Verbesserungen der Kern-Infrastrukturdienste und der Container-Integration

Ocata – 15. Version von OpenStack-Code

| Autor: Ludger Schmitz

Ocata bezeichnet die 15. Version des OpenStack-Code.
Ocata bezeichnet die 15. Version des OpenStack-Code. (Bild: Ludger Schmitz / CC BY 3.0)

Trotz eines verkürzten Entwicklungszyklus bringt die neue Version von OpenStack beträchtliche Neuerungen. Vor allem dienen sie der Stabilisierung, Skalierbarkeit und Leistung der zentralen Rechner- und Netzwerkdienste sowie einer besseren Nutzung von Container-Technik.

Das OpenStack-Projekt hatte, um den Entwicklungsplan umzustellen, für seine neue Version weniger Zeit als üblich, nämlich nur vier statt sechs Monate. Gleichwohl steht hinter Ocata wieder ein gewaltiger Aufwand: Mehr als 50 Projektgruppen waren beteiligt, Beiträge kamen von über 2000 Entwicklern aus 52 Ländern und von 265 Organisationen.

Weniger Zeit - mehr Konzentration

Angesichts des kurzen Entwicklungszyklus war diesmal eine Konzentration auf zwei Aspekte angesagt. Zum einen ging es – das ist bei jeder neuen Version so – um Verbesserungen der Infrastrukturdienste im Kern von OpenStack, also um Stabilisierung, Skalierbarkeit und Leistung. Hierbei wird der Multi-Cloud-Trend wichtig: Die Anwender möchte ihre Arbeitslasten intelligent und flexibel auf mehrere öffentliche und private Clouds verteilen.

Zum anderen stand Container-Integration im Fokus. Container galten vor noch gar nicht langer Zeit noch als eine mögliche Gefahr für OpenStack und führten vor ein, zwei Jahren im Projekt zu heftigen Diskussionen. Inzwischen ist Containertechnik im Projekt selbstverständlich, sie wird für das Projekt selbst genutzt.

Container beflügeln OpenStack

„Container haben die Eigendynamik der Cloud-Plattform weiter verstärkt. Die Verwendung von Orchestrierungs-Systemen zum Betrieb von OpenStack als Anwendung vereinfacht nämlich den Betrieb“,erklärt Jonathan Bryce, der Geschäftsführer der OpenStack Foundation. „Das bedeutet, dass man für den Betrieb der Cloud weniger Leute braucht, was OpenStack für diejenigen, die Cloud-Lösungen in kleinerem Umfang nutzen, praktischer und nützlicher macht.“

Es wundert nicht, dass drei Projekte, die direkten Containerbezug haben, bei der Ocata-Entwicklung die Teams mit dem größten Zuwachs an Mitwirkenden waren: nämlich „Kolla“ (Verlagerung von OpenStack-Diensten in Container), „Kuryr“ (Brückenbildung zwischen Container-Vernetzung und Speicherung mit OpenStack) und „Zun“ (Container-Management).

Bessere Container-Unterstützung

Ocata verbessert die Unterstützung für Container-basierende Anwendungs-Entwicklungssysteme (applikation frameworks) und Implementierungswerkzeuge. Zu den Verbesserungen im Hinblick auf Container gehören unter anderem: Magnum unterstützt jetzt als Cluster-Typ auch Mesosphere DC/OS sowie Kubernetes unter SUSE. Kubernetes bietet nun Kolla-Unterstützung auf dem Steuerfeld. Der Container-Vernetzungsdienst Kuryr unterstützt auch Docker Swarm. Das Kuryr-Unterprojekt Fuxi (gesprochen: „Fuschi“) verbindet Cinder- und Manila-Speicher mit Container-Umgebungen.

Ocata bringt übrigens eine neue Befehlszeilenschnittstelle: „Nova-status Upgrade Check“. Der erlaubt den Bedienern festzustellen, inwieweit ihre Implementierungen für eine stabile und zuverlässige Aktualisierung auf Ocata bereit sind beziehungsweise was dafür noch zu tun ist. Dies ist eine Reaktion auf die letzte OpenStack-Nutzerumfrage. Nach deren Ergebnissen sind nämlich 71 Prozent der OpenStack Implementierungen in vollem betrieblichen Einsatz.

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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