Jede Menge Neuerungen: Router, Simple Signup und mehr 2FA für Nextcloud

Nextcloud will so einfach wie Dropbox sein

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Simple Signup: E-Mail genügt und schon gibt es einige GByte kostenlosen Online-Speicher.
Simple Signup: E-Mail genügt und schon gibt es einige GByte kostenlosen Online-Speicher. (Bild: Nextcloud)

Auf seiner jährlich stattfinden Konferenz hat Anbieter Nextcloud neben Release 14 auch Partnerschaften mit Hostern sowie Netzwerkausrüstern vorgestellt. Die sollen Endanwendern den Einstieg in die Lösung erleichtern und das Federation-Feature voranzubringen.

Zur Nextcloud Conference 2018 kamen die Entwickler der Synchronisations- und Collaborations-Anwendungen am letzten Augustwochenende nicht umhin, auch die Namen der Mitbewerber Dropbox und Google Drive zu nennen. Denn genau deren geringe Einstiegshürden wolle man künftig auch für neue Nextcloud-Nutzer nachbilden.

Simple Signup

Konkret heißt das: Um auf einen gehosteten Nextcloud-Speicher zuzugreifen, müssen Kunden keinen eigenen Server mehr aufsetzen; dank „Simple Signup Program“ genügen fortan eine E-Mail und genug Kreativität, sich ein Passwort auszudenken. Von Nextcloud vermittelte Provider stellen dann in wenigen Momenten einen nutzbaren Online-Speicher zur Verfügung.

Laut Nextcloud erhalten Kunden so ein Jahr lang kostenlos Zugriff auf zwei Gigabyte Speicher, die vermittelten Anbieter versprechen vereinzelt bis zu fünf Gigabyte. Zunächst beteiligen sich sechs „vetted Provider“ aus Europa und den USA an dem Programm: snowflake Ops, Webo.hosting, Owncube, Hostiso, Thegood.cloud und Civilhosting. Kunden können frei zwischen den Anbietern wählen, während der Registrierung schlägt Nextcloud jedoch einen geographisch nahe gelegenen Dienstleister vor.

Federation über Router

In Japan will Nextcloud die eigene Speicherplattform derweil über entsprechend vorkonfigurierte Router verbreiten. Hierfür kooperiert der Software-Anbieter mit Netzwerk- und Tk-Ausrüster NEC Platforms sowie Waffle Computers, dem Anbieter des Server-Betriebssystems „Waffle Cell“. Ziel ist es, den weltweiten Fußabdruck von „federated Nextclouds“ zu vergrößern und Millionen entsprechender Nodes zu installieren – mit der Technik können Nutzer Daten über mehrere Server hinweg teilen.

Ausblick auf Release 14

Schließlich hat Nextcloud auch einen Ausblick auf Release 14 gegeben und dabei unter anderem zusätzliche Security-Features vorgestellt. Zu diesen zählt eine „Video Verification“ – bevor Nutzer Inhalte freigeben, können sie sich per Videokonferenz von der Identität ihres Gegenübers überzeugen. Zudem gebe es weitere Optionen zur Zweifaktor-Authentifizierung, darunter über SMS sowie die Messenger Signal und Telegram. Dank einer Kooperation mit der TU Berlin funktioniere nun auch die „Kerberos“-Authentifizierung auf „Samba“-Servern; nach einem Update unterstützt Nextclouds SAML App verschiedene Identity Provider und U2F (Universal Second Factor) über NFC.

Mit einer „Data Protection Confirmation App“ und separaten Audit Log Files adressiert der Anbieter nach eigenem Bekunden Compliance-Anforderungen von DSGVO sowie des kommenden California Consumer Privacy Act. Insbesondere große Unternehmen sollen indes von Verbesserungen am Storage Subsystem profitieren: So unterstützt Release 14 nun „Swiftv3“ und soll kompatiblere ZIP-Dateien als bisher generieren. Neu sei auch die Möglichkeit, das Nextcloud Log ins systemd Log zu integrieren.

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Zu den weiteren Neuerungen zählen überarbeitete Oberflächen für Endnutzer und Administratoren. Entwickler können überdies per API auf Funktionen zur Versionierung zugreifen.

Neben Nextcloud Files entwickelt der Anbieter auch die Kommunikations-Features von „Nextcloud Talk“ und „Nextcloud Groupware“ weiter. Kurz nach dem Release von Nextcloud 14 sollen hier weitere wesentliche Funktionen folgen.

Das digitale Kanban Board „Deck App“ soll künftig offizieller Bestandteil der Nextcloud Groupware sein. Zudem verspricht der Anbieter weitere Backend-Integrationen und die Möglichkeit, auch ohne Kamera oder Mikrofon an Gesprächen teilnehmen zu können.

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