OpenSuse12.1 veröffentlicht

OpenSuse kommt Cloud-optimiert und mit dem Kernel 3.1

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Ulrike Ostler

In dem Release 12.1 von OpenSuse stecken mehr als acht Monate Arbeit der Community. (OpenSUSE)
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In dem Release 12.1 von OpenSuse stecken mehr als acht Monate Arbeit der Community. (OpenSUSE)

Das OpenSuse-Projekt hat am 16. November die Version 12.1 der bekannten Linux-Distribution veröffentlicht. Basis ist der neue Linux-Kernel 3.1. Damit ist OpenSuse dazu geeignet in heterogenen Umgebungen zu arbeiten und mit anderen Anwendungen und Systemen auch über die Cloud seine Dienste zur Verfügung zu stellen. Hier mehr zu den Neuerungen:

Die wichtigsten Änderungen in OpenSuse 12.1 sind die verbesserte Virtualisierung, und die Möglichkeit mit anderen Systemen in der Cloud zusammenzuarbeiten. Auch der Linux Kernel 3.1 ist eine wichtige Neuerung.

Dieser bietet zum Beispiel eine bessere Unterstützung für aktuelle Grafik- und Netzwerkkarten. Bestandteil sind Techniken wie „Xen 4.1“, „KVM“ und „Virtualbox“. Auch neue Versionen von „Eucalyptus“, „OpenNebula“ und „OpenStack“ sind enthalten.

Hierbei handelt es sich um Werkzeugsammlungen für Cloud-Computing. Mit denr Software lassen sich eigene Cloud-Infrastrukturen bereitstellen. Daher arbeiten immer mehr Linux-Distributionen mit den Tools, auch die neue Ubuntu-Version 11.10.

Suse passt sich an

Mit „Suse Studio“ lassen sich angepasste Installationen mit benutzerdefinierten Paketen, Artwork, Scripten und vieles Weitere erschaffen und direkt über Amazon EC2 oder anderen Cloud-Plattformen bereitstellen. OpenSuse unterstützt als erste Linux-Distribution „ownCloud“ mit dessen „Mirall Desktop Integration“ (siehe: Abbildung 1).

„Snapper“ ist ebenfalls neu in OpenSuse (siehe: Abbildung 2). Mit dem Tool lassen sich Snapshots erstellen und Anwender können ältere Versionen von Dateien betrachten und Änderungen rückgängig machen.

Windows-Benutzer kennen diese Technologie als Schattenkopien oder vorherige Versionen. Dazu müssen Anwender aber auch das Dateisystem „Btrfs“ setzen. Dieses ist in der neuen Version direkt in „Yaast“ integriert, dem Administrationswerkzeug von Suse.

Snappen und Compilen

Auch dabei ist der Paket-Manager „Zypper“. Dieser hilft vor allem dabei Abstürze bei einem Austausch des Kernels zu verhindern. Standardmäßig verwendet OpenSuse aber weiterhin „Ext4“ als Dateisystem.

Das heißt: beim Verwenden von Snapper muss bei der Installation bereits auf die korrekte Auswahl des Dateisystems geachtet werden. Das Tool lässt sich allerdings nur in der Shell mit dem Befehl snapper starten. Mit dem Befehl erstellen Sie auch Snapshots.

Weiterhin dabei sind GCC 4.6 (GNU Compiler Collection). Die neue Version bietet zum Beispiel Unterstützung für „Sandy Bridge“ von Intel, „Advanced Vector eXtensions“ und ein bessere Zusammenarbeit mit verschiedenen aktuellen Prozessoren und neuen Programmiersprachen wie „Google Go“.

ARM und schneller Start

Auch ARM-Prozessoren unterstützt das System. Die aktuelle „X“-Implementierung „X.org 7.6“ ist ebenfalls in 12.1 dabei. Als Desktop-System setzt OpenSuse auf „KDE 4.7“, „Gnome 3.“, „Xfce“ oder „Lxde“. Verschiedene KDE-Versionen lassen sich teilweise parallel betreiben. Gnome kann auf die Kontaktdaten des E-Mail-Clients „Evolution“ oder auf die Daten von „Empathy“ zugreifen.

Generell startet OpenSuse 12.1 wesentlich schneller als Vorgänger. Das liegt an der Umstellung auf „Systemd“, einem Daemon, der andere Daemons schneller, sicherer und effizienter starten kann.

Die Browser und andere Bestandteile

Auch aktuelle Versionen von „Firefox 7“, „Thunderbird 7.01“ und „LibreOffice 3.4“ sind in der Software integriert. „GIMP“ ist in der Version 2.6 Bestandteil, genauso wie „Blender“ oder „Kdenlive“ zum Erstellen von 3D-Grafiken und Video-Schnitten.

Die aktuelle Open-Suse-Version enthält darüber hinaus den Browser „Chromium 17“. Dieser unterstützt die neue Google-Programmiersprache „GO“. Auch „Opera 11.52“ können OpenSuse-Nutzer verwenden.

Den X-Server konfigurieren Anwender allerdings mit „Sax 3“, wenngleich der der Installationsassistent diese bereits automatisch konfiguriert. Sax erlaubt auch die Anpassung von Ein- und Ausgabegeräten auch von Tochpads.

Suse-Downloads

OpenSuse steht als ISO-Datei zum Download bereit. Anwender können zwischen einer 32-Bit und einer 64-Bit-Version wählen. Der Download der ISO-Datei entspricht etwa 4.7 GB. Auch Live-CDs auf Basis von Gnome oder KDE stehen zur Verfügung.

Der Autor:

Thomas Joos ist freier Autor in Bad Wimpfen.

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