Optimized Management Interface von Schneider Electric IT Business

OMI orchestriert Kaltwasser-Kühlsysteme

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

Ventilatoren auf modularen Kühlercontainern von Schneider Electric
Ventilatoren auf modularen Kühlercontainern von Schneider Electric (Foto: Schneider Electric)

Verschiedene Klimasysteme zur Rechenzentrumskühlung stattet Schneider Electric mit einer gemeinsamen Schnittstelle aus. Mittels einer Regelungssoftware lässt sich ihr Einsatz auf wechselnde Bedingungen anpassen.

„Optimized Management Interface“ (OMI) nennt Schneider Electric eine Schnittstelle, die Kaltwasser-Kühlaggregate des Herstellers miteinander verbindet. Das Kommunikationssystem eignet sich für „Aquaflair“-Chiller, „InRow“-Reihenklimasysteme und „Uniflair“-Raumklimageräte. Es ist laut Hersteller darauf angelegt, „eine optimale Energienutzung unter sämtlichen thermischen Lastbedingungen“ zu erzielen.

Schaltstelle für unterschiedliche Klimasysteme

OMI besteht aus mehr als den Interfaces an den Kühlgeräten. Denn dazu zählt unter anderem eine Regelungssoftware mit Benutzeroberfläche. Sie stellt die aktuellen Kühllasten der Kältesysteme dar und ermöglicht deren Steuerung. So lässt sich unter anderem der Kaltwasser-Sollwert zwischen Nominal- und Maximalwert am Kaltwassersatz variieren. Ferner gehört dazu eine Notbetriebs-Einstellung und ein Alarmcode-Signal.

Ziel des Kommunikationssystems ist es, maximale Energie im Teillastbereich zu sparen, indem Kaltwasserventile, Luftgeschwindigkeiten und Wassertemperatur kontinuierlich an die jeweiligen Gegebenheiten im Rechenzentrum angepasst werden. Ein Sommermodus stützt sich auf den Kaltwasser-Sollwert als wichtigen Faktor für den Energieverbrauch. Das OMI sorgt hierbei für einen Betrieb mit möglichst hohen Kaltwassertemperaturen, wodurch sich die Energieeffizienz erhöhen lässt.

Lastenausgleich je nach Umweltbedingungen

In Chillern mit freier Kühlung wird das Kaltwasser je nach Außentemperatur ganz oder teilweise durch die Außenluft gekühlt. Bei mittlerer oder niedriger Last im Rechenzentrum sorgt das OMI für einen Betrieb mit höheren Kaltwassertemperaturen, sodass der Anteil der freien Kühlung gesteigert wird. Tritt ein Fehler im Kommunikationssystem auf, arbeiten die Kühlsysteme ohne das OMI im Standardmodus weiter. Diese Funktion ermöglicht die Handhabung kritischer Situationen und stellt eine unterbrechungsfreie Wärmeabführung sicher, so der Hersteller.

Zur Implementierung der Schnittstelle benötigt jeder Hydraulikkreis ein eigenes Optimized-Management-Netzwerk. „Dafür muss jeder Chiller-Verbund und jede Klimazone mit einem entsprechenden Interface ausgestattet werden“, erklärt Thomas Nieschalk, Systems Engineer Cooling bei Schneider Electric. „Für den optimalen Betrieb empfiehlt es sich, vorab die thermische Trägheit und Reaktion des Systems zu simulieren. Nur so ist garantiert, dass im laufenden Betrieb die anvisierten Energieeffizienzziele erreicht werden.“

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