OpenStack im Kontext von Open Nebula, Eucalyptus und kommerzieller CMPs

OpenStack-Summit 2013 – oder: Was macht Red Hat in der Cloud?

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Ulrike Ostler

Vor Wolken kein Horizont

Brian Stevens, CTO of Red Hat: "While we work on the run-up to build our subscription offering, we want to have a community offering of OpenStack that tracks really closely what's happening upstream and gets that technology into developers' and end users' hands really quickly."
Brian Stevens, CTO of Red Hat: "While we work on the run-up to build our subscription offering, we want to have a community offering of OpenStack that tracks really closely what's happening upstream and gets that technology into developers' and end users' hands really quickly." (Bild: Red Hat)

Red Hat Aktivitäten rund um OpenStack und RDO passen für viele Fachleute nicht ins Bild der bisherigen Cloud-Strategie des Linux-Distributors. Immerhin zählt Red Hat auf diesem Sektor zu den Trendsettern und ist bereits mit umfangreichen Angeboten in den Marktsegmenten Virtualisierung, Storage, PaaS und IaaS vertreten, wobei die eigene Virtualisierungslösung RHEV in der gerade erschienen Version 3.1 eine zentrale Rolle als Hypervisor spielt.

Als Cloud-Management-Plattform kommt bei Red Hat bisher CloudForms, aktuell in der Version 1.1 zum Einsatz, das zwar in erster Linie auf den eigenen Hypervisor RHEV setzt, dank Deltacloud-API aber auch vSphere und EC2 unterstützt. Red Hat strebt mit CloudForms und Deltacloud mittelfristig die erste herstellerunabhängige Hybrid-Cloud-Lösung an.

Deltacloud wurde im Verlauf des Jahres 2009 von Red Hat mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Unterschiede der gängigen Cloud-APIs zu abstrahieren. Im Jahr 2010 hat Red Hat Deltacloud der Apache Foundation übergeben. Lässt man Red Hats PaaS-Plattform OpenShift und den im Verlauf des Jahres 2012 aktualisierten Storage Server außer Acht, ist im Spannungsfeld des Engagements für die eigenen Cloud-Lösungen, Deltacloud und OpenStack und nur noch mit Mühe eine langfristig angelegte Strategie erkennbar, auch wenn sich Red Hat zur Vision einer herstellerunabhängigen Cloud bekennt.

Red Clouds Vision

Red Hat gilt nebenbei auch als „Erfinder“ des seit einiger Zeit zum Linux-Kernel gehörenden und damit freien KVM-Hypervisors und hat Teile seiner eigenen Virtualisierungs-Management-Lösung in RHEV in Form des oVirt-Frameworks in ein Community-Projekt eingebracht. Möglicherweise handelt Red Hat nur nach der Maxime „überall dabei sein“, weil man es sich leisten kann.

Das OpenSource-Engagement von Red Hat insgesamt ist jedenfalls nicht zu übersehen und hat das Unternehmen zum weltweit profitabelsten Open-Source-Anbieter gemacht und zwar mehr oder weniger allein durch den Verkauf von RHEL-Subskriptions. Laut der Ende März veröffentlichten Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2012 produzierte das Unternehmen einen Umsatz von 348 Millionen Dollar, was den Jahresumsatz für das vergangene Geschäftsjahr auf 1,33 Mrd. Dollar hievte.

Der Gewinn nach GAAP lag im 4. Quartal immerhin bei 50 Mio. US-Dollar. Da lässt es sich einerseits gut verschmerzen, dass der Anteil von Red Hat eigenen Cloud-Lösungen am weltweiten Coud-Markt noch relativ unbedeutend ist, andererseits aber auch gut begründen, dass man es sich leisten kann, an allen derzeit wichtige Cloud-Technologien beteiligt zu sein.

Der Autor:

Thomas Drilling ist freier Autor.

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