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Cloud-Modelle auf dem Prüfstand Nicht alle Workloads gehören in die Cloud

| Autor / Redakteur: Karl Roe* / Florian Karlstetter

Im „Cloud-Rausch“ der letzten Jahre wurden viele Organisationen ermutigt, immer mehr ihrer Workloads in die Cloud zu verlagern. Dennoch setzt sich bei immer mehr Endnutzern und auch im Channel die Erkenntnis durch, dass die Cloud-Services nicht der Weisheit letzter Schluss sind – und ganz bestimmt nicht der kosteneffektivste Weg, um alle Workloads zu erledigen.

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Voice as a Service liegt im Trend, Mehrwert bringt auch eine echte API-Integration.
Voice as a Service liegt im Trend, Mehrwert bringt auch eine echte API-Integration.
(Bild: ff)

Der Nuvias-Vertreter vertritt der Meinung, dass Kunden in vielen Fällen die versprochenen Einsparungen nicht realisieren konnten. Stattdessen sahen sie sich mit Langzeitkosten konfrontiert, über die sie nicht aufgeklärt worden sind. Auch viele Reseller verfielen dem Cloud-Hype und es wurden Entscheidungen getroffen, ohne dass sich der Channel bzw. die Endnutzer über die Auswirkungen im Klaren waren.

„Im kommenden Jahr werden wir erleben, dass die Kunden gemeinsam mit ihren Resellern wieder Workloads aus der Cloud heraus vor Ort zurückverlagern, und zukünftig werden wir einen besser informierten und sinnvolleren Ansatz sehen, bei dem die Cloud nicht die Standardoption für das Hosten aller Workloads darstellt“, so Roe weiter.

Anstatt einfach auf den Zug aufzuspringen, werden sich die Leute genau überlegen, in welchem Wagen sie sitzen möchten.

Voice as a Service wird Mainstream

Voice over IP (VoIP) hat sich in den Unternehmen zunehmend durchgesetzt, und Services wie Skype wurden immer beliebter. Das Auslaufen von ISDN und PSTN bedeutet, dass VoIP nun endgültig im Mainstream ankommt, nicht nur bei großen, sondern auch in kleinen und mittleren Unternehmen.

Telekommunikationsanbieter wie BT sind sich darüber im Klaren, dass das Ende von ISDN/PSTN-Services in greifbare Nähe rückt und diese ersetzt werden müssen. VoIP-Services werden zur Norm, und die Nutzer fangen an, diese als Service zu konsumieren.

Die Interaktion in Echtzeit wird erwachsen

Instant Messaging (IM) Interaktion in Echtzeit wird die E-Mail ablösen. Services wie Slack und Microsoft Team werden sich am Arbeitsplatz immer mehr durchsetzen, und immer mehr Mitarbeiter werden statt E-Mail Instant Messaging nutzen. Die klassische E-Mail hat ausgedient und in Projekten werden Präsenz und Interaktion in Echtzeit zur Norm.

Da die E-Mail als Kommunikationsform in den Unternehmen abgelöst wird, ist IM zwischen Unternehmen im kommenden Jahr auf dem Vormarsch. Diese Interaktion lässt sich dann ganz einfach per Mausklick konvergieren, was uns wieder zum Aufstieg von VoIP zurückbringt.

API allerorten

Mit jedem Tag wird deutlicher, dass es nicht mehr ausreicht, die herkömmliche Integration von Systemen gut zu beherrschen. Die echte API-Integration ist der neue Mehrwert.

In Zukunft braucht jeder Reseller, der echten Mehrwert für seine Kunden schaffen will, API-Kenntnisse sowie auch eine gewisse Entwicklung in seinem Angebot. Das muss nicht unbedingt die reine Programmierung sein, sondern eventuell auch die Fähigkeit, Systeme mit Hilfe von APIs zu implementieren und zu integrieren, um eine einheitliche Bedienoberfläche zu schaffen.

* Karl Roe, VP Services and Cloud Solutions Nuvias Group

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