Mehr Skalierbarkeit und Belastbarkeit

OpenStack präsentiert Release „Newton“

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

OpenStack Newton bleibt ein komplexes Gebilde, soll sich aber besser als bisher bedienen lassen.
OpenStack Newton bleibt ein komplexes Gebilde, soll sich aber besser als bisher bedienen lassen. (Bild: OpenStack/ YouTube)

Das jetzt vorgestellte OpenStack-Release „Newton“ soll besser als bisher skalieren. Zudem versprechen die Entwickler neue Funktionen für die Bereitstellung reiner Hardware oder das Zusammenspiel von Containern in Clustern.

Mit OpenStack Newton ist die mittlerweile 14. Version der quelloffenenen Integrationsplattform verfügbar. Den Entwicklern zufolge verbessern sich mit dem Release Skalierbarkeit, Belastbarkeit sowie Nutzererlebnis bei der Verwaltung von Container-Clustern und bei Netzwerken.

Verbesserte Skalierbarkeit

„Nova“ (Compute), „Horizon“ (Web-Interface) und „Swift“ (Object Storage) sollen sich besser als bisher in beide Richtungen skalieren lassen. Zudem biete Newton eine fortentwickelte Horizontalskalierung der Deployment-Architektur „Cells V2“ aus Nova-Rechnerumgebungen heraus. Als Verbesserungen nennen die Entwickler ebenso eine als Standard hinzugefügte Konvergenz in „Hea“ (Orchestrierung) sowie die Mehrfach-Mandantenfähigkeit in „Ironic“ (Hardwarebereitstellung).

Höhere Belastbarkeit und PCI-Konformität

Als Projekte mit gesteigerter Verfügbarkeit nennen die Entwickler „Cinder“ (Block Storage), Ironic (Hardwarebereitstellung), Neutron (Networking) und „Trove“ (Database Service). Außerdem biete Newton erhöhte Sicherheit; so seien Keystone-Aktualisierungen jetzt PCI-konform und enthielten verschlüsselte Berechtigungen.

Cinder unterstütze jetzt auch das Umschreiben von verschlüsselten in unverschlüsselte Datenträger und umgekehrt. Zu den Verbesserungen in Cinder gehörten auch Mikro-Versions-Support, die Möglichkeit, Datenträger mit Speicher-Snapshots in Kaskade zu löschen, sowie ein auf mehrfache Instanzen skalierbarer Datensicherungsdienst.

Optimiertes Nutzererlebnis

Newton soll die Benutzerfreundlichkeit für Anwender sowie App-Entwickler verbessern und Einrichtungsprozesse weiter automatisieren. Mit „Swarm“, „Kubernetes“ und „Mesos“ biete der API-Service „Magnum“ Werkzeuge zur Bereitstellung eines verbesserten Container-Zusammenspiels. Zu den neuen Funktionen von Magnum gehörten eine speziell auf die Bediener zugeschnittene Installationsanweisung, die Unterstützung Plug-in-fähiger Treiber, die Unterstützung von Kubernetes-Clustern auf reinen Hardware-Servern sowie die asynchrone Cluster-Erstellung.

Für die Bereitstellung reiner Hardware-Systeme biete Ironic jetzt mehrfach-mandantenfähige Netzwerkfunktionen sowie eine enge Anbindung an Magnum, Kubernetes und Nova; „Kolla“ unterstütze ab sofort die Implementierung auf reinen Hardware-Systemen. „Kuryr“ (Container Networking) erweitere die Neutron-Netzwerkfähigkeiten für Container und mache damit erstmals eine Swarm- und Kubernetes-Integration verfügbar.

Durch die Integration mit Magnum und Neutron könne Kuryr nun auch virtuelle Maschinen verschachteln (Vorabveröffentlichung). Zur Unterstützung üblicher Konfigurationen von Telekommunikationsnetzwerken erlaubten VLAN-bewusste VMs Unternehmen ab sofort, ihre vorhandenen virtuellen Netzwerkfunktionen (VNF) in einer OpenStack-Cloud zu betreiben und mit einem VLAN pro Mandant den Datenverkehr dorthin zu bringen. N

Nova füge variable Konfigurationseinstellungen hinzu – Bediener könnten somit bestimmte Konfigurationsparameter ohne Knotenneustart nochmals zu laden. Außerdem vereinfache Novas Funktion „get-me-a-network“ die Netzwerkkonfiguration.

Zu Code und Konferenz

Weitere Informationen und der Source Code zu Newton gibt es direkt unter openstack.org; fertige Distributionen und Cloud-Dienstleister finden Anwender im OpenStack Marketplace.

Die neuen, mit OpenStack Newton möglichen Einsatzszenarien sollen auch auf dem für Ende Oktober angesetzten OpenStack Summit in Barcelona thematisiert werden. Bis zu 6.000 erwartete Teilnehmer sollen dort unter anderem erfahren, wie die Cloud-Plattform Unternehmen helfe, Anwendungen schneller zu implementieren.

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