OGD-Plattform präsentiert neue Studie Open Government Data in Wien: Das Ziel heißt Open Government

Redakteur: Gerald Viola

Die Open Government Data Plattform Wien tagt morgen (28. März 2013) zum zehnten Mal. Bei dieser Sitzung werden nicht nur neue Inhalte für die Community freigegeben. Diesmal wird die Studie zur „Evaluation der Open Data Umsetzung der Stadt Wien“ präsentiert, die auch deutliche Handlungs­empfehlungen ausspricht.

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Wien will auch weiterhin digitale Vorreiterin bei der Umsetzung von eGovernment Services sein.
Wien will auch weiterhin digitale Vorreiterin bei der Umsetzung von eGovernment Services sein.
(© thorabeti - Fotolia.com)

„Mehr als 170 veröffentlichte Datensätze und 80 Apps und Visualisierungen sind ein großer Erfolg für Open Government Data Wien. Ziel der Studie war es, zukünftige Entwicklungen nahe an den Bedürfnissen der NutzerInnen gestalten zu können. Besonders erfreut sind wir darüber, dass ein Mehrwert durch ein modernes Erscheinungsbild der Stadt erreicht werden konnte“, sagt Stadträtin Sandra Frauenberger, zuständig für Informations- und Kommunikationstechnologie.

Im Sommer 2012 war die breitangelegte Studie durch die Donau-Universität Krems in Auftrag gegeben worden. Untersucht wurde, inwieweit die politischen Ziele von Open Data und ein entsprechender gesellschaftlicher Mehrwert in den verschiedenen Zielgruppen wahrgenommen wird.

Was wurde für die Studie unter die Lupe genommen?

Untersucht wurde, inwieweit die politischen Ziele im Sinne der Außen- und Innenwahrnehmung erreicht wurden und ein entsprechender gesellschaftlicher Mehrwert in den verschiedenen Zielgruppen wahrgenommen wird.

Dazu wurde eine Ex-Post-Evaluierung der Umsetzung der Open Government Data (OGD)-Strategie der Stadt Wien vorgenommen, die auf Basis von qualitativer Interviews und Online-Befragungen durchgeführt wurde.

Als Zielgruppen wurden Bürger, Wirtschaft, Forschung, Applikationsentwickler, Journalisten und die interne Wiener Stadtverwaltung ausgemacht.

  • Genderaspekte,
  • Fragen nach kostenloser und kostenpflichtiger Publikation,
  • Mittelaufwand sowie
  • spezifisches Nutzungsverhalten (Wünsche, Erwartungen oder Kritik)

wurden gesondert berücksichtigt. Die OGD-Evaluierung versteht sich als Teil der Evaluierung der Open Government Strategie der Stadt Wien.

Resultate und Handlungsempfehlungen

Die Anwendungen und Entwicklungen, die durch den Open-Data-Katalog möglich sind, werden in der Studie als besonders positiv hervorgehoben. Darüber hinaus werden der Mehrwert für die Stadt sowie die vielfältigen Anreize für Wirtschaft und Arbeitsplätze, die sich durch innovative Entwicklungen ergeben, genannt.

Als Handlungsableitungen schlagen die Autorinnen und Autoren weitere Schritte in Richtung Open Government vor. Geprüft werden soll, inwieweit es möglich ist, auf der Open-Data-Plattform Werkzeuge zur Datenverarbeitung zu Verfügung zu stellen.

Außerdem wird auch der weitere Ausbau von Förderungen im Kreativbereich als auch die spezifische Förderung von Frauen empfohlen.

Die Resultate und Handlungsempfehlungen sollen der Verwaltung Wiens helfen, ihr Open-Government-Angebot zu optimieren: „Die Erkenntnisse und Empfehlungen können auch über Wien hinausgehend relevant sein.“

Mit der Open Government Roadmap 2013 stellt Wien die Open-Government-Ziele und die Maßnahmen zur deren Erreichung dar. Folgende Ziele sind gesetzt:

  • )Nachhaltigkeit und Nutzensteigerung durch öffentlichen Mehrwert und Wirksamkeit
  • Synergien durch Integriertes Datenmanagement
  • Verringerung des Geschlechterungleichgewichtes
  • Weiterentwicklung von Open Government Data zu Open Government
  • Zielgruppengerechte Ausweitung des Datenangebots – von Open Government Data zu Open Data
  • Zielgruppenorientierte Ausbildung
  • Zielgruppenspezifische Öffentlichkeitsarbeit und Anwendungsinitiativen

Die Studie steht zum Download bereit.

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