelständische Unternehmen hier lieber nicht sparen. „Schnell können hier existenzbedrohende Summen zusammenkommen. Dagegen fallen die Kosten für eine hochverfügbare Infrastruktur weit weniger ins Gewicht“, so Morton.

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