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10.07.2021

Database-as-a-Service (DBaaS) ebnet dem digitalen Unternehmen den Weg

Schon vor Ausbruch der weltweiten Covid-19-Pandemie im Februar letzten Jahres wurde das Thema Database-as-a-Service (DBaaS) heiß diskutiert. Laut Prognosen wächst der globale DBaaS-Markt von 12 Milliarden US-Dollar Anfang 2020 auf rund 25 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Kein Wunder, dass sich angesichts steigender Kosten für Datenbankmanagement mittlerweile sogar die oberste Führungsebene in vielen Unternehmen für diesen Cloud-Computing-Service interessiert.

Verstärkt wird dieses Interesse durch die beschleunigte digitale Transformation der Unternehmen in den zurückliegenden Monaten. Eine zunehmend von zu Hause aus arbeitende Belegschaft bedeutet, dass sich nicht nur die Ansichten des Managements darüber, wie gearbeitet werden soll, ändern mussten. Vielmehr mussten auch traditionelle Ansätze zu unternehmenswichtiger Hardware- und Softwareinfrastrukturen überholt werden. Zudem ist eine neue Art Datenmanagement zu einem strategischen Imperativ geworden. Grund sind die Modernisierungsbemühungen der Unternehmen, um das Potenzial zu erschließen, das neue Technologien für Analysemöglichkeiten und -funktionalitäten bieten. Andererseits: Angesichts der Tatsache, dass Daten heute praktisch alle Geschäftsprozesse durchdringen, lässt sich die vorhandene Dateninfrastruktur nicht einfach herausreißen und durch eine Multi-Cloud- oder hybride Umgebung ersetzen.

Anders denken

Wie Oscar Wilde einmal sagte: „Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur.“ Man könnte sagen, dass auch manche Unternehmen vor der Krise nur existiert haben. Sie verließen sich darauf, dass die Dinge laufen würden, wie sie schon immer gelaufen sind, besonders was das Datenmanagement betrifft. Ja, Veränderung ist hart, und etwas Grundlegendes wie den Umgang mit Daten zu aktualisieren und erneuern, kann nicht über Nacht passieren. Aber es muss den Willen zur Veränderung geben. Andererseits sorgen die umwälzenden Ereignisse der jüngsten Zeit dafür, dass diejenigen, die sich gegen die Datenmodernisierung sträuben, im Grunde keine Möglichkeit mehr haben, sich dem Wandel zu widersetzen. Die digitale Transformation ist unwiderruflich zum Eckstein des geschäftlichen Wandels geworden.

Allerdings ist es nicht einfach, die digitale Transformation in einen echten geschäftlichen Nutzen zu überführen. Zwar rückt die steigende Abhängigkeit von unstrukturierten Daten die Wertschöpfung in greifbarere Nähe. Traditionelle Datenbankumgebungen aber eignen sich vor allem für strukturierte Daten. Demgegenüber bietet DBaaS Unternehmen ein agileres Datenmanagement, das für die wachsende Menge an Social-Media-Beiträgen, Videos, Fotos, IoT-Sensordaten, Standortdaten, Daten aus maschinellem Lernen usw. geeignet ist. Sich aus Angst vor dem Wandel dagegen zu entscheiden wäre fatal. Wie der pensionierte US-Army-General Eric Shinseki einmal sagte: „Wenn einem schon die Veränderung missfällt, wird man die Bedeutungslosigkeit umso weniger mögen.“

Erwartungen erfüllen

Die vernetzten Kunden von heute erwarten eine konsistentere Erfahrung von ihren Serviceanbietern. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um einen Endkonsumenten oder Unternehmenskunden handelt. Die Erwartung an Lösungen, die auf Erkenntnissen aus Echtzeitdaten basieren, ist auf jeden Fall da. Allerdings heißt das nicht, dass ein Unternehmen DBaaS blind als „das nächste große Ding“ akzeptieren sollte. Wenn es um die Transformierung von Unternehmensdatenbanken geht, müssen sich die Gespräche mit den Anbietern den geschäftlichen Herausforderungen zuwenden, die sich damit meistern lassen.

Eine der Stärken von DBaaS liegt in der Vereinfachung des Datenbankmanagements von einer zentralisierten Kontroll- und Steuerungsebene aus über Public- und Private-Cloud-Umgebungen hinweg. Die Vorteile einer Datenbankbereitstellung innerhalb von Minuten anstatt Tagen oder Wochen lassen sich nicht leugnen. Damit werden neue Anwendungsszenarien für Datenbanken und Applikationen möglich. Dazu gehören unter anderem optimierte Interaktionen mit Kunden durch verbesserte Profiling- und Empfehlungssysteme. Auch wenn diese Szenarien wie leicht erreichbare Ziele erscheinen, stellen sie doch einen bedeutenden Schritt im Rahmen einer umfassenden Modernisierung dar. Außerdem erlauben sie, das Potenzial von Datenbanken als Service besser zu verstehen.

Die richtigen Schwerpunkte setzen

Je mehr sich Unternehmen mit DBaaS vertraut machen, desto mehr werden sie deren Funktionen für Fortgeschrittene nutzen, um ihre eigenen Möglichkeiten zu erweitern. Das wird unter anderem dazu beitragen, eines der größten Ärgernisse heutiger Datenbankumgebungen in den Unternehmen zu beseitigen: Silodaten. Schließlich leuchtet unmittelbar ein, dass alle Mitarbeiter eines Unternehmens die Möglichkeit haben sollten, auf Daten zuzugreifen. Der Zugriff auf Daten sollte integraler Bestandteil der gesamten IT-Umgebung sein und allen offenstehen: Entwicklern und Geschäftsanalysten, Top-Managern, die Berichte erstellen wollen, und den Angestellten mit direktem Kundenkontakt, die deren Anliegen verstehen wollen. DBaaS macht es möglich.

Eine weitere Herausforderung besteht für Datenteams darin, dass die Unternehmen sämtliche Compliance-Vorgaben zu persönlichen und sensiblen Daten zuverlässig einhalten. Denn nicht nur Technologien entwickeln sich weiter, sondern auch Regulierungen, die den Unternehmen in Sachen Sicherheit, Speicherung, Zugriff und Analyse von Daten mehr und mehr abverlangen. DBaaS bietet die Mittel, um sich diesen Änderungen anzupassen und „compliant“ zu bleiben.

An dieser Stelle kommen hyperkonvergente Infrastrukturen ins Spiel. Sie bieten nicht nur eine softwaregesteuerte Lösung, die den Technologie-Stack in Rechenzentren virtualisiert. Vielmehr erlauben sie auch, veraltete On-Premises-Datenbanken in eine As-a-Service-Umgebung zu transformieren.

Ein Beispiel aus der Praxis: Die amerikanische Billigfluglinie JetBlue hatte einen Bestand von acht Oracle-Produktionsdatenbanken und mehr als doppelt so vielen Staging- und Entwicklungsinstanzen in einem primären und sekundären Rechenzentrum zu pflegen. Das bedeutete einen massiven Wartungs- und Patch-Aufwand, nur um sicherzustellen, dass die Datenbanken auf dem aktuellen Stand waren. DBaaS versetzte die Fluglinie jedoch in die Lage, das Management seiner Produktions- und Entwicklungs- sowie Staging-Instanzen zu konsolidieren und Software-Patches mit nur einem Klick automatisiert einzuspielen.

Die Zukunft durch Wendigkeit meistern

Unternehmen, die sich für DBaaS entscheiden und in ihre operativen Abläufe integrieren, können sich besser an Kundenanforderungen anpassen. Gleichzeitig machen sie ihre Organisationen flexibler und wendiger und können dadurch künftige Hindernisse – und die Zukunft ist immer mit Unsicherheiten behaftet – insbesondere im Zusammenhang mit der digitalen Transformation und einer hybriden Arbeitswelt einfach umgehen.

Von: Dom Poloniecki, Vice President & General Manager, Westeuropa und subsaharisches Afrika bei Nutanix