Gemeinsame OpenSource-Anstrengungen

Open Power holt Google und Rackspace ins Boot

| Redakteur: Ulrike Ostler

In einem Boot: Open-Power-Mitglieder und das „Open-Compute“-Projekt bündeln ihre Kräfte.
In einem Boot: Open-Power-Mitglieder und das „Open-Compute“-Projekt bündeln ihre Kräfte. (Bild: © Butch - Fotolia)

Am 6. August 2013 stellte IBM das „Open Power Consortium“ vor – das alsbald in eine Foundation umgewandelt wurde. In der Woche vergangenen fand der zweite „Open Power Summit“ statt. Damit kündigen sich neue Techniken und Entwicklungen an. Dazu gehört, dass die Open-Power-Mitglieder ihre Kräfte mit dem „Open-Compute“-Projekt bündeln wollen.

Die heutigen Rechenzentren stehen aktuell vor gewaltigen Veränderungen – die Datenflut drängt Kunden zur Suche alternativer IT-Lösungen, welche die Anforderungen zunehmender Daten- und Analytik-Auslastungen verarbeiten können. Branchenführer verstehen, dass proprietäre One-size-fits-all-Systeme diese Bedürfnisse nicht länger befriedigen – „offene Innovationen“ könnten ein Schlüssel sein.

Denn offene Zusammenarbeit schafft dabei neue Möglichkeiten für Rechenzentren, davon sind die Mitglieder der Open-Power-Foundation überzeugt. Schon im Vorfeld heißt es: „Zur Hervorhebung der Unterstützung branchenweiter Open Innovations durch die Foundation werden Open-Power-Mitglieder ihre Kräfte mit dem Open-Compute-Projekt bündeln, um neue Entwicklungen und Innovationen anzukündigen.“

Sowohl die Open Power Foundation als auch das Open-Compute-Projekt teilen die grundlegende Überzeugung, dass Offenheit eine größere Auswahl und bessere Technologie ermöglicht. Während sich Open Compute auf die Entwicklung neuer Designs für offene Rechenzentren konzentriert, arbeitet Open Power an Designs für offene Server und Systeme auf der Grundlage der IBM-„Power“-Prozessoren.

Die OpenPower Foundation hat sich etabliert

In 16 Monaten seit der Gründung auf 80 Mitglieder angewachsen

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08.01.15 - Anscheinend ist es IBM gelungen, die „Power“-Chip und -Server-Familie auf eine breite Basis zu stellen. Die Öffnung der einst proprietären Architektur ist in der Industrie auf Resonanz gestoßen. Neue Mitglieder der OpenPower Foundation heben die Ansprüche. lesen

Zu den Neuigkeiten im Bereich Open Technologies gehören folgende Ankündigungen:

Google und Rackspace entwickeln gemeinsam eine Spezifikation für Server-Architekturen, basierend auf „Power9“. Dazu Aaron Sullivan, Open Compute Project Incubation Committee Member und Distinguished Engineer bei Rackspace: “Es ist aufregend zusammen mit Google an einem Open-Compute-Format zu arbeiten, das auf Power 9 basiert. Denn die Open-Power-Prozessoren in Kombination mit Akzelleratoren“ wandeln das Server-Design grundlegend – jetzt und für die Zukunft. Open Power ist eine großartige Plattform für Schnelligkeit und Flexibilität die die Hyperscale-Operatoren benötigen um den stets wachsenden Bedarf an Skalierbarkeit befriedigen zu können.“

Rackspace gibt zudem Pläne für die Entwicklung seines „Barreleye“ Server bekannt, das erste Open-Power-/Open Compute-/Open-Stack-System der Branche. Barreleye soll noch in diesem Jahr verfügbar sein und in der Rackspace Public Cloud powered by OpenStack eingesetzt werden. Die von Rackspace und IBM gemeinsam entwickelten Spezifikationen gingen zudem im Februar dieses Jahres in die des Open Compute Project mit ein.

Extra zu erwähnen ist die Ausweitung des Linux-only-Portfolios von IBM auf Open-Power. Die entsprechenden Rechner gehören zu der Sclae-out-Produktlinie „LC line“, die Big Blue im Oktober2015 auf den Markt gebracht hat. Jetzt kündigt IBM Open-Compute-konforme LC-Systeme an. So ergänzt IBM sein „Linux on Power“-Portfolio um Open-Compute-konforme Systeme, die Big Data Analytik und kognitive Anwendungen in der Cloud unterstützen.

Die University of Michigan verkündet Pläne zur Anwendung eines Open-Power-Systems für datenzentriertes Supercomputing, um wissenschaftliche Forschung voranzutreiben.

Noch mehr News

Diese News sind die Speerspitze von mehr als 50 Innovationen über den gesamten System-Stack, die in dieser Woche von Open-Power-Mitgliedern vorgestellt werden. Zu den weiteren Neuerungen gehören:

  • „Dragen“ Genomics-Plattform, eine Appliance, die gemeinsam von Edico Genome, IBM und Xilinx entwickelt wurde und die unltraschnelle Analyse von Genomdaten ermöglicht.
  • Mehr als 12 neue Akzelerator-Lösungen von BittWare, IBM, Mellanox, Xilinx. Damit erweitert sich die Anzahl der Foundation- Mitglieder, die die CAPI-Schnittstelle für Beschleunigungszwecke nützen.
  • „Tyan GT75-BP012“, eine 1U, Power-8-basierter Server-Lösung mit der Fähigkeit zu In-Memory-Computing.
  • Ein IBM Open Power HPC-Server der zweiten Generation, der in Zusammenarbeit mit Nvidia und Wistron entwickelt wurde, mit Power-8-Prozessoren, die direkt auf „Nvidia Tesla“ GPUs P100 durch die High-Speed-NVLink-Schnittstelle verbunden sind.

Der OpenPOWER Summit Europe findet 2016 in Deutschland statt.
Der OpenPOWER Summit Europe findet 2016 in Deutschland statt. (Bild: IBM)

Hinweis:

Der nächste Der Open-Power Summit findet qm 16. und 17 Juni 2016 in Frankfurt am Main statt: OpenPOWER Summit Europe 2016

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