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14.04.2021

Auch der Öffentliche Sektor sieht seine Zukunft in smarten Cloud-Strategien

Nutanix-Studie Enterprise Cloud Index 2020: 80 Prozent der Befragten weltweit planen, Telearbeitsplätze langfristig zu unterstützen.

Deutschland und seine Verwaltung haben Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung. Doch dabei geht es weniger um Geräte, Bandbreiten oder gar ums liebe Geld als um die zugrundeliegende Infrastruktur in den Rechenzentren der Öffentlichen Hand. Doch es gibt auch eine positive Nachricht: Die Botschaft ist bei den Verantwortlichen angekommen – eines der zentralen Ergebnisse der branchenspezifischen Ausgabe der Nutanix-Studie Enterprise Cloud Index 2020 für den Öffentlichen Sektor.

Mehr Effizienz, Sicherheit, Bürgernähe und Mitarbeiterzufriedenheit – die Ziele, die unsere Gesellschaft mit der Digitalisierung der Öffentlichen Verwaltung verbindet, sind nicht nur vielfältig, sondern stehen potenziell auch in Konflikt miteinander. Je sicherer, auch im Sinne von datenschutzrechtlich sicher, ein digitaler Verwaltungsservice ist, desto weniger bürgernah im Sinne von benutzerfreundlich und desto weniger effizient im Sinne von performant ist er möglicherweise. Je schneller ein neuer Service aufgesetzt oder ein bestehender geändert werden muss, desto mehr Wochenend- oder Nachtschichten fallen an und desto schwerer wird es, qualifizierten Nachwuchs für die IT der Öffentlichen Hand zu finden und zu halten.

Zielkonflikte als Folge von Legacy-Infrastrukturen

Nicht immer werden aus diesen möglichen echte Zielkonflikte, doch zu oft ist es der Fall. Der Grund liegt nicht in einer mangelnden Motivation oder in mangelnden Kenntnissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wenn die Pandemie eines gezeigt hat, dann die Tatsache, dass es nicht an den Menschen liegt, wenn die Öffentlichen Verwaltung unzureichend funktioniert. Einer der wesentlichen Gründe besteht vielmehr in einer unflexiblen IT-Infrastruktur, die trotz der Einsatzbereitschaft und der Kompetenz der IT-Profis auf allen Ebenen des Öffentlichen Sektors mit den Anforderungen nicht mehr mithalten kann.

Dass die Modernisierung der IT in der Öffentlichen Verwaltung tatsächlich bei der Infrastruktur in den Rechenzentren beginnt und von der Stilllegung von Legacy-Architekturen abhängt, zeigen Ergebnisse der Nutanix-Studie. Das Betriebsmodell der Cloud dient den Befragten demnach als Vorbild. So unterhielten noch 2019 mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Befragten im Öffentlichen Sektor weltweit ausschließlich traditionelle, nicht Cloud-fähige Rechenzentren; 2020 ist dieser Wert bereits auf 22 Prozent gefallen. Organisationen aus dem Öffentlichen Sektor weltweit entscheiden sich mittlerweile, in private Cloud-Umgebungen zu investieren, auch in Deutschland. In den kommenden fünf Jahren wird zudem der Anteil von Legacy-Rechenzentren um 20 Prozentpunkte sinken und der Anteil hybrider Cloud-Implementierungen hingegen um beeindruckende 43 Prozentpunkte steigen – ein Wert, der auch in Deutschland erreicht werden kann, sobald GAIA-X Fahrt aufnimmt.

Telearbeit und Sicherheit bleiben Top-Prioritäten

Wer erinnert sich nicht an den Bericht des Berliner Tagesspiegel aus der ersten Corona-Welle, wonach die Verwaltung aufgrund der vielen Mitarbeiter, die ins Home Office gewechselt waren, lediglich „eingeschränkt arbeitsfähig“ war. Nur etwa 4.000 der rund 100.000 Mitarbeiter in Berlin-Mitte konnten damals gleichzeitig im Homeoffice arbeiten. Doch weder Berlin noch Deutschland standen mit diesem Problem zu Beginn der Pandemie alleine da. So gaben 48 Prozent der im Rahmen der Nutanix-Studie Befragten an, sie hätten noch vor einem Jahr keine Mitarbeiter gehabt, die von zu Hause aus gearbeitet hätten. Seither ist dieser Wert auf 15 Prozent gefallen. Darüber hinaus plant der Öffentliche Sektor weltweit, das erreichte Niveau an Telearbeit dauerhaft aufrechtzuerhalten; nur 4 Prozent der Befragten sagte, zum Zustand vor der Krise zurückkehren zu wollen.

Überall auf der Welt spielt Sicherheit eine entscheidende Rolle bei Implementierungsentscheidungen im Öffentlichen Sektor: Alle Befragten gaben an, dass Sicherheit ein zentrales Thema beim Management von hybriden Cloud-Umgebungen sei. Für die Hälfte der Befragten (51 Prozent) stellt das Thema sogar die größte Herausforderung dar. Eine zunehmende technologische Reife von Cloud-Umgebungen speziell für den Öffentlichen Sektor kann einen Beitrag dazu leisten, Sicherheitsbedenken auszuräumen.

Die Trends heißen Zentralisierung und Softwaresteuerung

Die Konsequenz, die aus den Studienergebnissen in Deutschland zu ziehen ist, lautet, dass die Betreiber öffentlicher Rechenzentren selbst zum Cloud-Anbieter werden müssen. Denn auch in der privaten Cloud kann die ganze Cloud stecken – wenn das Cloud-Vorbild nicht nur für Zentralisierung, sondern auch und gerade für Softwaresteuerung steht, ein Aspekt, der in der Diskussion allzu oft vernachlässigt wird. Softwaresteuerung erst sorgt für die vielgepriesenen Vorteile der Cloud wie Skalierbarkeit, Flexibilität, Elastizität, unterbrechungsfreie Zuverlässigkeit und unsichtbare, weil automatisierte Administration.

Softwaresteuerung bedeutet eine komplette Entkopplung von der zugrundeliegenden Hardware. Diese neue Art von Virtualisierung bedarf einer modernisierten Rechenzentrumsinfrastruktur mittels einer hyperkonvergenten Infrastruktursoftware (HCI). Über eine solche HCI-Software lassen sich alle Komponenten einer Infrastruktur wie Rechenleistung, Speicher und Netzwerk, aber auch Dienste wie Dateiserver, Datenbanken, Objekt-Storage oder ganze digitale Arbeitsplätze als Softwarefunktionalitäten begreifen und bereitstellen. Die Betreiber öffentlicher Rechenzentren können damit ihre Infrastruktur zu einer echten, weil softwaregesteuerten Private Cloud ausbauen und darauf sämtliche Fachverfahren – von Lernplattformen für Schulen über Verwaltungs-Workflows bis zu digitalen Arbeitsplätzen – zentral und höchst effizient bereitstellen, verwalten, aktualisieren und erweitern.

Die Studie

Für den ECI-Report 2020 wurden Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Größen aus Nord- und Südamerika, Europa, dem Nahen und Mittleren Osten sowie Afrika (EMEA) und aus dem asiatisch-pazifischen Raum einschließlich Japan (APJ) befragt.

Die Studienergebnisse für den Öffentlichen Sektor stehen auf der Website von Nutanix zum Herunterladen bereit.