Mit Power8 stellt IBM den Open-Source-Prozessor und eigene neue Server vor

Open-Server-Innovationsmodelle analysieren Daten im Rekordtempo

| Redakteur: Ulrike Ostler

Neue IBM-Server mit Power8

Auch die neuen IBM-eigenen Rechner, von denen der Hersteller nun die Scale-out-Modelle vorstellte, gekennzeichnet durch ein „S“, basieren auf der offenen Server-Plattform OpenPower. Ab dem 10. Juni 2014 sollen sie allgemein verfügbar sein.

Diese Modelle adressieren insbesondere Big-Data-Herausforderungen; denn die Systeme analysieren Daten in Rekordgeschwindigkeit. Die Rechner sind das Ergebnis von Investitionen in Höhe von rund 2,4 Milliarden Dollar, mehr als drei Jahren Entwicklung und basieren auf Hunderten von IBM Patenten.

Der IBM Power8-Prozessor ist der zentrale Chip, der etwa 2,5 Quadratzentimeter, genau 1 Square Inch, groß ist. Er enthält mehr als vier Milliarden mikroskopisch kleiner Transistoren oder Schalter und darüber hinaus mehr als 16 Kilometer an Highspeed-Kupfer-Verkabelung. Er soll dabei helfen, neue Workloads zu realisieren und die rasant ansteigende Menge an Daten zu bewältigen. Wittman führt aus: „80 Prozent der Daten sind in der vergangenen zwei Jahren entstanden“.

Unglaubliche Performance-Steigerungen

Die IBM Power Systeme wurden für diese Ära von Big Data entwickelt und helfen Unternehmen, neue Workloads zu realisieren und die rasant ansteigende Menge an Daten zu bewältigen. Denn nicht jeder Performance-Vorteil, den die neuen Systeme unter Beseis stellen, ist allen der Hardware geschuldet (siehe: Abbildung 8 und 9).

Allerdings erlaubt der Prozessor die Paralellelisierung von Big-Data-Analysen und hilft bei einer enormen Verbreiterung der Bandbreite. Das mündet in einer einem 20 bis 30-prozentigen höheren Durchsatz bei einfachen Echtzeit-Reports; der Durchsatz bei komplexen Berichten steigt um ein 100-Faches.

Aus dem deutschen IBM-Labor

Klaus-Dieter Schubert, Distinguished Engineer im deutschen IBM Entwicklungslabor, Böblingen, das mit seiner Dependance in Mainz etwa 10 bis 15 Prozent des Power8-Entwicklungsteams stellt, führt aus: Die Dezimalverarbeitung leiste die Rechen-Unit um 11 Prozent schneller, für Fletcher64 Check-Summen Algorithmen benötigt die CPU 36 Prozent weniger Zeit und die Aggregation für „DB2 Blu“ ist pro 100.000 16K-Seiten gleich zweimal schneller (siehe: Abbildung 8 und 9).

Damit sind die IBM Power Systeme nach Ergebnissen von Branchen-Benchmarks in der Lage, die Analyse von Daten bis zu 50-mal schneller als die aktuellen x86-basierten Systeme durchzuführen. Einige Unternehmen konnten ihre Datenanalysen über 1000-mal (!) schneller ablaufen lassen, wodurch sich die Laufzeiten von mehreren Stunden auf nur wenige Sekunden verkürzen ließen.

Der Server S812L - Scale-out - Power8 - 1 HE - 2 Sockets - Linux only
Der Server S812L - Scale-out - Power8 - 1 HE - 2 Sockets - Linux only (Bild: IBM)

Die S-Klasse

Erhältlich ab 10. Juni, umfassen die fünf neuen S-Class POWER8-Power-Server zwei Systeme, auf denen ausschließlich Linux läuft, gekennzeichnet mit einem „L“: „Power Systems-S812L“ und „S822L“-Server. Die Power Systems S814-, S822- und S824-Server geben Nutzern die Flexibilität zur Nutzung der Linux-, AIX- und IBM i-Betriebssysteme (siehe: Abbildung 1 und 2)

AIX-Systeme funktionieren schon jeher mit sehr hoher Auslastung, dank ausgeklügelter Stromversorgung und Kühlung. Für die S-Class-Server garantiert IBM nun eine Workload-Performance bei 65 Prozent auf seiner gesamten Palette, also auch für die Linux-Systeme, was den Branchendurchschnitt übertrifft.

Der IBM Server S824: Sclae-out - Power8 - 2 HE - 4 Sockets
Der IBM Server S824: Sclae-out - Power8 - 2 HE - 4 Sockets (Bild: IBM)

Laut Technical Director Wittmann bedeutet das „ein Traum für jeden Rechenzentrumsbetreiber: „Mit dem doppelten Datendurchsatz im Vergleich zu den aktuellen x86-basierten Commodity-Systemen können IBM S-Class-Server dabei helfen, den Flächenbedarf von Rechenzentren annähernd zu halbieren.“

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