OpenStack und die Enterprise-Virtualization-Plattform 3.2

Open Future bei Red Hat – RHEL 7 und mehr

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Maria DB, statt MySQL

Wichtiger für den Server-Einsatz ist, das RHEL 7 anstelle von "Oracle MySQL" dessen freien Ableger "MariaDB" verwendet. Beschlossen worden war das von Red Hat bereits im Februar diesen Jahres, und zwar für das in Kürze erscheinende Fedora 19, das als technische Experimentierplattform der Red-Hat-Ingenieure zu großen Teilen als Grundlage für RHEL 7 dienen wird.

Offenbar ist es für Red Hat einfacher, Patches in MariaDB zu integrieren, als beim seit geraumer Zeit unter der Fuchtel von Oracle stehenden MySQL. Dass sich Red Hat und Oracle nicht besonders nahe stehen ist kein Geheimnis, insbesondere seit Oracle mit seinem als direkten RHEL-Ableger konzipierten Oracle Linux nicht unerhebliche Einnahmen durch bis heute rund 10.000 Support-Verträge erzielt.

Maßgabe: Lizenzbedingungen

Ebenfalls kein Geheimnis in der Szene und Hauptgrund für das Initiieren des MariaDB-Ablegers ist, dass sich sich Oracle mit der Übernahme von Sun im Jahr 2009 und seinen Verhalten in Bezug auf Java, OpenOffice und MySQL keine Freunde in der Open-Source-Szene macht. So verschärfte Oracle unmittelbar nach der Übernahme unter anderem die Lizenzbedingungen von MySQL, strich die günstigeren Support-Angebote aus dem Programm und verdoppelte die Preise für die kommerziellen Versionen.

Im Jahr 2012 sind neben Fedora auch einige andere namhafte Distributionen wie Opensuse, Slackware und Arch Linux auf MariaDB umgestiegen. Zum Erscheinungstermin von RHEL 7 hüllte sich Red Hat allerdings auch in Boston in Schweigen. Geplant ist eine Veröffentlichung im Herbst diese Jahres.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:40292430)