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IT-Dienstleister trimmt alle Systeme auf maximale Sicherheit

Olympische Spiele – Härtetest für IT-Security und Risk Management

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Wachstumsmarkt China im Visier

Der Anbieter mit weltweit 46.000 Mitarbeitern und rund fünf Milliarden Euro Jahresumsatz nimmt aber auch die Wachstumsmärkte in Asien und der Pazifikregion verstärkt ins Visier. Da kommt die Sommer-Olympiade im Jahr 2008 in China gerade recht. „Sie ist für uns auch von strategischer Bedeutung, um neues Wachstum zu generieren“, sagt Patrick Adiba, Executive Vice President, Olympics & Major Events beim IT-Dienstleister Atos Origin.

Der Olympische Geist soll schließlich nicht nur ein bloßer Imagefaktor sein, sondern auch ein erfolgsorientiertes Geschäftsprinzip. Der Basisvertrag für Peking zwischen IOC und dem weltweit operierenden IT-Dienstleister umfasst alle Aspekte der Informationstechnologie, von der Fachberatung über die Systemintegration bis hin zu Ablaufmanagement, Datensicherheit und die Entwicklung spezifischer Anwendungen.

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Das chinesische Unternehmen Lenovo stellt für Atos Origin einen wertvollen strategischen Hebel für das künftige Geschäft im Reich der Mitte dar. Die Spezialisten von Atos Origin haben unzählige Sollstunden für das Testing der Computersysteme vorgesehen. 350 intern geschulte IT-Experten stehen bereit. Hinzu kommen rund 3.000 freiwillige IT-Mitarbeiter.

Eine große Rolle spielt hierbei die in alle Prozessstufen integrierte IT-Sicherheit, die sich nicht nur auf redundante Systeme und sonstige Standardmaßnahmen erstreckt. „Wir simulieren alle erdenklichen Schreckensszenarien wie Feuer, Viren und Serverausfall, bis hin zu Verstößen gegen die Regularien“, erläutert Patrick Adiba.

Größeres Land mit eigener Kultur – eine Herausforderung

Die Vorbereitungen in China seien bereits weit gediehen. „Alles verläuft bisher im Plan“, bestätigt Patrick Adiba. Peking unterscheidet sich von Vancouver vor allem durch die großen Entfernungen, die es mit Hilfe der IT zu überbrücken gilt. Das erfordere etwa zahlreiche regionale Anlaufstellen (Venues) für Remote-Services, wie etwa in Hongkong.

Die Herausforderung besteht auch darin, die Infrastruktur in enger Abstimmung mit dem lokalen Olympischen Komitee (BOCOG) auf die Beine zu stellen. „In China ist die Sprache und die Kultur eine besondere Herausforderung“, gibt der Verantwortliche zu bedenken. Technisch gesehen seien vor allem ausgereifte Services für mobile Endgeräte wie PDAs gefragt, auf die die rund 5.600 Medienvertreter jederzeit und von überall zugreifen können.

In Bezug auf die vorhandene IT-Infrastruktur birgt das Reich der Mitte zudem ein enormes logistisches Entwicklungspotenzial. Dabei wird gelegentlich übersehen, dass die Chinesen sich schon heute auf der Überholspur befinden – und das nicht nur mit Billigtechnologien, sondern auch mit High-Tech-Produkten. So stiegen Chinas Exporte in der Informations- und Kommunikationstechnologie in 2004 im Jahresvergleich um 46 Prozent auf 180 Milliarden US-Dollar, was das Volumen im Vergleich zu den USA (149 Milliarden US-Dollar) deutlich übertraf. China möchte sich mit selbstentwickelten IT-Standards im Mobilfunk und Breitbandsektor international profilieren. Ob dies gelingt, bleibt abzuwarten.

Seite 3: Gigantischer E-Learning-Profit

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