Was soll das mit der Deutschen Cloud und was steckt hinter OCBI?

Open Source und Cloud Computing (Teil 2)

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

Die Deutsche Wolke soll auf offenen Standards basieren; erste Anwender sind gefunden. (Bild: Open Source Busines Alliance)
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Die Deutsche Wolke soll auf offenen Standards basieren; erste Anwender sind gefunden. (Bild: Open Source Busines Alliance)

Cloud Computing ist in der deutschen Open-Source-Szene angekommen. Die Idee etwa der Linux Solutions Group (Lisog), ihr Projekt „Open Source Stack“ gleich in die Cloud zu heben, fand Anklang. Heute trägt das Vorhaben den Titel „Open Source Integration Initiative“ und zielt auf ein Bündel aufeinander abgestimmter Lösungen – von Linux bis zu Anwendungen, die sich leicht in Betrieb nehmen lassen.

Tatsächlich gab schon kurz nach dem Open Cloud Manifesto den ersten Anstoß zur Open Cloud Initiative (OCI, siehe Teil 1), und zwar auf der Ende September 2009 in Frankfurt stattgefundenen Konferenz „CloudCamp“, auf der OCI-Initiator Sam Johnston sprach. Denn das hatte zur Folge, dass in der damaligen Linux Solutions Group (Lisog) die Idee entstand, deren Projekt Open Source Stack gleich in die Cloud zu heben.

Es war vor allem Thomas Uhl von der Stuttgarter Topalis Gruppe, ein in der deutschen Open-Source-Szene bestens Bekannter, der die Idee zum Projekt „Deutsche Wolke“ vorantrieb. Das Ziel war ein Cloud-Angebot mit Anbietern, Betrieb, Service und Support in Deutschland.

Es gelang, zur CeBIT 2011 einen so genannten Show Case auf die Beine zu stellen. Dieses war nicht mehr als ein Basis-Setup für eine Open-Source-Cloud: Equinix war der Hoster, Boston Europe stellte Server zur Verfügung, Storage-Software steuerte Rising Tide bei, das IaaS-Framework kam von OpenQRM, und die Datenwerk GmbH war der Integrator der Komponenten und Cloud-Betreiber.

Die Macher der Deutschen Wolke

Weitere Beteiligte in dem Projekt sind die deutschen Anbieter Agorum, Emulex, SEP, Suse und Tarent. Einmal wöchentlich gibt es eine Telefonkonferenz, auf der laufende Entwicklungen und die nächsten Schritte beschlossen werden. „Wir wollen aber nicht noch ein Angebot von Infrastructure- oder Platform-as-a-Service“, erklärt Uhl, „wir wollen auch noch Software-as-a-Service draufsetzen.“

Die erste Applikation war das Documenten-Managementsystem (DMS) Agorum vom gleichnamigen Anbieter. Als nächstes stehen das Projektmanagament Projectile von InformationDesire und die Groupware von Zarafa auf dem Programm. Wer als Anbieter dabei sein will, muss zuerst Mitglied in der Open Source Business Alliance (OSB Alliance) werden, die aus dem Zusammenschluss von Lisog und LIVE Linux-Verband entstanden ist.

weiter mit: Der erste Anwender in der Deutschen Wolke

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