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OpenStack als Glücksbringer mit süßem Eukalyptus-Bonbon für den Geschmack

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HP kauft Open-Source

Dies bemerkt auch HP. Das Unternehmen hat zwar eine eigene OpenStack-basierte „Helion“- Cloud aufgebaut, verspürt jedoch noch nicht genügend Wind in den Segeln. Der Kauf von Eucalyptus inklusive des strategischen Einsatzes von Marten Mickos als neuer Kopf der Cloud-Business-Abteilung von HP zeigt wie wichtig Gallionsfiguren für den Erfolg sind und wie dringend HP Know how im Cloud-Geschäft auf OpenStack-Basis brauchte.

Die Strategie von HP ist daher aus Analystensicht positiv zu bewerten, denn OpenStack ist in der Liga von HP zu einem „must have“ geworden, braucht aber auch viel Kompetenz in puncto Harmonisierung von komplexen Einzelkomponenten und entsprechender Differenzierung in der Kundenansprache. Cloud Management ist daher nach wie vor der Innovationsmotor der Cloud. Die Wettbewerbslandschaft ist gekennzeichnet von Start-ups und Aktivitäten im Bereich Merger und Akquisition.

HP legt nach, hinkt aber nach wie vor IBM hinter her

Der Weg in die Cloud ist aber nach wie vor ein harter Weg – speziell bei Enterprise Architekturen. Die hohe Marktattraktivität und inzwischen auch Standardisierung führt kontinuierlich zum Einstieg weiterer Akteure in den Bereichen Cloud-Services.

Andererseits suchen etablierte Beratungs- und Integrationsdienstleister händeringend nach Differenzierungsmöglichkeiten, beispielsweise im Hinblick auf das OpenStack Framework, das derzeit viele Ressourcen bindet und daher viel Zeit und Geld kostet. Neben dem Player Big Blue gibt nun also auch HP Volldampf in puncto Open Source.

Am 12. September teilte HP offiziell mit, die US-Firma Eucalyptus gekauft zu haben, um sich noch tiefer in die Open Source Gemeinde Open Stack zu graben. Die Hybrid Cloud beziehungsweise das Zusammenschalten von Wertschöpfungsnetzwerken – auf Basis von Cloud-Infrastrukturen – wird zum unverzichtbaren Wettbewerbsfaktor. Gerade für Komplettdienstleister gehört dies zwingend mit zum Repertoire von morgen und auch schon heute.

Wie aus dem „Geschmäckle“ voller Geschmack wird

Nicht zuletzt aus der Innovationskraft, die Open Source-Lösungen auf Basis der zugrundeliegenden Gemeinde häufig vorweisen, ist immer häufiger zu beobachten, dass sich ISVs an Open Source Projekte „hängen“ oder diese durch eigene value added services veredeln und mit Expertenwissen füttern, um langfristig und nachhaltig davon zu profitieren. Ziel ist es natürlich stets von der Community und dem „Drive“ dahinter zu lernen, gleichzeitig aber mit eigenen Kompetenzen oder Services „einen oben drauf zu setzen“ und somit Enterprise-Konformität herstellen – siehe: Red Hat als Paradebeispiel des größten Linux Contributors weltweit, Oracle mit der Nimbula-Übernahme oder auch C12G Labs hinter OpenNebula.

Neben diesen verfolgt aber vor allem IBM schon lange eine mehr oder weniger offenkundige Open-Source-Strategie und ist beispielsweise für viele Code-Bestandteile von Linux verantwortlich und rief unter anderem „Eclipse“ ins Leben. Ferner steckte man viel Herzblut in OpenStack und CloudFoundry oder auch KVM als Linux mit nativer Bare-Metal-Virtualisierung.

Erst kürzlich sicherte IBM der Open-Source-Gemeinde eine riesige Investitionssumme zu, um Innovationen zu fördern – der Plan dahinter könnte natürlich die Abstimmung von KVM auf die „IBM Power“-Architektur sein. Letztlich bewahrt IBM somit immer die nötige Offenheit, pflegt wichtige Beziehungen und kann eigene Lösungen mit Hilfe von Open Source Bestandteilen anbieten.

Die Bedeutung zeigen blanke Zahlen von Open-Source-Projekten, in denen IBM mehr oder weniger die Finger mit im Spiel hat: „IBM Worklight“ profitiert von mehr als 100 Open-Source-Projekten, „IBM Big Insights“ nutzt über 40 Projekte, „IBM SmartCloud“ mehr als 70 und „IBM Websphere“ ebenfalls über 100 solcher Projekte zur Weiterentwicklung.

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