Red Hat Summit Boston 2015

Nichts geht mehr ohne Container

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Ulrike Ostler

Red Hat Summit 2015: Neue Produkte und Services, strategische Ausrichtung
Red Hat Summit 2015: Neue Produkte und Services, strategische Ausrichtung (Red Hat)

Die alljährliche Hausmesse von Red Hat stand in diesem Jahr wie zu erwarten ganz im Zeichen von Containern, wobei insbesondere die neue Version 3 der PaaS-Plattform „OpenShift“ zu nennen ist. Diese spielt auch eine entscheidende Rolle in „Red Hat Atomic Enterprise Platform“, der zweiten wichtigen Ankündigung in dem Container-Universum des Linux-Distributors.

Im Verlauf der vergangenen Woche ging am bevorzugtem Technologie-Standort von Red Hat, Boston, - der Löwenanteil der Entwicklung findet hier statt - die jährliche Hausmesse der Rothüte über die Bühne. Die Veranstaltung „Red Hat Summit“ ist traditionell nicht nur Forum für allerlei Produktankündigungen, sondern legt vor Mitarbeitern, Partnern und Enterprise-Kunden auch die strategische und technische Ausrichtung des Unternehmens für die kommenden Jahre dar. Hierbei führt offenbar kein Weg an Containern vorbei.

An der von viel Medienrummel begleiteten Einführung seines Container-Host „Red Hat Enterprise Linux 7 Atomic Host„“ im Frühjahr ließ sich bereits ablesen, welche strategische Bedeutung Red Hat Container-Technologien im Allgemeinen und besonderes in der eigenen Produkt und Firmenphilosophie beimisst. In der Vorstellung von Red Hat bilden Container künftig die Basis für Entwicklung und Betrieb von auf Mikrodiensten basierenden Apps nach DevOps-Manier.

Red Hat Atomic Enterprise Platform: Integrator für Container-Technologien

Wenig überraschend kam daher die Ankündigung von „Red Hat Atomic Enterprise Platform“, einem für Enterprises maßgeschneiderten Infrastrukturpaket von Container-basierten Open-Source-Lösungen, vom reinen Red Hat Enterprise Linux, über eine Scale-Out-Container-Orchestrierungs-Plattform, bis hin zu Platform-as-a-Service (PaaS)- und Infrastructure-as-a-Service (IaaS)-Lösungen, die allesamt die gleichen Basistechnologien verwenden und dafür sorgen, dass Container-basierte Anwendungen über Hybrid-Cloud-Strukturen hinweg uneingeschränkt portabel sind.

So bietet Red Hat Atomic Enterprise Platform nach den Vorstellungen von Red Hat das Fundament für den produktiven Einsatz von Containern, wozu unter anderem die neue, ebenfalls auf Containern basierende Open-Shift-PaaS in Version 3, Docker als Linux-Container-Format und „Google Kubernetes“ als Orchestrierungs-Framework für Container zum Einsatz kommen.

Zusammenfassend soll Red Hat Atomic Enterprise Platform als solides Fundament zum Ausführen von Multi-Container-Anwendungen fungieren und Unternehmen ein konsistentes Orchestrieren über herkömmliche und Cloud-native Anwendungen hinweg, sowie eine Skalierung bei geänderten Geschäftsbedingungen bieten.

Zum Leistungsumfang der Red Hat Atomic Enterprise Platform gehören:

  • Ein managed Scale-Out-Cluster von „Red Hat Enterprise Linux 7“ oder Instanzen von Red Hat Enterprise Linux Atomic Host. Das ebenfalls auf Red Hat Enterprise Linux 7 basierende Container-Betriebssystem von Red Hat ermöglicht ein umfassendes Deployments Container-basierter Anwendungen.
  • Das Laufzeitumgebungs- und -Package-Format von Docker für Container, welches das Erstellen und den Einsetzen von Linux-Containern ermöglicht.
  • Die Container-Orchestrierung mit Kubernetes. Diese erlaubt Unternehmen, moderne Anwendungen zu kreieren, die aus mehreren Containern zusammengesetzt sind und sich via Kubernetes über einen Container-Cluster hinweg automatisch orchestrieren lassen, einschließlich Software-defined Networking und Storage-Plug-ins.
  • Ein einfacher Zugang zu kompletten Entwicklungs- und Anwendungs-Lifecycle-Management-Funktionen, was mit der Einführung von OpenShift Enterprise 3 gewährleistet ist. Dieses ist jetzt Bestandteil von Red Hat Atomic Enterprise Platform.

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