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IT-Dienstleister trimmt alle Systeme auf maximale Sicherheit

Olympische Spiele – Härtetest für IT-Security und Risk Management

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Gigantischer E-Learning-Profit

Von der rasanten technischen Entwicklung während der Olympiade sollen aber nicht nur die Big Player profitieren, sondern auch andere Partner vor Ort. „Lokale Unternehmen können lernen, in einem Mission-critical-Projekt zu arbeiten“, sagt Patrick Adiba.

Die gesammelten Erfahrungen sollen auch für den betrieblichen Alltag einige nützliche Anregungen bringen, vor allem bedingt durch die intensive Erprobungsphase ein umfassendes Risikomanagement-System für alle erdenklichen IT-Härtefälle einzuführen. Es gilt dabei, die jeweils relevanten Risikofaktoren genau zu taxieren. „Wir haben für zahlreiche unserer Kunden unterschiedliche Szenarien von den Spielen in den Businessalltag fast genauso übernommen“, gibt Patrick Adiba zu bedenken.

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So gesehen bringen die Spiele aus Sicht des Outsourcing-Spezialisten einen gigantischen E-Learning-Profit mit maximaler Lerngeschwindigkeit. Jeder einzelne Computer mit allen vorhandenen Programmen und Funktionen müsse bekannt und exakt registriert sein, betont Patrick Adiba. Wichtiger als der Blick auf die technischen Lösungen seien aber Best Practices. „Wenn die User nicht verstehen, was vor sich geht, taugt auch die beste Schutzlösung nicht viel.“

Statt gängiger Sicherheitsrituale soll ein ausgeprägtes Sicherheitsdenken in alle Prozesse und Funktionen integriert sein. „Damit die Olympischen Spiele mit Blick auf die IT tatsächlich gelingen, ist ein guter Mix aus Menschen, Technologie und Prozessen erforderlich“, bekräftigt Patrick Adiba. Hierzu gehört auch ein klarer zeitlicher Fahrplan. Bereits ein gutes Jahr vor Beginn der Sommerspiele soll das IT-Testcenter vollständig eingerichtet und funktionsfähig sein.

Von den Erfahrungen in Turin profitieren

Der IT-Dienstleister profitiert dabei natürlich auch von seiner Erfahrung der jeweils vorangegangenen Spiele. Rund 300 Testszenarien durchliefen die Spiele. So umfasste der Outsourcing-Deal für die Winterolympiade in Turin drei Kernelemente, für die Atos Origin verantwortlich zeichnete:

  • Ein Information Diffusion System (IDS), eine Art Intranet-Plattform für akkreditierte Medienvertreter.
  • Das so genannte Commentator Information System (CIS), das eine weltweite Verbreitung der Wettkampfergebnisse ermöglichte.
  • Ein so genanntes Games Management System (GMS), mit dem sich diverse Logistikprozesse wie Akkreditierung, Transport und Reisedaten bis hin zur medizinischen Versorgung abbilden und verwalten ließen.

Seite 4: IT und Technik als größte Kostenfaktoren

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