OpenStack im Kontext von Open Nebula, Eucalyptus und kommerzieller CMPs

OpenStack-Summit 2013 – oder: Was macht Red Hat in der Cloud?

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Ulrike Ostler

OpenStack-Summit 2013

Unter diesem Aspekt scheint sich trotz der technisch interessanten Eckdaten von CloudStack derzeit eine breite Fürsprecher-Front für OpenStack abzuzeichnen. Auf dem soeben im kanadischen Portland zu Ende gegangenen OpenStack Summit 2013 wurden eine Reihe von interessanten Entwicklungen rund um OpenStack vorgestellt.

So bringt OpenStack beispielsweise mit Savanna künftig Cloud-Computing mit Big Data zusammen. Savanna ermöglicht das Aufsetzen von Hadoop-Clustern für verteilte Map-Reduce-Berechnungen in einer auf OpenStack basierenden Cloud-Umgebung. In das Projekt sind neben dem OpenStack-Spezialisten Mirantis auch der Hadoop-Distributor Hortonworks und Red Hat involviert.

Während Hadoop in Normalfall auf physischen Nodes installiert wird, packt Savanna Hadoop auf virtuelle Maschinen, die ihrerseits von der OpenStack-Compute-Komponente „Nova“ verwaltet werden. Savanna soll auch in der Lage sein, brach liegende Rechenressourcen einer OpenStack-Cloud in Hadoop verfügbar zu machen.

Mit der in Portland vorgestellten „Phase 1“ der Savanna-Entwicklung lassen sich bereits virtuelle Hadoop-Cluster auf OpenStack-Basis zur Verfügung stellen. Mit dem laut Roadmap für Juni angekündigten Abschluss der Implementationsphase 2 sollen auch komplexe Cluster-Operationen möglich sein.

Mit Abschluss der Phase 3 im September mutiert Savanna dann ähnlich Amazons Elastic MapReduce zu einer Art „Analytics as a Service“. Dann ließen sich mit Savanna dynamisch Rechenkapazitäten für aufwendige Datenanalysen zur Verfügung stellen.

Red Hats Cloud Strategie

Red Hat hat auf dem OpenStack Summit neben seinem Savanna-Engagement weitere Pläne im Zusammenhang mit seiner OpenStack-Strategie präsentiert. So hat das Unternehmen im Rahmen eines „Early Adopter Program“ eine erste Evalulierungsversion seiner eigenen kommerzielle OpenStack-Distribution zum Testen freigegeben, die im Unterschied zur im letzten Jahr veröffentlichten auf Essex beruhenden Vorabversion jetzt auf der OpenStack-Version Folsom basiert.

Red Hat war selbst erst 2012 zum OpenStack-Projekt gestoßen, was viel Fachleute überraschte, da Red Hat zu diesem Zeitpunktpunkt bereits über ein umfangreiches Portfolio an eigenen Cloud-Lösungen verfügte. Red Hat hat in Portland außerdem auf das neu aufgelegte Community-Projekt RDO hingewiesen. RDO bietet aktuelle OpenStack-Versionen für alle auf Red Hat basierende Linux-Distributionen, wie etwa CentOS an und ermöglicht ein einfaches Neuinstallieren der neuen OpenStack-Version Grizzly unter Red Hat Enterprise Linux 6.4 und dessen Klonen. RDO bietet außerdem Paketquellen zum Installieren von OpenStack Grizzly unter Fedora 18/19 an.

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